Der Rücken ist plötzlich wie blockiert, jede Bewegung schmerzt, und Sie kommen kaum noch aufrecht?
Das nennt man Hexenschuss oder Lumbago, einen akuten und meist unspezifischen Kreuzschmerz. In meiner Praxis in München-Sendling-Westpark kläre ich zuerst, ob hinter den Beschwerden etwas Ernsthaftes steckt, und behandle dann mit dem Ziel, den Schmerz zu lindern und Sie rasch wieder in Bewegung zu bringen.
Die gute Nachricht vorweg: Ein Hexenschuss ist sehr unangenehm, aber in aller Regel harmlos und bildet sich meist innerhalb weniger Tage bis Wochen zurück. Meine Behandlung begleitet diesen Verlauf und macht ihn erträglicher.
Kurzfristige Termine, ohne Überweisungsschein.
Ein Hexenschuss zeigt sich meist recht eindeutig, häufig sind:
Das sind Anhaltspunkte und kein Ersatz für eine Untersuchung.
Beim Hexenschuss steht am Anfang eine kurze, gezielte Untersuchung. Sie klärt, ob ein harmloser akuter Kreuzschmerz vorliegt oder ob Zeichen bestehen, die eine andere Abklärung verlangen. Erst danach behandle ich, und die Behandlung richtet sich nach dem Befund.
Manuelle Medizin bedeutet für mich zuerst untersuchen. Am Anfang stehen einige Fragen zum Auslöser und zum bisherigen Verlauf sowie eine körperliche Untersuchung mit Prüfung der Beweglichkeit, dem Tastbefund der Muskulatur und einem kurzen neurologischen Status an den Beinen.
Wichtig ist der Ausschluss von Warnzeichen. Eine Gefühlsstörung im Reithosenbereich, eine Blasen- oder Darmstörung, eine deutliche Schwäche im Bein, Fieber, ein vorausgegangener Sturz oder nächtlicher Ruheschmerz gehören abgefragt, bevor etwas anderes geschieht. Ergibt sich ein solcher Hinweis, hat die weitere Abklärung Vorrang und die manuelle Behandlung tritt zurück.
Bildgebung ist beim typischen Hexenschuss nicht nötig. Röntgen oder MRT veranlasse ich nur bei Warnzeichen, bei anhaltenden Beschwerden im Bein oder wenn sich die Lage trotz Behandlung über Wochen nicht bessert. Ein Zuviel an Bildern schadet hier eher, weil es harmlose Alterserscheinungen zeigt, die mit dem akuten Schmerz nichts zu tun haben.
Findet sich eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung an den Segmenten der Lendenwirbelsäule, behandle ich manuell. Ich löse blockierte Segmente mit Mobilisation, entspanne die verkrampfte Muskulatur mit gezielten Handgriffen und setze eine Manipulation nur dann ein, wenn der Befund dafür spricht und nichts dagegen. Es geht dabei nicht darum, etwas einzurenken, sondern die reflektorische Verspannung zu lösen und die schmerzfrei mögliche Bewegung zu vergrößern.
Wie stark die Beschwerden danach nachlassen, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Zeigen sich Hinweise auf eine gereizte Nervenwurzel, etwa ein Schmerz mit Taubheit oder Schwäche bis ins Bein, ändert das mein Vorgehen. Was in diesem Fall zu beachten ist, habe ich auf meiner Seite zum Bandscheibenvorfall genauer beschrieben.
In den ersten Tagen ist eine ausreichende Schmerzlinderung wichtig, weil sie Bewegung überhaupt erst wieder möglich macht. Welche Mittel infrage kommen, richtet sich nach Ihren Vorerkrankungen und weiteren Medikamenten, das bespreche ich individuell. Wärme, etwa über ein Kirschkernkissen oder ein warmes Bad, wird von vielen als wohltuend erlebt und hilft der verspannten Muskulatur, lockerzulassen.
Ist die Muskulatur sehr stark verkrampft oder hält ein hartnäckiger Schmerzpunkt an, setze ich gezielte Injektionen ein. Beim Quaddeln spritze ich geringe Mengen eines Lokalanästhetikums oberflächlich über das betroffene Segment und an druckschmerzhafte Muskelpunkte, bei Bedarf tiefer an die kleinen Wirbelgelenke. So lässt sich die Schmerzspitze abfangen und der Kreislauf aus Schmerz und Anspannung an einer Stelle unterbrechen.
Ergänzend setze ich bei ausgeprägter Verspannung Akupunktur ein. Zu ihrem Nutzen beim Kreuzschmerz gibt es Untersuchungen. Ich verstehe sie als begleitende Maßnahme, die auf die Spannungs- und Schmerzkomponente zielt.
Ein wichtiger Schutz vor einem langwierigen Verlauf ist, früh wieder in Bewegung zu kommen. Das ist der klarste Punkt in allen Leitlinien: Bettruhe verzögert die Erholung, während sanfte Bewegung sie unterstützt. Ich zeige einfache, schonende Bewegungen für die erste Zeit und steigere die Belastung so, wie die Beschwerden es zulassen.
Sobald der akute Schmerz nachlässt, geht es darum, den Rücken wieder zu belasten statt ihn zu schonen. Wer nach einem Hexenschuss in die Schonhaltung geht und aus Angst Bewegung meidet, verlängert den Verlauf oft unnötig. Genau hier setzt die Beratung an, die für mich zur Behandlung dazugehört.
Über den Ablauf und mögliche Reaktionen spreche ich vor jeder manuellen Behandlung und jeder Injektion mit Ihnen. Ein kurzzeitig verstärkter Schmerz oder ein Muskelkatergefühl im Anschluss sind häufig und gehen rasch vorbei. Ernste Zwischenfälle sind bei sachgemäßer Durchführung selten, ganz auszuschließen sind sie nicht.
Gegen eine Manipulation sprechen unter anderem der Verdacht auf einen frischen Wirbelbruch, eine ausgeprägte Osteoporose, eine Nervenwurzelreizung mit zunehmenden Ausfällen, entzündliche oder tumoröse Prozesse sowie ein Verdacht auf ein Cauda-equina-Syndrom. Solche Situationen prüfe ich vor jeder Behandlung, und in ihrer Gegenwart wird nicht manipuliert.
Hexenschuss ist der volkstümliche Name für einen plötzlich einschießenden Schmerz im unteren Rücken, medizinisch Lumbago oder akuter Kreuzschmerz. Er tritt meist ohne Vorwarnung auf, oft nach einer alltäglichen Bewegung, und geht mit einer deutlichen Verspannung der Rückenmuskulatur einher.
In den allermeisten Fällen ist der Hexenschuss unspezifisch. Das heißt, es lässt sich keine einzelne, klar umschriebene Ursache benennen, und genau das ist eine gute Nachricht, denn es spricht gegen eine ernsthafte Schädigung. Beteiligt sind in der Regel die kleinen Wirbelgelenke, die Bänder und vor allem die Muskulatur, die sich schützend anspannt.
Wichtig zur Einordnung: Ein Hexenschuss ist nicht dasselbe wie ein Bandscheibenvorfall. Beim reinen Hexenschuss bleibt der Schmerz im Rücken oder strahlt allenfalls diffus ins Gesäß aus, ohne Taubheit oder Kraftverlust im Bein.
Häufig lässt sich kein einzelner Grund benennen. Oft ist es eine an sich harmlose Bewegung, die das Fass zum Überlaufen bringt, seltener das eigentliche Problem. Typische Auslöser sind:
Bei einem Teil der Betroffenen lässt sich gar kein Auslöser finden, und das spricht weder gegen die Beschwerden noch gegen ihre gute Behandelbarkeit. Zugrunde liegt meist ein Zusammenspiel aus einer gereizten Struktur und einer kräftig gegensteuernden Muskulatur.
Die heftige Verspannung ist kein Fehler des Körpers, sondern ein Schutzreflex. Meldet eine gereizte Struktur im Bewegungssegment Schmerz, spannt der Körper die umliegende Muskulatur reflexartig an, um den Bereich ruhigzustellen. Diese Schonung ist kurzfristig sinnvoll, wird aber selbst zum Problem, wenn sie anhält.
Denn die verkrampfte Muskulatur schmerzt ihrerseits und schränkt die Bewegung weiter ein. So entsteht ein Kreislauf aus Schmerz, Anspannung und Bewegungsvermeidung, der sich selbst unterhält. Ihn frühzeitig zu unterbrechen, durch Schmerzlinderung, gelöste Muskulatur und behutsame Bewegung, ist der eigentliche Kern der Behandlung.
Der Verlauf ist in aller Regel günstig. Die meisten Betroffenen spüren schon nach wenigen Tagen eine deutliche Besserung, und der größte Teil ist innerhalb von zwei bis sechs Wochen wieder beschwerdefrei. Diese günstige Grundtendenz besteht weitgehend unabhängig davon, welche einzelne Maßnahme gewählt wird, und sie ist der wichtigste Grund, in der akuten Phase gelassen und aktiv zu bleiben.
Nicht ungewöhnlich ist, dass ein Hexenschuss im Leben mehr als einmal auftritt. Das ist kein Zeichen für einen kaputten Rücken, sondern für eine Neigung zu muskulären Verspannungen. Regelmäßige Bewegung und eine kräftige Rumpfmuskulatur senken die Wahrscheinlichkeit, dass es erneut passiert.
Beide beginnen oft ähnlich, unterscheiden sich aber in einem entscheidenden Punkt. Der Hexenschuss bleibt im Rücken, die Muskulatur ist verspannt, und der Schmerz ist stark bewegungsabhängig. Nervenzeichen im Bein fehlen.
Für einen Bandscheibenvorfall sprechen dagegen ein Schmerz, der als schmaler Streifen bis unter das Knie oder in den Fuß zieht, ein Verstärken beim Husten, Niesen oder Pressen sowie Taubheit, Kribbeln oder Kraftverlust im Bein. Zeigen sich diese Zeichen, untersuche ich gezielt in diese Richtung. Mehr dazu auf meiner Seite zum Bandscheibenvorfall.
In der ersten Phase hilft eine Kombination aus drei Dingen: die Schmerzspitze mit einem geeigneten Schmerzmittel abfangen, Wärme auf die verspannte Muskulatur geben und trotz allem in sanfter Bewegung bleiben. Die oft empfohlene Stufenlagerung mit angewinkelten Beinen kann kurzfristig entlasten, sollte aber keine tagelange Ruhigstellung werden.
Vermeiden sollten Sie strikte Bettruhe und die komplette Schonung, weil beides die Erholung nachweislich verzögert. Bessern sich die Beschwerden nach einigen Tagen nicht oder kommen Zeichen im Bein hinzu, ist eine Untersuchung angezeigt.
Meist nur kurz. Der Höhepunkt der Beschwerden liegt in den ersten ein bis zwei Tagen, danach lässt der Schmerz in der Regel spürbar nach. Ein großer Teil der Betroffenen ist innerhalb von zwei Wochen deutlich besser, die meisten übrigen innerhalb von sechs Wochen.
Zieht sich der Schmerz länger hin, liegt das seltener an einer schweren Schädigung als an einem festgefahrenen Kreislauf aus Verspannung und Schonhaltung. Genau dann lohnt sich eine Untersuchung, um diesen Kreislauf gezielt zu durchbrechen, bevor sich die Beschwerden einnisten.
Für den akuten Kreuzschmerz gibt es keine einzelne Wunderbehandlung. Mehrere Ansätze wirken ähnlich gut: eine angemessene Schmerzlinderung, aktiv bleiben, manuelle Behandlung und Wärme. Der gemeinsame Nenner ist, den Schmerz so weit zu senken, dass Bewegung wieder möglich wird.
Ich kombiniere diese Bausteine nach Befund. Die manuelle Behandlung kann die verspannte Muskulatur lösen und die Beweglichkeit rascher zurückbringen, die aktive Bewegung trägt den Verlauf. Was im Einzelfall am meisten hilft, unterscheidet sich, deshalb lege ich mich nicht auf ein festes Schema fest.
Sofort in die Notaufnahme gehören ein tauber Sattelbereich zwischen den Beinen, ein plötzlicher Verlust der Kontrolle über Blase oder Darm und eine rasch zunehmende Schwäche oder Lähmung im Bein. Diese Zeichen sind selten, aber ernst und dulden keinen Aufschub.
Zeitnah, aber ohne Notfallcharakter, sollten Sie sich vorstellen bei Schmerz, der bis unter das Knie zieht und von Taubheit oder Schwäche begleitet wird, bei Fieber zusammen mit Rückenschmerz, nach einem Sturz, bei bekannter Osteoporose oder Tumorerkrankung sowie dann, wenn sich trotz vernünftigem Verhalten nach einigen Tagen nichts bessert.
Sie kann helfen, mit realistischer Erwartung. Für den akuten Kreuzschmerz ist der Nutzen einer manuellen Behandlung in Studien belegt, aber von bescheidener Größe und vergleichbar mit anderen aktiven Maßnahmen. Sinnvoll ist sie vor allem, um eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung zu lösen und rascher wieder beweglich zu werden.
Voraussetzung ist, dass zuvor die Warnzeichen ausgeschlossen wurden und keine Gegenanzeige vorliegt. Bei einer Nervenwurzelreizung mit Ausfällen, bei ausgeprägter Osteoporose oder bei Verdacht auf einen Bruch wird nicht manipuliert. Diese Prüfung nehme ich vor jeder Behandlung vor.
In der ganz akuten Phase geht es nicht um Training, sondern um sanfte Bewegung. Hilfreich sind ein langsames Aufstehen über die Seitlage, kurze Spaziergänge und behutsames Aufrichten und Beugen im schmerzfreien Bereich. Alles, was den Rücken in Bewegung hält, ohne ihn zu überfordern, ist gut.
Sobald der Schmerz nachlässt, folgt der Aufbau von Kraft und Beweglichkeit, damit der nächste Hexenschuss unwahrscheinlicher wird. Welche Übungen dann passen, hängt von Ihnen ab, und ich zeige sie in der Praxis, statt hier allgemeine Anleitungen zu geben, die in der akuten Phase auch schaden können.
Zur manuellen Behandlung beim akuten Kreuzschmerz gibt es eine große Übersichtsarbeit von Paige und Mitarbeitern aus dem Jahr 2017, erschienen in der Fachzeitschrift JAMA. Zusammengefasst wurden fünfzehn kontrollierte Studien mit zusammen 1711 Patientinnen und Patienten.
Das Ergebnis fällt ehrlich gemischt aus. Die manuelle Behandlung war mit einer statistisch nachweisbaren, im Ausmaß aber bescheidenen Verbesserung von Schmerz und Funktion innerhalb von sechs Wochen verbunden, etwa in der Größenordnung entzündungshemmender Schmerzmittel. Schwerwiegende Zwischenfälle traten in keiner der Studien auf, vorübergehende harmlose Reaktionen wie kurzzeitig verstärkter Schmerz oder Muskelkater waren häufig. Die Autoren betonen, dass keine einzelne Behandlung des akuten Kreuzschmerzes den anderen klar überlegen ist.
Für mich ist das ein stimmiges Bild: Die manuelle Behandlung ist ein hilfreiches Werkzeug, um rascher wieder in Bewegung zu kommen, aber kein Wundermittel. Den Verlauf trägt am Ende die Erholung des Körpers, die sich mit Aktivität unterstützen lässt.
Paige NM et al.: Association of Spinal Manipulative Therapy With Clinical Benefit and Harm for Acute Low Back Pain. JAMA 2017;317(14):1451-1460
Kinkade S: Evaluation and Treatment of Acute Low Back Pain. American Family Physician 2007;75(8):1181-1188
Die Behandlung kann nur privat abgerechnet werden. Gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten können gerne ebenfalls behandelt werden, erhalten jedoch eine Selbstzahlerrechnung, die üblicherweise nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird.
Ich rechne nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Die Höhe der Kosten richtet sich nach den individuell erforderlichen und erbrachten Leistungen. Bei einem üblichen Termin mit Beratung, Untersuchung und Behandlung liegt der Rechnungsbetrag für Selbstzahler erfahrungsgemäß bei etwa 175 €. Bei aufwendigerer Diagnostik, zusätzlichen Leistungen oder verwendeten Medikamenten kann der Betrag darüber liegen. Auf Wunsch informiere ich Sie vor der Behandlung über die voraussichtlichen Kosten.
Beim akuten Hexenschuss zählt oft der schnelle Termin. Eine Überweisung benötigen Sie nicht. Vorhandene Vorbefunde bringen Sie bitte mit, ebenso eine Liste Ihrer Medikamente, weil sie für die Auswahl der Schmerzbehandlung wichtig ist.
Meine Praxis liegt in München-Sendling-Westpark am Heimeranplatz, erreichbar mit der U-Bahn (U4/U5, Haltestelle Heimeranplatz) oder über den Mittleren Ring. Patientinnen und Patienten kommen unter anderem aus Sendling, Laim, Schwanthalerhöhe, Obersendling und Thalkirchen.
Schulmedizin mit Blick aufs Ganze, angewandt in Form von Manueller Medizin
Ausgewählte Google-Bewertung im Originalwortlaut.

Ein Chiropraktiker nutzt vor allem Techniken, bei denen er seine Hände einsetzt, um Gelenke oder Körperpartien zu mobilisieren, die eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung aufweisen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin basiert Akupunktur auf der Annahme, dass Kanäle lebenswichtiger Energie in regelmäßigen Mustern im Inneren des Körpers und über dessen Oberfläche verlaufen.

Die Neuraltherapie ist eine Injektionstherapie, bei der ein Lokalanästhetikum an gezielt ausgewählte Stellen eingebracht wird, um Schmerzmuster zu unterbrechen und die Durchblutung im Gewebe zu verbessern.

Bei einer Funktionsstörung der Kopfgelenke behandle ich ausschließlich manuell, mit osteopathischen Techniken und Chirotherapie, ohne Geräte und ohne standardisiertes Schema.
Kontaktadresse
Dr. med. Jonas Putzhammer
Hansastraße 27e
81373 München
Telefon: 089 62021990 | E-Mail: nfjnsptzhmmrd