Behandlung einer Wirbelarthrose in München

Was ist eine Wirbelgelenkarthrose?

Wirbelgelenkarthrose (Spondylarthrose, Facettensyndrom, Facettengelenkarthrose): Abnutzung und Beschädigung von Knorpelflächen der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke), die zu einer stark schmerzhaften Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule führt. Die Wirbelgelenkarthrose tritt meist erst in hohem Alter durch langjährige Belastung auf, seltener sind die Wirbelgelenke schon früher betroffen, vor allem bei starker Überlastung durch Adipositas oder bestimmte Sportarten wie Leistungsturnen.

Nach dem Lesen dieses Artikels wissen Sie:

  • Welche Arten der Arthrose es gibt
  • Welche Symptome bei der Wirbelgelenkarthrose auftreten
  • Was die Erkrankung auslöst
  • Wann Sie zum Arzt sollten
  • Wie der Arzt die Diagnose stellt
  • Wie die Wirbelgelenkarthrose behandelt wird
  • Welche Therapieoptionen ich Ihnen empfehle
  • Was Sie selbst zur Vorbeugung und Schmerzlinderung tun können

Was sind die Symptome einer Wirbelgelenkarthrose?

Patienten, die von einer Wirbelgelenkarthrose betroffen sind, beschreiben typischerweise:

  • Dumpfe Schmerzen im betroffenen Wirbelsäulenabschnitt
  • Eingeschränkte Beweglichkeit, z.B. ist das Rückneigen kaum noch möglich oder das Drehen des Rumpfes zur Seite sehr schmerzhaft
  • Schmerzausstrahlung in Arme oder Beine, je nach Lokalisation der Arthrose
  • Im Frühstadium: Schmerzen vor allem zu Beginn von körperlichen Aktivitäten
  • Im Spätstadium: zunehmender Ruhe- und Nachtschmerz
  • Schmerzzunahme beim Strecken des Rückens nach hinten, z.B. beim Liegen auf dem Bauch
  • Schmerzlinderung bei der Stufenlagerung: dabei werden in Rückenlage die Beine im Hüft- und Kniegelenk um 90° gebeugt und hochgelagert
  • Muskelverspannungen als Folge der Schmerzen

Ein durch Arthrose geschädigtes Gelenk kann sich zusätzlich entzünden, Ärzte sprechen dann von einer aktivierten Arthrose. Dabei kommt es zu Rötung, Schwellung, Überwärmung, zunehmenden Schmerzen und damit stärkerer Funktionseinschränkung der Wirbelgelenke.

Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen:

  • Gelenkentzündungen (Arthritis) oder Spondylodiszitis (Entzündung der Bandscheibe und der angrenzenden Wirbelkörper)
  • Wirbelkörperfrakturen, z.B. bei Osteoporose
  • Bandscheibenvorfälle
  • Wirbelgleiten
  • Spinalkanalstenose

Was löst Wirbelgelenkarthrosen aus?

Anatomie
Die Wirbel unserer Wirbelsäule besitzen an ihrer Ober- und Unterseite je zwei knöcherne Gelenkfortsätze. Die oberen und unteren Fortsätze zweier benachbarter Wirbel bilden dabei die kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke). Diese ermöglichen das Beugen, Strecken und Drehen der Wirbelsäule.

Arthrose
Die Gelenkflächen der Fortsätze sind mit Knorpel bedeckt, um einen reibungsarmen Bewegungsablauf zu gewährleisten. Durch langjährige Be- und Überlastung wird diese Knorpelschicht beschädigt, abgenutzt und verliert an Dicke, bis der Knochen schließlich frei liegt. Durch das direkte Aneinanderreiben der Knochenflächen kommt es zu starken Schmerzen und die Beweglichkeit der geschädigten Gelenke nimmt ab.
Als Reaktion auf die vermehrte Reibung verdichtet sich das Knochengewebe (subchondrale Sklerosierung) und es bilden sich knöcherne Ausziehungen (Spondylophyten). Dadurch verformt sich die Wirbelsäule und versteift sogar, wenn zwei benachbarte Spondylophyten aufeinandertreffen und zusammenwachsen.

Nervenkompression
Jeweils zwischen zwei Wirbeln treten nach rechts und links Nerven aus dem Rückenmark aus. Diese ziehen zu Armen und Beinen, steuern dort Muskeln und empfangen Tast- und Schmerzsignale aus abgegrenzten Hautbereichen.
Diese Nervenbündel verlaufen in enger Nachbarschaft zu den Facettengelenken. Durch die knöchernen Ausziehungen werden die Nerven häufig komprimiert und es kommt zu ausstrahlenden Schmerzen entlang der Nervenbahn.
Da der Druck auf die Nerven durch das Beugen der Beine abnimmt, empfinden viele Patienten bei der Stufenlagerung (siehe oben) eine Schmerzlinderung. Bei einer Beugung des Rückens nach hinten reiben die Gelenkflächen stärker aneinander und die Schmerzen nehmen zu.

Ursachen
Viele Faktoren beeinflussen die Entwicklung einer Wirbelgelenkarthrose:

  • Alter: Abnutzung der Knorpelflächen als normaler Prozess durch langjährige Belastung
  • Überlastung der Facettengelenke, z.B. durch Übergewicht oder Leistungsturnen
  • Berufliche Belastungen: langjähriges Arbeiten mit Presslufthammern oder permanente Kopfneigung nach unten, z.B. bei Friseur/innen oder Kindergärtner/innen (begünstigt vor allem eine Arthrose der Halswirbelsäule)
  • Verletzungen von Knorpel und Knochen, z.B. bei Verkehrsunfällen
  • Stoffwechselerkrankungen, z.B. Gicht, hier begünstigt die Ablagerung von Harnsäurekristallen in Gelenken die Arthrose
  • Fehlstellungen, z.B. Skoliose oder Hohlkreuz, führen zu einer Fehlbelastung der Wirbelgelenke und zu einer frühen Entwicklung einer Arthrose

Wann sollten Sie zum Arzt?

  • In den nächsten Wochen bei langsam zunehmender Symptomatik
  • In den nächsten Tagen bei schnell zunehmenden Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen
  • Innerhalb eines Tages bei Entzündungszeichen (Rötung, Schwellung, Überwärmung, zunehmende Schmerzen und Funktionseinschränkung)

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

In einem ausführlichen Patientengespräch erfragt der Arzt typische Auslöser und Symptome einer Wirbelgelenkarthrose. In der folgenden körperlichen Untersuchung überprüft er die komplette Wirbelsäule auf Fehlstellungen und Bewegungseinschränkungen. Meistens kann durch das Abklopfen der Wirbelsäule, Bewegungen oder Erschütterungen (dabei lassen sich stehende Patienten von den Zehenspitzen auf die Ferse fallen) ein Schmerzreiz ausgelöst werden.

Eine Röntgenuntersuchung deckt arthrose-typische Veränderungen der knöchernen Strukturen auf. Bei unklaren Befunden wird eine Kernspin-Untersuchung veranlasst, um die kleinen Gelenke noch genauer zu beurteilen.

Wie wird die Wirbelgelenkarthrose allgemein behandelt?

Konservative Therapie
Erster Schritt in der Behandlung der Wirbelgelenkarthrose ist eine Kombination mehrerer konservativer Methoden:

  • Medikamentöse Schmerztherapie: Je nach Schmerzintensität z.B. Ibuprofen (wirkt außerdem entzündungshemmend und abschwellend), bei Bedarf zusätzlich Opioide
  • Periartikuläre (neben das Gelenk) Infiltrationen: Zusätzlich zur medikamentösen Schmerztherapie wird neben oder auch in das Gelenk ein lokales Betäubungsmittel (schmerzlindernd) zusammen mit Kortison (entzündungshemmend) gespritzt.
  • Entlastung: Durch das Tragen eines Mieders (Korsett) werden die Wirbelgelenke entlastet und die Schmerzen nehmen ab.
  • Bewegung: Regelmäßige Aktivität – soweit es die Schmerzen zulassen – hält die Gelenke beweglich und lindert Beschwerden. Gut geeignet sind Schwimmen oder Wassergymnastik, da durch die Reduzierung des Eigengewichtes im Wasser die Wirbelsäule zusätzlich entlastet wird.
  • Krankengymnastik: Verschiedene Übungen trainieren und stärken die Rumpf- sowie Rückenmuskulatur. Die Wirbelsäule wird auf diese Weise stabilisiert und entlastet.
  • Physikalische Therapie: Wärme löst Muskelverspannungen und trägt damit zur Schmerzlinderung bei. Bewährt haben sich z.B. warme Bäder, Heizkissen oder Wärmflaschen.

Operative Therapie
Mit der konservativen Therapie lassen sich die Beschwerden häufig gut kontrollieren. Selten ist es jedoch nötig, einen operativen Eingriff durchzuführen, z.B. bei weiter zunehmenden Schmerzen oder Nerveneinengungen:

  • Dekompression: Die Entfernung einzelner Knochenanteile oder auch Knochenanbauten entlastet die Nerven und der Schmerz nimmt ab.
  • Denervierung: Hierbei werden Nerven verödet, die den Schmerz von den Wirbelgelenken zum Gehirn leiten, sodass die Signalübertragung gekappt wird.
  • Stabilisierung: Schrauben-Stab-Systeme stabilisieren (und versteifen) benachbarte Wirbelkörper, damit die Knochenflächen bei Bewegungen nicht mehr aneinander reiben. Zusätzlich werden die Nerven entlastet. Diese Therapie wird vor allem bei stark fortgeschrittener Wirbelgelenkarthrose durchgeführt.

Mein Angebot zur Behandlung von Wirbelgelenkarthrosen:

Die Behandlung zielt in der Regel darauf ab eine akute Entzündung aufzulösen, und in einem zweiten Schritt Funktion und Beweglichkeit zu Verbessern um vorbeugend für die Zukunft zu wirken. Hierzu wende ich Manuelle Techniken und Neuraltherapie ein. Akupunktur und lokale Injektionen kommen häufig unterstützend zum Einsatz. Eine umfassende Anleitung zu Ernährung und Verhalten im Alltag ist wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Behandlung.

Wie können Sie selbst der Wirbelgelenkarthrose vorbeugen?

Da die Überlastung der Gelenke ein Haupt-Risikofaktor für die Entwicklung einer Arthrose ist, gilt es, diese zu vermeiden:

  • Gewicht normalisieren: Streben Sie ein gesundes Körpergewicht an, um die Abnutzung der Gelenke hinauszuzögern.
  • gelenkschädigende Sportarten vermeiden: Beispielsweise Fußball, Turnen oder Squash belasten die Wirbelsäule stark durch abrupte Stopp- und Drehbewegungen.
  • Körperliche Aktivität: Rückenschonende Sportarten wie Rückenschwimmen, leichtes Joggen auf weichem Untergrund (z.B. auf Feld- und Waldwegen) oder Radfahren halten die Gelenke durch sanfte Bewegungen fit und tragen zu Muskelaufbau und Gewichtsabnahme bei.
  • Mehr Bewegung im Alltag: Gleichbleibende Gelenkbelastungen, z.B. durch langes Sitzen im Büro, sollten durch dynamische Belastungen aufgelockert werden. Wechseln Sie öfter zwischen sitzenden und stehenden Tätigkeiten, um einem frühzeitigen Verschleiß vorzubeugen.
  • Rückenschonendes Verhalten: Sorgen Sie für bessere Ergonomie am Arbeitsplatz mit einem geeigneten Bürostuhl und der korrekten Haltung am Schreibtisch (Nacken gerade strecken, Bildschirmoberkante auf Augenhöhe, Schultern nach hinten rollen, Oberschenkel waagerecht oder leicht abfallend positionieren und Füße nebeneinander flach auf den Boden stellen).
  • Ergonomisches Heben: Schwere Lasten im Alltag oder beim Muskeltraining sollten aus der Hocke mit geradem Rücken angehoben und nah am Körper getragen werden.
 
 

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Es gibt unzählige Möglichkeiten Ihre Wirbelsäule zu stärken, Ihre Beweglichkeit zu verbessern, und Ihre Schmerzen ohne OP zu lindern. Jeder Patient zeigt ein individuelles Bild, dem man geduldig auf den Grund gehen muss.

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Jedes menschliche Gelenk unterscheidet sich in Funktion und Anatomie. Jeder Patient braucht eine ausführliche Diagnostik und eine individuelle Therapie.

 

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Behandlungsmethoden

Arthrosetherapie

Chiropraktik


Ein Chiropraktiker nutzt vor allem Techniken, bei denen er seine Hände einsetzt, um Gelenke oder Körperpartien zu mobilisieren, die eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung aufweisen.

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Akupunktur

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In der Traditionellen Chinesischen Medizin basiert Akupunktur auf der Annahme, dass Kanäle lebenswichtiger Energie in regelmäßigen Mustern im Inneren des Körpers und über dessen Oberfläche verlaufen.

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Neuraltherapie

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Die Neuraltherapie ist eine Injektionstherapie, bei der mit einem Lokalanästhetikum die körpereigenen Selbstheilungskräfte anregt werden, um akute und chronische Krankheiten zu behandeln.

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Atlastherapie


Eine Funktionsstörung des Atlas kann vielschichtig sein. Am häufigsten ist eine Atlasblockierung. Sie geht mit einer eingeschränkten Beweglichkeit, sowie einer erhöhten Muskelspannung  einher.

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