Spezialist nimmt sich Zeit für Untersuchung und Behandlung
In unserer Fachpraxis in München lösen wir Blockaden am ersten Halswirbel – sanfte Atlastherapie mit osteopathischen Techniken ohne mechanische Apparate.
Der erste Halswirbel heißt Atlas (C1) und liegt im kraniozervikalen Übergang (Kopfgelenke) zwischen Hinterhauptbein (Occiput, C0) und Axis (C2). Gerade deshalb gehört zur Behandlung immer eine sorgfältige Anamnese und klinische Untersuchung der Halswirbelsäule (HWS), um individuelle Faktoren und mögliche Kontraindikationen zu berücksichtigen.
Der erste Halswirbel (Atlas) ist der Schlüssel zu Ihrer Körperstatik. Doch nicht jeder Nacken verträgt die gleiche Behandlung. In meiner Praxis verfolge ich daher keinen starren Behandlungsplan, sondern kombiniere das Beste aus zwei Welten: die sanften, lösenden Griffe der Osteopathie und die gezielten, neurologischen Impulse der Chirotherapie. Dabei unterscheiden wir bewusst zwischen Mobilisation (sanfte Gelenkführung innerhalb des physiologischen Bewegungsumfangs) und Manipulation/HVLA (High Velocity Low Amplitude), die nicht bei jedem Patienten angezeigt ist.
Ob wir eine feine Mobilisation oder einen präzisen Impuls wählen, entscheidet allein Ihr Befund und Ihre aktuelle Konstitution. In die Befundung fließen Haltung, Beweglichkeit (Rotation/Seitneigung), Palpation der subokzipitalen Muskulatur sowie ein kurzer neurologischer Status ein. So erreichen wir eine Korrektur, die effektiv ist, ohne Ihren Körper zu überfordern.
Ziel der Therapie ist es, den Atlas dauerhaft wieder in seine ursprüngliche Position zu bringen. Hierfür werden verschiedene Verfahren eingesetzt:
Die eigentliche Behandlung erfolgt in drei Schritten:
An dem folgenden Behandlungstermin wird der Erfolg der vorangegangenen Behandlung beurteilt und dann nachbehandelt, um schrittweise das Behandlungsziel zu erreichen. Nach 2–3 Behandlungen wird in vielen Fällen ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt.
Ergänzend können stabilisierende Übungen für die tiefe Nackenmuskulatur und Propriozeption (Tiefensensibilität) helfen, das Ergebnis zu festigen.
Der Atlas: Unser oberster Halswirbel
Der Atlas ist der erste Wirbel der Halswirbelsäule und bildet das Bindeglied zwischen Kopf und Körper. Seinen Namen verdankt er der griechischen Mythologie: So wie der Titan Atlas das Himmelsgewölbe stützte, trägt dieser Wirbel unseren Schädel.
Aufbau und Funktion
Beweglichkeit: Auf der Oberseite des Atlas befinden sich zwei Gelenkflächen. Diese verbinden ihn mit der Schädelbasis und ermöglichen uns Bewegungen wie das Nicken oder das Neigen des Kopfes.
Verbindung: Nach unten hin ist der Atlas fest durch Muskeln und Bänder mit dem zweiten Halswirbel (dem Axis) verbunden.
Schutzfunktion: In der Mitte des Wirbels verläuft ein Kanal, in dem das Rückenmark liegt. Es leitet wichtige Informationen vom Gehirn in den gesamten Körper.
Der Begriff „Atlastherapie“ wird heute für viele unterschiedliche Konzepte verwendet. Damit Sie wissen, was Sie erwartet, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Unterschiede:
Warum ich manuell arbeite: In meiner Praxis verzichte ich bewusst auf standardisierte Geräte oder rein energetische Konzepte. Ich vertraue auf die direkte Rückmeldung Ihres Gewebes, die ich nur über meine Hände spüren kann. Ein Gerät fühlt keine Muskelspannung und keinen Widerstand – meine Hände schon. So kann ich (durch die Kombination aus Osteopathie und Chirotherapie) jederzeit spüren, ob Ihr Nacken gerade mehr Druck oder mehr Sanftheit benötigt, und die Behandlung exakt an Ihre Tagesform anpassen.
Ein klares Jein – aber mit einer wichtigen Warnung vorweg.
Bitte verzichten Sie auf das gewaltsame „Selbst-Knacken“! Viele Menschen verspüren den Drang, den Kopf ruckartig zu drehen, bis es knackt. Das verschafft oft kurzzeitig Erleichterung, ist aber trügerisch:
1. Nackenschmerzen (Cochrane Review):
Dieser Review ist der „Goldstandard“ für die Aussage, dass die Kombination aus Behandlung und Übung am besten wirkt.
Publikation: Cochrane Database of Systematic Reviews, 2015 (Updated)
2. Kopfschmerzen (Cervicogenic Headache):
Eine wichtige Übersichtsarbeit, die die Evidenz für manuelle Verfahren bei verschiedenen Kopfschmerzarten bewertet.
Publikation: Journal of Manipulative and Physiological Therapeutics (JMPT), 2011
3. Leitlinienempfehlung (nicht medikamentöse Therapie):
Eine wichtige Leitlinie aus den USA, die Manipulation als Erstlinientherapie bei Rückenschmerzen empfiehlt.
Publikation: Annals of Internal Medicine, 2017
Der Begriff „Atlastherapie“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Daher wird sie von verschiedenen Berufsgruppen mit gänzlich unterschiedlichen Ansätzen angeboten. Für den Behandlungserfolg ist entscheidend, dass der Therapeut nicht nur eine Technik beherrscht, sondern auch die anatomischen Zusammenhänge versteht.
Im Wesentlichen finden Sie drei Gruppen von Behandlern:
Warum Sie bei mir in guten Händen sind: In meiner Praxis verlasse ich mich nicht auf eine einzelne „Schule“. Durch die Kombination aus chiropraktischer Präzision und osteopathischem Ganzheitsdenken kann ich flexibel reagieren.
Dies ist eine der häufigsten Fragen in meiner Praxis – und sie ist absolut berechtigt. Die Halswirbelsäule ist eine sensible Region, und niemand lässt sich dort gerne „herumreißen“.
Bei Warnzeichen (Red Flags) wie neu aufgetretenen, neurologischen Ausfällen, starken, ungewohnten Kopfschmerzen oder Gefäßrisiken erfolgt vor einer manualmedizinischen Intervention eine gründliche Abklärung.
Die gute Nachricht vorweg: Die moderne Atlastherapie, insbesondere in der Kombination aus osteopathischen Techniken und gezielten Impulsen, gilt als sehr sicheres Verfahren. Der Grund dafür liegt in der Technik selbst:
Mögliche Reaktionen (Erstverschlimmerung): Da wir tiefgreifend in die Statik und das Nervensystem eingreifen, kann der Körper reagieren. Das ist kein Zeichen von Gefahr, sondern von Anpassung („Muskelkater“ der Statik).
Wann behandeln wir nicht? Ihre Sicherheit steht an erster Stelle. Deshalb findet vor jeder Behandlung eine gründliche Anamnese statt. Bei frischen Frakturen, Entzündungen, fortgeschrittener Osteoporose oder bestimmten Gefäßerkrankungen passen wir die Technik an oder sehen von einer manuellen Behandlung ab.
Da die Atlastherapie nicht nur mechanisch auf einen Knochen wirkt, sondern einen starken neurologischen Reiz setzt, muss der Körper diese Information verarbeiten. Wir drücken nicht nur einen „Knopf“, wir stoßen einen Prozess an.
Daher spüren die meisten Patienten eine direkte Reaktion. Diese ist oft kein Zeichen, dass etwas „falsch“ gelaufen ist, sondern dass Ihr Körper beginnt, seine Haltungsmuster zu korrigieren.
Die häufigsten Reaktionen (typisch für 1–3 Tage):
Was Sie nach der Behandlung tun können:
Wann sollten Sie sich melden? Sollten Sie wider Erwarten Taubheitsgefühle, Kraftverlust in den Armen, Sprachstörungen oder extrem starke, unbekannte Kopfschmerzen entwickeln, kontaktieren Sie uns oder einen Arzt bitte umgehend. Dies sind ungewöhnliche, aber wichtige Warnsignale, die abgeklärt gehören.
Die Behandlung kann nur privat abgerechnet werden. Gesetzlich versicherte Patienten können gerne ebenfalls behandelt werden, erhalten jedoch eine Selbstzahlerrechnung, die üblicherweise nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird.
Meine Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die Höhe der Kosten richtet sich nach den individuell erforderlichen und erbrachten Leistungen und Prozeduren. Die Summe der Rechnung beläuft sich bei Selbstzahlern in der Regel auf nicht mehr als 175€ je Termin und beinhaltet Beratung, Untersuchung, Behandlung und ggf. notwendige Medikamente.
Schulmedizin mit Blick aufs Ganze, angewandt in Form von Manueller Medizin

Ein Chiropraktiker nutzt vor allem Techniken, bei denen er seine Hände einsetzt, um Gelenke oder Körperpartien zu mobilisieren, die eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung aufweisen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin basiert Akupunktur auf der Annahme, dass Kanäle lebenswichtiger Energie in regelmäßigen Mustern im Inneren des Körpers und über dessen Oberfläche verlaufen.

Die Neuraltherapie ist eine Injektionstherapie, bei der mit einem Lokalanästhetikum die körpereigenen Selbstheilungskräfte anregt werden, um akute und chronische Krankheiten zu behandeln.

Eine Funktionsstörung des Atlas kann vielschichtig sein. Am häufigsten ist eine Atlasblockierung. Sie geht mit einer eingeschränkten Beweglichkeit, sowie einer erhöhten Muskelspannung einher.
Kontaktadresse
Dr. med. Jonas Putzhammer
Hansastraße 27e
81373 München
Telefon: 089 62021990 | E-Mail: nfjnsptzhmmrd