Bei Ihnen wurde ein Bandscheibenvorfall festgestellt, oder die bisherige Behandlung hat nicht geholfen?
In meiner Praxis nahe dem Heimeranplatz in München behandle ich Bandscheibenvorfälle ohne Operation. Ziel ist es, die gereizte Nervenwurzel zu entlasten, den Schmerz zu senken und Ihnen die Beweglichkeit zurückzugeben. Ob das in Ihrem Fall gelingt, zeigt sich aus dem Befund und aus dem Verlauf der ersten Wochen. Ich sage Ihnen offen, wenn ich die Grenzen der konservativen Behandlung erreicht sehe.
Kurzfristige Termine, ohne Überweisungsschein.
Wenn Ihnen auch nur ein Punkt bekannt vorkommt, lohnt sich eine gezielte Abklärung. Je genauer feststeht, welche Nervenwurzel betroffen ist, desto gezielter kann behandelt werden.
Ein Bandscheibenvorfall, ob an der Lendenwirbelsäule oder an der Halswirbelsäule, erfordert in den wenigsten Fällen eine schnelle Operation. Der Körper baut ausgetretenes Bandscheibengewebe über Wochen bis Monate selbst ab. Die Aufgabe der Behandlung ist es, diese Zeit erträglich zu machen, die Nervenwurzel zu entlasten und zu verhindern, dass sich der Schmerz festsetzt.
Mein Vorgehen kombiniert Schmerzlinderung, Entzündungshemmung, Entspannung der Muskulatur und Mobilisation der Wirbelsäule. Welche Verfahren zum Einsatz kommen, entscheide ich nach Befund, Ausmaß der Nervenreizung und Ihrem Beschwerdebild.
Manuelle Medizin heißt für mich nicht einrenken, sondern zuerst untersuchen. Am Anfang steht eine gründliche körperliche Untersuchung: orthopädische Tests, die Prüfung der aktiven und passiven Beweglichkeit, der Tastbefund an Muskulatur und Wirbelgelenken sowie ein neurologischer Status mit Reflexen, Kraft und Sensibilität.
Ein Teil davon lässt sich nicht messen, sondern nur ertasten: die Konsistenz des Gewebes, der Widerstand am Ende einer Bewegung, die Stelle, an der ein Schmerz tatsächlich sitzt, und Ihre Reaktion darauf. Erst aus diesem Gesamtbild ergibt sich, welche Struktur die Beschwerden unterhält und wo die Behandlung ansetzen muss.
MRT- und Röntgenbefunde beziehe ich selbstverständlich ein, ersetzen können sie die Untersuchung aber nicht. Bandscheibenvorfälle finden sich auch bei Menschen ohne jede Beschwerde. Entscheidend ist, ob der Befund im Bild zu dem passt, was die Untersuchung am Patienten zeigt.
Ein Bandscheibenvorfall bleibt selten auf ein Segment beschränkt. Die umgebende Muskulatur reagiert mit Schutzspannung, benachbarte Gelenke übernehmen die Bewegung, die das betroffene Segment nicht mehr zulässt, und die Faszien passen sich dieser Schonhaltung an. Diese Muskulatur wird im Verlauf zu einer eigenen Schmerzquelle und muss deshalb immer mitbehandelt werden.
Ich behandle daher nicht das Segment allein, sondern die funktionell zusammengehörende Einheit: angrenzende Muskulatur, benachbarte Gelenke sowie faszial und neuronal verbundene Strukturen. Dafür nutze ich das gesamte Spektrum der manuellen Medizin und wähle nach Befund und Reizzustand aus: Mobilisation, Manipulation, Muskelenergietechniken (MET), myofasziale Techniken, Strain-Counterstrain, Triggerpunktbehandlung, Dry Needling und osteopathische Techniken.
Ergänzend kommen Wärme, dosierte Bewegung und in der akuten Phase auch muskelentspannende Medikamente infrage.
Ein Bandscheibenvorfall löst im betroffenen Segment eine Entzündungsreaktion aus. Die Nervenwurzel schwillt an und wird zusätzlich zur mechanischen Bedrängung chemisch gereizt. Genau dort setzen gezielte Infiltrationen an.
Bei der periradikulären Therapie bringe ich den Wirkstoff unmittelbar an die betroffene Nervenwurzel, bei Bedarf auch in den Periduralraum. Je nach Situation verwende ich Lokalanästhetika, entzündungshemmende Wirkstoffe oder naturheilkundliche Präparate. An Gelenken setze ich zusätzlich Hyaluronsäure ein.
Die Infiltration ist dabei kein Selbstzweck. Sie senkt den Schmerz so weit, dass manuelle Behandlung und Bewegungstherapie überhaupt möglich werden, und verschafft dem Körper die Zeit, die er für den Abbau des Vorfalls braucht.
Bei der Neuraltherapie bringe ich kleine Mengen eines Lokalanästhetikums, meist Procain, gezielt ins Gewebe ein: als feine Quaddeln in die Haut über dem betroffenen Segment, an Triggerpunkte oder an schmerzhafte Sehnenansätze.
Zwei Wirkungen stehen dabei im Vordergrund. Zum einen unterbricht die vorübergehende Blockade der schmerzleitenden Fasern den ständigen Reizstrom zum Rückenmark. Bei länger bestehenden Schmerzen kann das die Erregbarkeit im Hinterhorn senken und ein eingefahrenes Schmerzmuster durchbrechen. Zum anderen werden die begleitenden sympathischen Fasern mitbeeinflusst: Die Gefäße weiten sich, die Durchblutung im Gewebe nimmt zu. Damit lässt sich der Kreislauf aus Minderdurchblutung, Schmerz und steigender Muskelspannung an einer Stelle unterbrechen.
Über denselben Zugang bringe ich bei Bedarf naturheilkundliche Wirkstoffe in Kombination mit Procain ein. Wie stark und wie lange eine Behandlung wirkt, ist individuell verschieden und lässt sich vorab nicht zusagen.
Akupunktur setze ich ergänzend ein, zur Schmerzlinderung und zur Entspannung. Feine Nadelreize wirken lösend auf Skelettmuskulatur, Faszien und Bindegewebe und können die Schmerzwahrnehmung beeinflussen. Bei ausgeprägten Beschwerden verbessert das häufig die Verträglichkeit der übrigen Behandlung. Für Patientinnen und Patienten, die Wert auf ein naturheilkundliches Verfahren legen, ist sie oft der bevorzugte Einstieg.
Ich begleite Sie über den gesamten Behandlungsverlauf: Auswertung von MRT- und Röntgenbefunden, Akutbehandlung, Verordnung von Physiotherapie sowie, wo sinnvoll, von Bandagen oder Orthesen. Sobald der Reizzustand es zulässt, geht es an den Aufbau der tiefen Rumpfmuskulatur, denn ohne diesen Schritt bleibt das Rückfallrisiko hoch.
Dazu gehört auch die andere Richtung. Wenn neurologische Ausfälle bestehen, wenn sich der Befund verschlechtert oder wenn die konservative Behandlung nach mehreren Wochen nicht greift, empfehle ich Ihnen die operative Abklärung. Diese Einschätzung offen auszusprechen, gehört für mich zur Behandlung dazu.
Ein Bandscheibenvorfall (medizinisch Diskusprolaps) bezeichnet den Austritt des weichen, gelartigen Kerns einer Bandscheibe, des Nucleus pulposus, durch den äußeren Faserring, den Anulus fibrosus. Dieses ausgetretene Gewebe kann auf eine benachbarte Nervenwurzel oder auf das Rückenmark drücken und die typischen Beschwerden auslösen.
Eine Vorstufe ist die Bandscheibenprotrusion. Hier ist der Faserring noch intakt, wölbt sich aber nach außen vor. Schon diese Vorwölbung kann eine Nervenwurzel reizen und Schmerzen verursachen, ohne dass ein echter Prolaps vorliegt. Die Unterscheidung ist für die Behandlung wichtig, weil sich beide Formen unterschiedlich verhalten.
Ein Bandscheibenvorfall entsteht selten durch ein einzelnes Ereignis. Meist ist es ein schleichender Prozess, bei dem mehrere Faktoren zusammenkommen:
Die Lendenwirbelsäule ist mit rund 90 Prozent aller Fälle am häufigsten betroffen, da sie die Hauptlast des Rumpfes trägt. Auf die Halswirbelsäule entfallen etwa 10 Prozent. Vorfälle der Brustwirbelsäule sind mit ein bis zwei Prozent selten, weil dieser Abschnitt durch den Brustkorb stabilisiert und kaum bewegt wird.
Jede Bandscheibe arbeitet wie ein hydraulischer Stoßdämpfer: Der weiche Kern verteilt Druckkräfte gleichmäßig, der feste Faserring hält alles zusammen. Zwischen je zwei Wirbeln liegt das Foramen intervertebrale, eine Öffnung, durch die der Spinalnerv den Wirbelkanal verlässt. Tritt Bandscheibengewebe in Richtung dieser Öffnung oder in den Spinalkanal aus, wird die Nervenwurzel gereizt oder eingeengt. Das erklärt Schmerzen, Kribbeln und im ungünstigen Fall auch Lähmungserscheinungen.
Zur mechanischen Enge kommt eine chemische Komponente. Das ausgetretene Gewebe löst eine Entzündungsreaktion aus, die die Nervenwurzel zusätzlich empfindlich macht. Deshalb passen Größe des Vorfalls und Stärke der Schmerzen oft nicht zusammen: Kleine Vorfälle können sehr schmerzhaft sein, große mitunter kaum spürbar.
Bei sehr ausgeprägten Vorfällen im Bereich der Lendenwirbelsäule kann die Cauda equina stark komprimiert werden. Anzeichen dafür sind Gefühlsstörungen an der Innenseite der Oberschenkel und im Bereich des Afters sowie Störungen der Blasen- oder Mastdarmfunktion. Das ist ein Notfall und erfordert sofortige ärztliche Abklärung.
Die Diagnose beginnt mit der körperlichen Untersuchung: Ich prüfe Reflexe, Kraft und Sensibilität, führe spezifische Tests wie das Lasègue-Zeichen durch und erhebe eine ausführliche Anamnese. Daraus ergibt sich in der Regel bereits, welche Nervenwurzel betroffen ist.
Das wichtigste bildgebende Verfahren ist die Magnetresonanztomografie (MRT). Sie stellt Bandscheiben, Nerven und Rückenmark ohne Strahlenbelastung dar und zeigt Lage, Größe und Richtung des Vorfalls. Eine Röntgenaufnahme kann ergänzend degenerative Veränderungen an Wirbelkörpern und Gelenken zeigen. Wichtig ist der Abgleich: Der Bildbefund muss zum klinischen Befund passen, sonst behandelt man ein Bild statt eines Menschen.
Der natürliche Verlauf ist häufig günstig. Viele Bandscheibenvorfälle bilden sich über Wochen bis Monate zurück, weil der Körper das ausgetretene Gewebe abbaut. Entscheidend ist, in dieser Phase Schmerzen zu senken, die Beweglichkeit zu erhalten und eine Chronifizierung zu vermeiden.
Ja, in vielen Fällen bildet sich ein Bandscheibenvorfall ohne Operation zurück. Der Körper baut ausgetretenes Bandscheibengewebe über Wochen bis Monate selbst ab, ein Vorgang, den man als Resorption bezeichnet. Bei einem großen Teil der Patientinnen und Patienten lassen die Beschwerden innerhalb von sechs bis zwölf Wochen deutlich nach. Die konservative Behandlung unterstützt diesen Verlauf, lindert Schmerzen und soll verhindern, dass der Schmerz chronisch wird.
Bei den meisten Bandscheibenvorfällen ist eine Operation nicht erforderlich. Die konservative Behandlung aus manueller Medizin, gezielten Infiltrationen, Bewegungstherapie und ergänzenden Verfahren führt in vielen Fällen zu Beschwerdefreiheit. Die Studienlage zeigt, dass eine Operation kurzfristig schneller Schmerzlinderung bringt, sich die Ergebnisse beider Wege nach etwa einem Jahr aber angleichen.
Deutlich für eine Operation sprechen zunehmende Lähmungen, eine Störung der Blasen- oder Darmfunktion sowie eine ausbleibende Besserung nach konsequenter konservativer Behandlung über mehrere Wochen.
Die meisten Patientinnen und Patienten mit einem akuten Bandscheibenvorfall bemerken innerhalb von vier bis acht Wochen eine deutliche Verbesserung. Bis der Vorfall vollständig abgebaut und die Beschwerdefreiheit stabil ist, können sechs bis zwölf Monate vergehen.
Der Verlauf hängt von Größe und Lage des Vorfalls ab, vom Alter, von der Gewebequalität und davon, wie konsequent die Behandlung durchgeführt wird. Chronisch werden Bandscheibenvorfälle vor allem dann, wenn Fehlhaltung und Überlastung nicht korrigiert werden und die Rumpfmuskulatur schwach bleibt.
Sofortige ärztliche Abklärung ist notwendig, wenn zusätzlich zu den Rückenschmerzen folgende Warnsignale auftreten: Taubheitsgefühl oder Kribbeln an der Innenseite beider Oberschenkel oder im Bereich des Afters (Reithosenanästhesie), neu aufgetretene Blasen- oder Stuhlinkontinenz sowie rasch zunehmende Lähmungserscheinungen in Bein oder Arm.
Diese Symptome können auf eine schwere Kompression des Rückenmarks oder der Cauda equina hinweisen und gehören umgehend in eine neurologische oder neurochirurgische Notfallversorgung, nicht in eine reguläre Sprechstunde.
Manuelle Behandlung ist beim Bandscheibenvorfall eine etablierte Option, sofern keine Gegenanzeigen bestehen. Häufig eingesetzt wird die Flexion-Distraktions-Technik nach Cox, eine geführte Traktionstechnik ohne ruckartigen Impuls, die den Druck im betroffenen Segment senken und die gereizte Nervenwurzel entlasten soll. Welche Technik ich wähle, hängt vom Befund und vom Reizzustand ab, nicht von einem festen Schema.
Nicht geeignet ist die manuelle Behandlung als alleinige Therapie bei großen Vorfällen mit neurologischen Ausfällen, bei Verdacht auf ein Cauda-equina-Syndrom, bei fortgeschrittener Osteoporose mit Frakturrisiko und bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen der Wirbelsäule. In diesen Fällen passe ich die Technik an oder rate zur weiterführenden Abklärung. Wie jede Behandlung an der Wirbelsäule hat auch die Manipulation Risiken, über die ich Sie vorher aufkläre.
Ein Hexenschuss (Lumbago) ist ein akuter, plötzlich einsetzender Schmerz im unteren Rücken ohne Ausstrahlung ins Bein. Häufig steckt eine Funktionsstörung des Iliosakralgelenks oder der Wirbelgelenke dahinter.
Beim Bandscheibenvorfall tritt dagegen Bandscheibengewebe aus und reizt eine Nervenwurzel. Typisch sind dann Schmerzen, die vom Rücken ins Bein oder vom Nacken in den Arm ausstrahlen, dazu Kribbeln, Taubheit oder Kraftverlust entlang eines bestimmten Nervenverlaufs. Beide Bilder können sich ähneln. Die klinische Untersuchung und bei Bedarf ein MRT schaffen Klarheit.
Geeignet sind sanfte Mobilisationsübungen im schmerzfreien Bereich, Stabilisierungsübungen für die tiefe Rumpfmuskulatur sowie Dehnübungen für Hüftbeuger und Gesäßmuskulatur.
Entscheidend ist die Richtung: Welche Übungen sinnvoll sind, hängt davon ab, wohin der Vorfall ausgetreten ist. Eine Bewegung, die bei einem nach hinten gerichteten Vorfall entlastet, kann bei anderer Lage genau das Gegenteil bewirken. Lassen Sie sich deshalb individuell anleiten, bevor Sie mit einem Übungsprogramm beginnen. Die passenden Übungen bespreche ich in der Praxis mit Ihnen.
Es gibt Studien, die den konservativen Weg stützen. Sie sind allerdings klein und methodisch begrenzt, und ich halte es für richtig, beides zu benennen.
1. Manipulation im Vergleich zur Operation
Eine randomisierte Studie aus Kanada verglich chiropraktische Manipulation mit der Mikrodiskektomie bei Ischiasbeschwerden durch einen lumbalen Bandscheibenvorfall. Alle Teilnehmer hatten zuvor mindestens drei Monate konservative Behandlung ohne Erfolg hinter sich. Rund 60 Prozent der manuell behandelten Patienten besserten sich so deutlich wie die operierten. Einschränkend: Es wurden nur 40 Patienten randomisiert.
2. Manipulation im Vergleich zur Scheinbehandlung
Eine doppelblinde randomisierte Studie verglich gezielte Manipulation mit einer Scheinbehandlung bei akuten Rückenschmerzen und Ischialgie. Die aktiv behandelte Gruppe war häufiger schmerzfrei. Die Ergebnisse beziehen sich auf Bandscheibenprotrusionen und lassen sich nicht ohne Weiteres auf ausgeprägte Vorfälle übertragen.
Schulmedizin mit Blick aufs Ganze, angewandt in Form von Manueller Medizin
Ausgewählte Google-Bewertung im Originalwortlaut.

Ein Chiropraktiker nutzt vor allem Techniken, bei denen er seine Hände einsetzt, um Gelenke oder Körperpartien zu mobilisieren, die eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung aufweisen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin basiert Akupunktur auf der Annahme, dass Kanäle lebenswichtiger Energie in regelmäßigen Mustern im Inneren des Körpers und über dessen Oberfläche verlaufen.

Die Neuraltherapie ist eine Injektionstherapie, bei der mit einem Lokalanästhetikum die körpereigenen Selbstheilungskräfte angeregt werden, um akute und chronische Beschwerden zu behandeln.

Bei einer Funktionsstörung der Kopfgelenke behandle ich ausschließlich manuell, mit osteopathischen Techniken und Chirotherapie, ohne Geräte und ohne standardisiertes Schema.
Kontaktadresse
Dr. med. Jonas Putzhammer
Hansastraße 27e
81373 München
Telefon: 089 62021990 | E-Mail: nfjnsptzhmmrd