Konservative Behandlung von Okzipitalneuralgie, Arnold-Neuralgie und Hinterkopfschmerz
Sie suchen einen Arzt, der Ihre Occipitalneuragie systematisch diagnostiziert und deren Ursache gezielt angeht? Die Occipitalneuralgie lässt sich nur durch eine spezielle Behandlung der oberen Halswirbelsäule und der Hinterhauptsregion therapieren.
Als Wirbelsäulenspezialist mit Schwerpunkt auf Chirotherapie und Manueller Medizin behandle ich Patientinnen und Patienten mit quälenden Hinterkopfschmerzen, die durch übliche Kopfschmerzmittel nicht beherrschbar sind.
Kurzfristige Termine. Eine Überweisung ist nicht erforderlich.
Die Occipitalneuralgie wird häufig jahrelang als Migräne oder Spannungskopfschmerz fehlgedeutet. Mit präziser Diagnostik der Kopfgelenke und der Nervenaustrittsstellen lässt sich die richtige Ursache identifizieren.
Die Occipitalneuralgie entsteht in den meisten Fällen durch mechanische Reizung des Okzipitalnervs, durch Muskelverspannungen und Blockierungen im Bereich der oberen Halswirbelsäule. Mein therapeutischer Ansatz setzt genau dort an. Welche Verfahren ich kombiniere, entscheide ich nach Befund und Beschwerdebild.
Im Mittelpunkt der Behandlung steht die gezielte osteopathische und chirotherapeutische Behandlung der oberen Halswirbelsäule. Blockierungen in den Segmenten C1 und C2 (Atlas und Axis) beeinträchtigen den Verlauf des Nervus occipitalis major direkt und lösen die typischen Hinterkopfschmerzen aus. Durch spezielle, manuelle Techniken löse ich diese Blockierungen, und stelle die Funktion dieser Wirbel der Gelenke wieder her. So entlaste ich den gereizten Okzipitalnerv. Auch eine atlantookzipitale Dysfunktion, eine Funktionsstörung des Übergangs zwischen Atlas und Schädel, behandle ich gezielt.
Die Atlastherapie richtet sich spezifisch an den obersten Halswirbel. Eine Blockade bzw. eine Funktionsstörung kann über reflektorische Muskelanspannungen den Nervus occipitalis major einengen. Die Behandlung des Atlas detonisiert die Muskulatur und reduziert den Druck auf den Occipitalnerv.
Manchmal ist die Occipitalneuralgie Teil eines komplexen Zervikalsyndroms, ein Schmerzsyndrom der Halswirbelsäule mit lokalen Entzündungen, Nackenschmerzen, Verspannungen, steifem Nacken und in die Schultern ausstrahlenden Beschwerden. Ich untersuche die gesamte HWS und behandle alle beteiligten Segmente, um nachhaltige Beschwerdefreiheit zu erreichen.
Durch feine subkutane Quaddelungen oder Injektionen an Triggerpunkte und Faszien löse ich Verspannungen und unterbreche neuronale Reize. Reizungen von Sehnenansätzen, Bändern oder Gelenkkapseln sprechen gut auf Proliferationstherapie an, bei der Glucose in Verbindung mit einem Lokalanästhetikum zum Einsatz kommt. Bei Bedarf lassen sich mit gezielten Infiltrationen an die kleinen Facettengelenke der Halswirbelsäule entzündliche Prozesse in der Umgebung von Nerven beruhigen.
Akupunktur setze ich zur grundlegenden Schmerztherapie ein. Durch die Veränderung der Schmerzwahrnehmung löst sie muskuläre Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich. Kopfschmerzen und Occipitalneuralgie werden dadurch in FRequnz und Intensität positiv beeinlflusst.
Die Occipitalneuralgie (auch Okzipitalneuralgie oder Arnold-Neuralgie) ist ein chronisches Schmerzsyndrom, das von den Hinterhauptsnerven, den Okzipitalnerven, ausgeht. Es handelt sich um einen Nervenschmerz am Hinterkopf, der sich durch stechende, anfallsartige Schmerzen auszeichnet. Sie strahlen vom oberen Nacken über den Hinterkopf bis zum Scheitel, gelegentlich auch bis zur Stirn oder zu den Augen. Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) klassifiziert die Occipitalneuralgie als eigene Diagnose innerhalb der Kopfschmerzsyndrome. Aufgrund der Intensität und des Ausstrahlungsmusters wird sie häufig mit Migräne, Spannungskopfschmerz oder zervikogenem Kopfschmerz verwechselt.
In den meisten Fällen liegt der Occipitalneuralgie eine mechanische Reizung oder Kompression des Okzipitalnervs zugrunde:
Der große Hinterhauptsnerv (Nervus occipitalis major) ist ein peripherer Nerv, der aus dem zweiten Halswirbelsegment (C2) entspringt. Er verläuft unter den tiefen Nackenmuskeln hindurch und tritt am Übergang von Nacken zu Hinterkopf, unterhalb der Schädelbasis, an die Oberfläche. Von dort zieht er über den Hinterkopf in Richtung Scheitel und versorgt die Haut dieses Bereichs sensibel. Der kleine Hinterhauptsnerv (Nervus occipitalis minor) entspringt aus C2 und C3 und versorgt die seitliche und untere Hinterkopfregion sowie den Bereich hinter dem Ohr. Auch er kann von der Neuralgie betroffen sein, dann strahlen die Schmerzen bis zur Schläfe oder dem Auge aus.
Weil beide Nerven unmittelbar aus der HWS stammen und durch die tiefe Nackenmuskulatur verlaufen, können Blockierungen und Verspannungen in diesem Bereich direkt zu Nervenschmerzen führen. Das Nervensystem reagiert auf mechanische Irritationen mit Schmerzsignalen, Sensibilitätsstörungen und muskulären Schutzspannungen. Eine präzise Behandlung muss deshalb genau dort ansetzen, wo der Nerv mechanisch gereizt wird, an den Kopfgelenken und der Nackenmuskulatur.
Die Diagnose einer Occipitalneuralgie stelle ich klinisch durch eine sorgfältige Anamnese und körperliche Untersuchung. Typisch ist die Druckempfindlichkeit an den Nervenaustrittsstellen am Übergang von Nacken zum Hinterkopf. Ein weiteres diagnostisches Kriterium ist das Ansprechen auf eine lokale Betäubung des Nervs (diagnostischer Block). Bildgebende Verfahren wie MRT oder CT der HWS kommen ergänzend zum Einsatz, um strukturelle Ursachen auszuschließen.
Unbehandelt neigt die Occipitalneuralgie zur Chronifizierung. Die Schmerzschwelle sinkt, die Anfälle werden häufiger, und das Nervensystem entwickelt eine zunehmende Überempfindlichkeit. Frühzeitige ursächliche Therapie verhindert diesen Verlauf.
Bei Occipitalneuralgie erzielt man den größten Erfolg, wenn die mechanische Kompression sowie die entzündliche Komponente der Nervenreizung behoben wird. Blockierungen und Verspannungen im Bereich der oberen HWS müssen gezielt durch chirotherapeutische Techniken, manuelle Medizin, Atlastherapie und gegebenenfalls Neuraltherapie behandelt werden. Reine Schmerzmittel bekämpfen nur das Symptom und führen nicht zu dauerhafter Linderung. In meiner Praxis kläre ich zunächst die genaue Ursache der Ursache, bevor ich ein individuelles Therapiekonzept erstelle.
Eine Occipitalneuralgie kann sich in Einzelfällen spontan bessern, wenn der auslösende Faktor wegfällt. Sie neigt ohne Behandlung zur Chronifizierung. Die Schmerzdauer variiert stark. Manche Patienten berichten von Anfällen über wenige Minuten, andere leiden über Wochen und Monate. Mit gezielter konservativer Therapie lässt sich die Beschwerdedauer deutlich verkürzen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser die Prognose.
Die Occipitalneuralgie ist primär keine Erkrankung zum Operieren. Die konservative Therapie aus Chirotherapie, manueller Medizin, Atlastherapie, Neuraltherapie und gezielten Infiltrationen ist bei mechanisch bedingter Okzipitalneuralgie sehr wirksam. Operative Eingriffe wie Nervenstimulation oder Dekompression bleiben therapieresistenten Ausnahmefällen vorbehalten, in denen konservative Maßnahmen über einen langen Zeitraum keinen Erfolg gebracht haben.
Sanfte Dehnübungen für die HWS und Nackenmuskulatur ergänzen eine ärztliche Behandlung. Besonders sinnvoll sind langsame Nickbewegungen des Kopfes (Kinn zur Brust), seitliche Neigebewegungen sowie Dehnungen der subokzipitalen Muskulatur, also der tiefen Muskeln direkt unterhalb des Hinterkopfes. Rotationen in den Schmerzbereich sollen vermieden werden. Welche Übungen in Ihrem Fall geeignet sind, bespreche ich mit Ihnen in der Praxis. Falsch ausgeführte Übungen können die Reizung des Okzipitalnervs verstärken.
Bei Auftreten von plötzlichen, sehr starken Hinterkopfschmerzen (sogenannter Donnerschlagkopfschmerz), welche von Nackensteifigkeit, Fieber, Sehstörungen, Schwindel, Erbrechen oder Lähmungserscheinungen begleitet werden, ist sofortige ärztliche Abklärung erforderlich. Dies können Zeichen einer ernsthaften Erkrankung wie einer Subarachnoidalblutung oder Meningitis sein. Auch anhaltende, wiederkehrende Hinterkopfschmerzen ohne bekannte Ursache sollten zeitnah abgeklärt werden.
Die chirotherapeutische Behandlung der oberen HWS gehört zu den wirksamsten konservativen Ansätzen bei Occipitalneuralgie. Durch gezielte Korrekturen von Blockierungen in den Segmenten C1 und C2 wird der gereizte Okzipitalnerv mechanisch entlastet, die umgebende Muskulatur entspannt sich, und die Schmerzintensität nimmt in vielen Fällen rasch ab. Besonders bei einer begleitenden atlantookzipitalen Dysfunktion oder einem Zervikalsyndrom zeigt die Chirotherapie ausgezeichnete Ergebnisse.
Nicht geeignet ist Chirotherapie als Therapie bei akuten Bandverletzungen der oberen HWS (etwa nach frischem Schleudertrauma mit instabiler HWS) oder bei akutem Bandscheibenvorfall der HWS mit progredienten neurologischen Ausfällen. Auch bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen mit Beteiligung der oberen HWS (etwa atlantoaxiale Instabilität bei rheumatoider Arthritis), bei Verdacht auf eine zentrale Ursache (Donnerschlagkopfschmerz, Subarachnoidalblutung, Meningitis) oder bei fortgeschrittener Osteoporose mit Frakturrisiko ist Chirotherapie nur eingeschränkt anwendbar. Bei Gefäßerkrankungen der halsäulennahen Arterien ist die Anwendung kontraindiziert. Bei Verdacht auf eine strukturelle oder neurologische Ursache veranlasse ich eine entsprechende Abklärung.
Die Occipitalneuralgie ist durch stechende Schmerzen im Hinterkopf charakterisiert, ausgehend von einer Reizung des Nervus occipitalis major. Studien zeigen, dass konservative manuelle Behandlung der oberen HWS wirksam ist. Sahai-Srivastava et al. (2012) dokumentierten gute Ergebnisse mit manueller Therapie bei Occipitalneuralgie. Jull et al. (2008) belegten, dass gezielte manuelle Behandlung der HWS-Gelenke zervikogene Kopfschmerzen signifikant reduziert.
Martin T. Taylor, DO, PhD (2016): Treatment Options for Cranial Neuralgias — Practical Neurology
In meiner Praxis sehe ich viele Patientinnen und Patienten mit langem Leidensweg, deren Hinterkopfschmerzen jahrelang als Migräne oder Spannungskopfschmerz fehlgedeutet wurden. Eine präzise Diagnostik der Kopfgelenke und Nervenaustrittsstellen identifiziert die Occipitalneuralgie. Die gezielte chirotherapeutische Behandlung entlastet den Nerv, die Schmerzintensität nimmt in vielen Fällen rasch ab. Aus Sendling, Laim, Schwanthalerhöhe, Obersendling, Thalkirchen und dem gesamten Münchner Süden finden Patientinnen und Patienten in meine Praxis. Sie liegt am Heimeranplatz in Sendling-Westpark, direkt an der U-Bahn-Station (U4/U5). Eine Tiefgarage im Haus erleichtert die Anfahrt.
Schulmedizin mit Blick aufs Ganze, angewandt in Form von Manueller Medizin

Ein Chiropraktiker nutzt vor allem Techniken, bei denen er seine Hände einsetzt, um Gelenke oder Körperpartien zu mobilisieren, die eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung aufweisen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin basiert Akupunktur auf der Annahme, dass Kanäle lebenswichtiger Energie in regelmäßigen Mustern im Inneren des Körpers und über dessen Oberfläche verlaufen.

Die Neuraltherapie ist eine Injektionstherapie, bei der mit einem Lokalanästhetikum die körpereigenen Selbstheilungskräfte anregt werden, um akute und chronische Krankheiten zu behandeln.

Eine Funktionsstörung des Atlas kann vielschichtig sein. Am häufigsten ist eine Atlasblockierung. Sie geht mit einer eingeschränkten Beweglichkeit, sowie einer erhöhten Muskelspannung einher.
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Dr. med. Jonas Putzhammer
Hansastraße 27e
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