Gleitwirbel konservativ behandeln in München

Bei Ihnen wurde ein Gleitwirbel festgestellt, oder Ihre Rückenbeschwerden bessern sich trotz Behandlung nicht?

In meiner Praxis in München-Sendling-Westpark behandle ich einen Gleitwirbel, medizinisch Spondylolisthesis, ohne Operation. Bei den meisten Betroffenen gelingt das, weil nicht das Gleiten selbst behandelt wird, sondern die Beschwerden, die es unterhält. Der Leitgedanke dabei: Das bereits instabile Segment wird geschont und nicht zusätzlich belastet.

Ob das in Ihrem Fall trägt, zeigen der Befund und der Verlauf der ersten Wochen. Ich sage Ihnen offen, wenn ich die Grenzen der konservativen Behandlung erreicht sehe.

Kurzfristige Termine, ohne Überweisungsschein.

So äußert sich ein Gleitwirbel

Ein Gleitwirbel macht sich unterschiedlich bemerkbar, häufig sind:

  • Tiefer, belastungsabhängiger Kreuzschmerz, der beim Stehen und im Hohlkreuz zunimmt und sich beim Vorbeugen bessert
  • Schmerz, der in Gesäß oder Oberschenkel ausstrahlt, teils mit Kribbeln oder Taubheit
  • Ein Gefühl von Instabilität im unteren Rücken, als gäbe der Rücken keinen Halt
  • Beinbeschwerden nach einer bestimmten Gehstrecke, die beim Vorbeugen oder Hinsetzen nachlassen

Das sind Anhaltspunkte und kein Ersatz für eine Untersuchung.

 
 

Untersuchung und Behandlung bei einem Gleitwirbel in München-Sendling

Beim Gleitwirbel richtet sich die Behandlung nach dem Befund und nach zwei Fragen: Ist das Segment stabil oder instabil, und sind Nervenstrukturen beteiligt? Ein Grundsatz gilt dabei immer. Das gleitende Segment wird geschont, gearbeitet wird an dem, was es umgibt.

Wie ich untersuche

Manuelle Medizin bedeutet für mich zuerst untersuchen. Am Anfang stehen die Anamnese und eine körperliche Untersuchung mit Prüfung der Beweglichkeit, dem Tastbefund an Muskulatur und Wirbelgelenken sowie einem neurologischen Status mit Reflexen, Kraft und Sensibilität an Beinen und Füßen.

Wichtig ist die Frage nach der Stabilität. Ein Gleiten, das sich bei Bewegung verändert, verlangt ein anderes Vorgehen als ein festes, über die Jahre zur Ruhe gekommenes. Klarheit bringen hier vorhandene Aufnahmen und, wo nötig, eine seitliche Röntgenaufnahme im Stehen sowie Funktionsaufnahmen in Vor- und Rückbeuge. Warnzeichen wie eine zunehmende Schwäche im Bein, eine Gefühlsstörung im Reithosenbereich oder eine Blasen- und Darmstörung frage ich zuerst ab, denn sie machen eine rasche Abklärung nötig und schließen eine manuelle Behandlung aus.

Bildgebung veranlasse ich gezielt und nicht routinemäßig. Ein im Bild sichtbares Gleiten erklärt die Beschwerden nur, wenn es zum Untersuchungsbefund passt, denn ein Gleitwirbel findet sich auch bei Menschen ohne jede Beschwerde. Vorhandene Aufnahmen bringen Sie bitte mit.

Manuelle Medizin am Nachbarsegment, nicht am Gleitwirbel

Manuelle Behandlung der Lendenwirbelsäule bei einem Gleitwirbel

Ein gleitender Wirbel geht fast immer mit Funktionsstörungen der Nachbarsegmente und mit erhöhter Muskelspannung einher. Genau dort setze ich an. Ich arbeite mit Mobilisation und mit Techniken für die Muskulatur an Lende, Becken und Hüfte. Eine impulsartige Manipulation des gleitenden Segments selbst kommt nicht in Frage, weil sie ein bereits instabiles Segment zusätzlich belasten würde. Wo eine Manipulation sinnvoll ist, betrifft sie ausschließlich blockierte Nachbarsegmente und erfolgt nach sorgfältiger Prüfung der Gegenanzeigen.

Beschreiben lässt sich der Effekt als größere schmerzfrei mögliche Bewegung und als geringere Muskelspannung. Ob damit auch der Kreuzschmerz nachlässt, zeigt sich über die folgenden Termine. Verwandte Techniken beschreibe ich auf meinen Seiten zur Chiropraktik und zur Osteopathie.

 
 

Stabilisationstraining als tragender Teil

Den größeren Teil des Ergebnisses trägt beim Gleitwirbel das aktive Training. Ziel ist es, die tiefe Rumpfmuskulatur, die den Bereich wie ein inneres Korsett führt, gezielt anzusteuern und ausdauernd zu halten. Eine gut ansteuerbare Muskulatur kann die fehlende knöcherne Führung zu einem großen Teil ausgleichen.

Für dieses Vorgehen spricht bei einem Gleitwirbel die vergleichsweise beste Studienlage. Ich leite die Übungen nach der Untersuchung an und steigere sie schrittweise, weil eine falsche Ausführung, besonders eine kräftige Rückbeuge, die Beschwerden verstärken kann. Welche Bewegungsrichtung entlastet, ergibt sich aus dem Befund und ist nicht bei allen gleich.

 
 

Infiltrationen bei Nervenbeteiligung

Reizt ein begleitender Bandscheibenvorfall oder eine Enge des Wirbelkanals eine Nervenwurzel, setze ich gezielte Infiltrationen ein. Dabei setze ich ein Lokalanästhetikum zusammen mit einem entzündungshemmenden Wirkstoff genau dort, wo die Reizung sitzt, wahlweise am Facettengelenk, an der austretenden Nervenwurzel oder über den Epiduralraum.

Das Ziel ist eine Senkung des Schmerzniveaus, die Bewegung und Training wieder möglich macht. Die Wirkung tritt bei einem Teil der Behandelten zügig ein, hält aber nur eine begrenzte Zeit an und macht das Training nicht überflüssig. Sie dienen mir daher als zeitlich begrenzte Unterstützung in einer schwierigen Phase, nicht als fortlaufende Behandlung.

 
 

Neuraltherapie, Quaddeln und Akupunktur

Steht die muskuläre Komponente im Vordergrund, arbeite ich mit Quaddeln und mit Injektionen an druckschmerzhafte Punkte der Lenden- und Gesäßmuskulatur, je nach Indikation mit naturheilkundlichen Wirkstoffen. Damit lässt sich ein festgefahrener Spannungszustand lockern und die begleitende Schmerzhaftigkeit senken.

Akupunktur setze ich begleitend bei ausgeprägter Verspannung und länger bestehenden Verläufen ein. Für die Behandlung von Kreuzschmerz liegen dazu Untersuchungen vor. Als eigenständige Behandlung des Gleitens verstehe ich diese Verfahren nicht, sie richten sich an die Schmerz- und Spannungskomponente.

 
 

Ergonomie und Belastung im Alltag

Dazu kommt die Frage nach Haltung und Belastung. Tätigkeiten mit ausgeprägter Rückbeuge und schweres Heben aus dem Hohlkreuz verstärken die Beschwerden bei vielen Betroffenen. Ich bespreche Sitzhaltung, Hebetechnik und die Frage, wie sich Alltag und Sport so anpassen lassen, dass das Segment geschont bleibt. Welche Sportart geeignet ist, hängt vom Befund ab und lässt sich nicht pauschal beantworten.

Risiken, Gegenanzeigen und Aufklärung

Über Ablauf und mögliche Reaktionen spreche ich mit Ihnen, bevor eine manuelle Behandlung oder eine Injektion beginnt. Ein kurzzeitig verstärkter Schmerz, ein Muskelkatergefühl und Müdigkeit im Anschluss sind häufig und in aller Regel harmlos. Schwerwiegende Komplikationen sind bei fachgerechtem Vorgehen selten, ganz ausschließen lassen sie sich nicht.

Gegen eine manuelle Behandlung, und besonders gegen jede impulsartige Technik am betroffenen Segment, sprechen ein instabiles oder höhergradiges Gleiten, sich verstärkende Nervenausfälle, ein möglicher Cauda-equina-Notfall, eine fortgeschrittene Osteoporose sowie Entzündungen oder Tumoren im betroffenen Bereich. Diese Einordnung gehört für mich an den Anfang jeder Behandlung.

 
 
Schaubild zum Gleitwirbel
 
 

Gleitwirbel verstehen

Was ist ein Gleitwirbel?

Als Gleitwirbel, medizinisch Spondylolisthesis, bezeichnet man die Verschiebung eines Wirbelkörpers gegenüber dem darunterliegenden, meist nach vorn. Am häufigsten betroffen ist der Übergang von der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein, also der fünfte Lendenwirbel über dem Kreuzbein, seltener das Segment darüber.

Wichtig zu wissen: Ein Gleitwirbel bedeutet nicht zwangsläufig Beschwerden. Bei vielen Menschen bleibt er unbemerkt, weil die Muskulatur die fehlende knöcherne Führung ausgleicht. Beschwerden entstehen vor allem, wenn das Segment instabil wird oder wenn benachbarte Nervenstrukturen bedrängt werden.

Man unterscheidet zwei Hauptformen. Die isthmische Form beruht auf einer Spaltbildung im Wirbelbogen und entsteht meist bereits im Jugendalter. Die degenerative Form entsteht später durch Verschleiß von Bandscheibe und Wirbelgelenken.

 
 
Gleitwirbel am Übergang L5 zum Kreuzbein
 

Ursachen und Auslöser

Die beiden Hauptformen haben unterschiedliche Ursachen:

  • Isthmische Form: Zugrunde liegt ein Spalt im knöchernen Wirbelbogen, die Spondylolyse. Sie entsteht meist im Wachstumsalter durch wiederholte Belastung, häufig als Ermüdungsbruch. Begünstigend wirken eine genetische Veranlagung und Sportarten mit starker Rückbeuge der Wirbelsäule, etwa Turnen, Gewichtheben, Delfinschwimmen oder Speerwerfen. Am häufigsten betroffen ist der fünfte Lendenwirbel.
  • Degenerative Form: Hier verringern verschlissene Bandscheiben und abgenutzte Wirbelgelenke die Führung des Segments, sodass ein Wirbel langsam nach vorn gleiten kann. Diese Form tritt meist ab dem mittleren Lebensalter auf, häufiger bei Frauen, und betrifft oft das Segment oberhalb des Kreuzbeins.

Seltener sind angeborene Formen, ein Gleiten nach Verletzungen und ein Gleiten bei Erkrankungen, die den Knochen schwächen.

Warum verursacht ein Gleitwirbel Beschwerden?

Jeder Wirbel ist über zwei Facettengelenke mit dem nächsten verbunden. Diese Gelenke führen die Bewegung und verhindern vor allem ein Vorwärtsgleiten. Fehlt ihre Führung durch eine Spaltbildung oder durch Verschleiß, verliert das Segment an Halt, und der Wirbelkörper kann nach vorn gleiten.

Beschwerden entstehen auf mehreren Wegen. Das instabile Segment wird von der umgebenden Muskulatur unter erhöhter Spannung gehalten, was für sich genommen schmerzhaft ist. Nimmt das Gleiten zu, kann sich der Kanal für Rückenmark und Nervenwurzeln verengen, mit Ausstrahlung, Gefühls- oder Kraftstörungen im Bein. Deshalb entscheidet die muskuläre Führung häufig darüber, ob ein Gleitwirbel Beschwerden macht: Eine belastbare Rumpfmuskulatur kann die fehlende knöcherne Führung zu einem großen Teil ausgleichen.

Welche Schweregrade gibt es?

Das Ausmaß des Gleitens wird nach Meyerding in vier Grade eingeteilt, je nachdem, um welchen Anteil der Wirbelkörper gegenüber dem darunterliegenden verschoben ist. Grad eins entspricht bis zu einem Viertel, Grad zwei bis zur Hälfte, Grad drei bis zu drei Vierteln, Grad vier darüber hinaus.

Für den Alltag ist die grobe Einteilung in niedriggradig und höhergradig wichtiger als die genaue Zahl. Die meisten Gleitwirbel sind niedriggradig und stabil, und viele bleiben es über Jahre. Ein höhergradiges oder ein bei Bewegung zunehmendes Gleiten verlangt ein vorsichtigeres Vorgehen und eine engmaschigere Kontrolle. Diese Unterscheidung bestimmt, wie ich behandle, und ist mit ein Grund, warum ich bei Bewegungsaufnahmen genau hinsehe.

Wie sicher ist die Diagnose und wie ist der Verlauf?

Der Nachweis des Gleitens selbst ist unkompliziert. Eine seitliche Röntgenaufnahme im Stehen zeigt die Verschiebung, Funktionsaufnahmen in Vor- und Rückbeuge zeigen, ob das Segment beweglich, also instabil ist. Bei Ausstrahlung ins Bein oder Verdacht auf eine Enge ergänze ich ein MRT, das Bandscheiben und Nerven sichtbar macht.

Schwieriger ist die Frage, ob das gesehene Gleiten die Beschwerden tatsächlich erklärt, denn ein Gleitwirbel findet sich auch bei beschwerdefreien Menschen. Deshalb zählt die Zusammenschau aus Bild und Untersuchung, nicht das Bild allein.

Der Verlauf ist überwiegend gutartig. Viele Betroffene leben lange gut mit einem Gleitwirbel, eine Zunahme ist möglich, aber nicht die Regel. Regelmäßige Kontrollen sind sinnvoll, um eine Zunahme früh zu erkennen. Eine Operation wird nur bei einem kleinen Teil nötig, vor allem bei erheblicher Nervenbedrängung oder fortschreitendem Gleiten.

Was spricht gegen den Gleitwirbel als Schmerzursache?

Nicht jeder Rücken- oder Beinschmerz bei nachgewiesenem Gleitwirbel stammt auch von diesem. Gegen den Gleitwirbel als eigentliche Ursache sprechen unter anderem:

  • Leistenschmerz mit steifer, schmerzhafter Drehung der Hüfte, was eher für das Hüftgelenk als Quelle spricht
  • Wadenschmerz nach einer festen Gehstrecke, der schon im Stehen wieder verschwindet und mit kühlen, blassen Füßen einhergeht, was auf die Durchblutung deutet
  • Eine einseitig geschwollene, überwärmte Wade, die rasch abgeklärt gehört
  • Ein durchgehender, von Haltung und Bewegung unabhängiger Schmerz

Ein Teil dieser Bilder gehört in hüftchirurgische, gefäßmedizinische oder internistische Hand, und ich sage das dann auch. Oft mischen sich die Ursachen, sodass die Grunderkrankung ihre eigene Behandlung braucht und der muskuläre Anteil zusätzlich angegangen werden kann.

 
 

Häufig gestellte Fragen zu einem Gleitwirbel

Was hilft bei einem Gleitwirbel?

Der wichtigste Baustein ist ein gezieltes Training der tiefen Rumpfmuskulatur, das die fehlende knöcherne Führung ausgleicht. Dazu kommen manuelle Behandlung der Nachbarsegmente, eine angepasste Belastung im Alltag und, wenn Nerven beteiligt sind, gezielte Infiltrationen zur Überbrückung. Nicht sinnvoll ist eine impulsartige Manipulation am gleitenden Segment selbst.

Was im Einzelfall trägt, hängt von Form und Ausmaß des Gleitens und von den Beschwerden ab. Deshalb steht die Untersuchung am Anfang, und deshalb lege ich die Übungen erst danach fest.

Muss ein Gleitwirbel operiert werden?

In den meisten Fällen nicht. Bei einem niedriggradigen, stabilen Gleitwirbel ist die konservative Behandlung der übliche erste Weg, und viele Betroffene kommen damit gut zurecht. Eine Operation wird erst erwogen, wenn neurologische Ausfälle zunehmen, wenn das Gleiten fortschreitet oder wenn die Beschwerden trotz konsequenter konservativer Behandlung über längere Zeit stark bleiben.

Sofortiger Handlungsbedarf besteht dagegen bei den weiter unten genannten Warnzeichen, etwa einer rasch fortschreitenden Lähmung oder einer neu aufgetretenen Blasen- und Darmstörung. Sie gehören ohne Umweg in die Klinik.

Kann sich ein Gleitwirbel verschlimmern?

Eine Zunahme des Gleitens ist möglich, aber bei den häufigen niedriggradigen Formen im Erwachsenenalter nicht die Regel. Bei der isthmischen Form im Wachstumsalter und bei der degenerativen Form mit fortschreitendem Verschleiß ist die Wahrscheinlichkeit einer Zunahme etwas höher, weshalb hier Kontrollen sinnvoll sind.

Beeinflussen lässt sich vor allem die muskuläre Führung. Ein regelmäßig trainierter Rumpf stabilisiert das Segment und hält die Beschwerden in Schach, auch wenn das Gleiten selbst bestehen bleibt.

Welcher Sport ist bei einem Gleitwirbel geeignet?

Grundsätzlich ist Bewegung erwünscht, es geht um die Auswahl. Gut geeignet sind Sportarten mit stabiler Rumpfhaltung und ohne wiederholte starke Rückbeuge, etwa Radfahren, Schwimmen mit passender Technik, Wandern und gezieltes Krafttraining mit neutraler Wirbelsäule. Zurückhaltung ist bei Sportarten mit ausgeprägter Rückbeuge oder ruckartiger Belastung angebracht, etwa Turnen, schweres Gewichtheben über Kopf oder bestimmte Wurfdisziplinen.

Die konkrete Empfehlung hängt vom Befund ab, gerade bei jüngeren Betroffenen mit isthmischer Form. Ich bespreche das individuell, statt hier pauschale Verbote auszusprechen.

Welche Übungen sind sinnvoll?

Sinnvoll sind Übungen, die die tiefe Bauch- und Rückenmuskulatur ansteuern und die Wirbelsäule in einer neutralen, leicht gebeugten Haltung stabilisieren. Viele Betroffene mit Gleitwirbel vertragen beugebetonte Übungen besser als solche mit starker Rückbeuge. Ergänzend hilft es oft, verkürzte Hüftbeuger und die Oberschenkelrückseite behutsam zu dehnen.

Entscheidend ist die Ausführung. Eine kräftige Rückbeuge und ruckartige Belastungen können die Beschwerden verstärken. Deshalb stelle ich das Übungsprogramm individuell nach dem Befund zusammen und übe es mit Ihnen in der Praxis ein, anstatt es hier pauschal aufzulisten.

Wann muss ein Gleitwirbel sofort abgeklärt werden?

Als Notfall gelten drei Zeichen: ein tauber Sattelbereich zwischen den Beinen, also an Damm, Gesäß und Oberschenkelinnenseiten; eine plötzlich gestörte Kontrolle über Blase oder Darm; und eine Schwäche im Bein, die von Stunde zu Stunde zunimmt. Dahinter kann eine Einklemmung der Nervenfasern am Ende des Wirbelkanals stecken. In diesem Fall zählt jede Stunde, und der richtige Ort ist die Notaufnahme.

Rasch, aber ohne Notfallcharakter, gehören eine über Wochen zunehmende Ausstrahlung ins Bein, eine spürbar fortschreitende Schwäche sowie nächtlicher Ruheschmerz abgeklärt.

Hilft Chiropraktik bei einem Gleitwirbel?

Mit einer wichtigen Einschränkung. Eine impulsartige Manipulation direkt am gleitenden Segment ist beim Gleitwirbel nicht angezeigt, weil sie ein ohnehin instabiles Segment zusätzlich belasten würde. Sinnvoll und hilfreich sind dagegen manuelle Techniken an den blockierten Nachbarsegmenten und an der verspannten Muskulatur.

Wer chirotherapeutisch behandelt wird, sollte deshalb wissen, dass beim Gleitwirbel die Auswahl der Technik entscheidend ist. Ich prüfe vor jeder Manipulation die Stabilität und die Gegenanzeigen und arbeite am Gleitsegment selbst ausschließlich mit sanften, nicht impulsartigen Methoden.

Was sagen wissenschaftliche Studien zum Gleitwirbel?

Am besten untersucht ist beim Gleitwirbel das gezielte Stabilisationstraining. In einer randomisierten kontrollierten Studie von O'Sullivan und Mitarbeitern aus dem Jahr 1997, veröffentlicht in der Zeitschrift Spine, wurde ein spezifisches Training der tiefen Bauch- und Rückenmuskulatur bei Patientinnen und Patienten mit chronischem Kreuzschmerz und radiologisch gesicherter Spondylolyse oder Spondylolisthesis untersucht.

Das spezifische Training war anderen üblichen konservativen Programmen überlegen, und der Effekt auf Schmerz und Funktion blieb bei einer Nachbeobachtung nach dreißig Monaten erhalten. Einzuordnen ist, dass es sich um eine kleine, ältere Studie handelt und dass sie Betroffene mit radiologischem Nachweis einschloss, nicht jeden unspezifischen Kreuzschmerz.

Zusammengefasst: Für das Stabilisationstraining gibt es beim Gleitwirbel eine tragfähige, wenn auch nicht üppige Evidenz. Das deckt sich mit dem, was ich in der Praxis sehe, und ist der Grund, warum das aktive Training bei mir im Mittelpunkt steht.

O'Sullivan PB et al.: Evaluation of specific stabilizing exercise in the treatment of chronic low back pain with radiologic diagnosis of spondylolysis or spondylolisthesis. Spine 1997;22(24):2959-2967

Was kostet eine Behandlung in Ihrer Praxis?

Die Behandlung kann nur privat abgerechnet werden. Gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten können gerne ebenfalls behandelt werden, erhalten jedoch eine Selbstzahlerrechnung, die üblicherweise nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird.

Ich rechne nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Die Höhe der Kosten richtet sich nach den individuell erforderlichen und erbrachten Leistungen. Bei einem üblichen Termin mit Beratung, Untersuchung und Behandlung liegt der Rechnungsbetrag für Selbstzahler erfahrungsgemäß bei etwa 175 €. Bei aufwendigerer Diagnostik, zusätzlichen Leistungen oder verwendeten Medikamenten kann der Betrag darüber liegen. Auf Wunsch informiere ich Sie vor der Behandlung über die voraussichtlichen Kosten.

Gleitwirbel abklären lassen in München-Sendling

Eine Überweisung benötigen Sie nicht. Bringen Sie zum ersten Termin bitte vorhandene Befunde mit, insbesondere Röntgen- oder MRT-Aufnahmen der Lendenwirbelsäule und Berichte aus einer bereits erfolgten Abklärung. Das verkürzt die Erstuntersuchung und erspart Doppeluntersuchungen.

Meine Praxis liegt in München-Sendling-Westpark am Heimeranplatz, erreichbar mit der U-Bahn (U4/U5, Haltestelle Heimeranplatz) oder über den Mittleren Ring. Patientinnen und Patienten kommen unter anderem aus Sendling, Laim, Schwanthalerhöhe, Obersendling und Thalkirchen.

 
 
Kurzfristige Termine in München Sendling-Westpark
Dr. Jonas Putzhammer
Dr. med. Jonas Putzhammer

Schulmedizin mit Blick aufs Ganze, angewandt in Form von Manueller Medizin

  • seit über 10 Jahren tätig als Spezialist für Wirbelsäulentherapie
  • Mitglied der DGMSM (Deutsche Gesellschaft für Muskuloskelettale Medizin)
  • Mitglied der ZAEN (Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.)
  • Mitglied der DÄGfA (Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V.)
 
 
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Dr. med. Jonas Putzhammer

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Ein Chiropraktiker nutzt vor allem Techniken, bei denen er seine Hände einsetzt, um Gelenke oder Körperpartien zu mobilisieren, die eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung aufweisen.

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