Ihr Arzt und Spezialist zur Behandlung einer ISG-Blockade in München

Die Iliosakralgelenk-Dysfunktion ist ein Begriff, der verwendet wird, um Schmerzen im Iliosakralgelenk (ISG) zu beschreiben. Sie wird in der Regel durch eine abnorme Beweglichkeit (also Über- oder Unterbeweglichkeit) oder eine Fehlstellung des Iliosakralgelenks verursacht. Das sogenannte Iliosakralgelenk-Syndrom ist bei etwa 15–30 % der Menschen mit mechanisch bedingten Rückenschmerzen die Schmerzursache.

Sakroiliitis ist nicht dasselbe wie eine ISG-Dysfunktion. Bei der Sakroiliitis handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Iliosakralgelenks, bei der die Schmerzen direkt durch den Entzündungsprozess entstehen. Dagegen beruht die ISG-Dysfunktion auf einer abnormalen Beweglichkeit oder einer leichten Fehlstellung des Gelenks.

Das Iliosakralgelenk-Syndrom ist eine Erkrankung, die schwer zu diagnostizieren ist und häufig von Ärzten und Physiotherapeuten übersehen wird.[1]

Was ist das Iliosakralgelenk?

Die Iliosakralgelenke befinden sich beidseits der Wirbelsäule zwischen den beiden Beckenknochen, die mit dem Kreuzbein (Sacrum) verbunden sind.[2]
Ihre Hauptfunktion im Beckenring besteht darin, Stoßdämpfung für die Wirbelsäule zu bieten und Kraftübertragung zwischen dem Oberkörper und den unteren Extremitäten zu ermöglichen.[3]
Auf das ISG wirken Scher-, Torsions-, Rotations- und Zugkräfte. Der Gang (die Fortbewegung) wird stark durch das ISG beeinflusst, da es das einzige orthopädische Gelenk ist, das den Oberkörper mit dem Unterkörper verbindet.
Das Gelenk ist ein relativ steifes Synovialgelenk, das mit Synovialflüssigkeit gefüllt ist. Die Gelenkflächen von Kreuzbein und Darmbein (Ilium) sind mit hyalinem Knorpel überzogen und durch dichtes Fasergewebe miteinander verbunden.
Das Iliosakralgelenk weist normalerweise nur wenige Bewegungsgrade auf.[3]

Was ist eine ISG-Blockade?

ISG-Blockierung (ISG Blockade, ISG-Syndrom oder auch SIG-Blockade): Verschiebung oder Verkantung der Gelenkflächen im Iliosakralgelenk (ISG), die meist einseitige Schmerzen oberhalb vom Gesäß verursachen. Die Ursache der Blockade sind häufig Fehlhaltungen, ungewohnte Bewegungen, Verletzungen oder ein falscher Schritt, wie etwa ein Schritt ins Leere. Auch ruckartige Bewegungen oder das Heben schwerer Lasten, aber auch Fehlbelastungen und Muskelverspannungen zählen zu den typischen Auslösern. Belastungen wie langes Sitzen oder schweres Heben können das ISG zusätzlich beanspruchen. Das Iliosakralgelenk-Syndrom ist eine der häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen und kann bei allen Menschen auftreten, unabhängig von Geschlecht oder Geschlechtsidentität. Etwa 70 Prozent der Deutschen erkranken im Laufe ihres Lebens an einem ISG-Syndrom. Die Schmerzen sind oft auf einer bestimmten Seite des Gesäßes lokalisiert und betreffen häufig den Bereich des Gesäßes. Bei der Diagnose müssen auch andere Krankheiten, wie entzündliche Erkrankungen der Wirbelsäule, ausgeschlossen werden. Ärztin und Ärzte sind an der Untersuchung, Diagnose und Behandlung beteiligt. Die Stabilisierung des Rumpfes spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung. Nach der Behandlung sollte der Patient gezielte Übungen durchführen, um die Muskulatur zu stärken. Hinweis: Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend, um chronische Beschwerden zu vermeiden.

Nach dem Lesen dieses Artikels wissen Sie:

  • Welche Symptome auftreten
  • Was die Blockierung auslöst
  • Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
  • Wie der Arzt die Diagnose sichert
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen
  • Welche Therapien der ISG-Blockade ich empfehle
  • Wie Sie der Blockierung vorbeugen können

Symptome einer ISG-Blockade

Die Symptome des Iliosakralgelenk-Syndroms lassen sich oft nur schwer von anderen Formen von tiefen Rückenschmerzen unterscheiden. Daher ist die Diagnosestellung dieser Erkrankung besonders schwierig.

Die häufigsten Symptome sind:[3]

  • Schmerzen, die meist über dem Gesäß lokalisiert sind
  • Stechende, scharfe oder einschießende Schmerzen, die in den hinteren Oberschenkel ausstrahlen, jedoch meist nicht über das Knie hinausgehen
  • Schmerzen, die einer Nervenwurzelreizung ähneln und daher oft falsch als Ischias oder radikulärer Schmerz diagnostiziert werden
  • Schwierigkeiten, längere Zeit zu sitzen, da der Schmerz zunimmt
  • Lokale Druckempfindlichkeit über dem hinteren Anteil des Iliosakralgelenks (in der Nähe der Spina iliaca posterior superior – PSIS)[4]
  • Schmerzen bei mechanischer Belastung des Gelenks, z. B. beim Vorbeugen
  • Keine neurologischen Ausfälle oder Anzeichen einer Nervenwurzelspannung
  • Auffälliges Bewegungsmuster des Iliosakralgelenks
  • Häufig klagen Patienten über Schmerzen beim Sitzen, beim Liegen auf der betroffenen Seite oder beim Treppensteigen[4]

Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen:

  • Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps)
  • Hexenschuss (Lumbalgie)
  • Ischias-Schmerz (Ischialgie)
  • Blockierter Lendenwirbel
  • Arthrose im ISG oder im Hüftgelenk

Was löst die ISG-Blockierung aus?

Anatomie
Die beiden Iliosakralgelenke (ISG) sind die Verbindung zwischen dem unteren Teil der Wirbelsäule, genauer gesagt dem Kreuzbein (Os sacrum), und den beiden Beckenschaufeln (Darmbeine, Os ilium). Sie übertragen das Gewicht des Rumpfes über die Wirbelsäule auf das Becken und die Beine. Die ISG werden durch viele starke Bänder und durch die Muskulatur sehr straff gehalten und sind kaum beweglich. Dadurch wird sichergestellt, dass das Kreuzbein trotz der Belastung durch die Wirbelsäule nicht abkippt oder verrutscht. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gelenken des Körpers lässt sich das ISG nicht aktiv bewegen.

Verletzungen des Iliosakralgelenks (ISG) können durch verschiedene Ursachen entstehen.

  • Etwa 88 % der ISG-Verletzungen sind auf wiederholte Mikrotraumata oder akute Traumata zurückzuführen. Besonders bei Sportlern tritt diese Art der Verletzung häufig auf. Ein typisches Beispiel sind Traumata im Bereich des Beckenrings. Mehr über traumatische Beckenringverletzungen und Frakturen mit geringer Krafteinwirkung findest du hier.
  • Etwa 20 % der Fälle stehen in Zusammenhang mit Schwangerschaft. Während der Schwangerschaft werden weibliche Hormone freigesetzt, die die Bänder des Iliosakralgelenks lockern. Diese Dehnung führt zu einer vermehrten Beweglichkeit (Hypermobilität) des Gelenks.[3] Nach dem fünften Lebensjahrzehnt kommt es in der Regel zu einer Versteifung (Fusion) des Iliosakralgelenks.[5]
  • Rund 4 % der Fälle sind idiopathisch, das heißt, sie treten ohne erkennbare Ursache auf.[4]
  • Schmerzen können außerdem durch Veränderungen am Kreuzbein (Os sacrum) verursacht werden, die auf Röntgenaufnahmen sichtbar sind.
  • Schwache Muskulatur: Eine schwach ausgeprägte Muskulatur an Rücken und Bauch erhöht das Risiko für eine ISG-Blockade, weil das Gelenk die Defizite ausgleicht und dadurch überbelastet wird. Auch Sportler können von diesem Problem betroffen sein, wenn sie nicht darauf achten, alle Muskelgruppen zu trainieren. Ein typisches Beispiel sind Läufer, die die zusätzliche Stärkung der Rumpfmuskulatur vernachlässigen.
  • Fehlbelastung: Fehlbelastungen auf Grund von Fehlstellungen des Skeletts begünstigen Muskelverspannungen am Becken und der Lendenwirbelsäule und somit auch eine ISG-Blockade. Beispielsweise belasten Beckenschiefstand und eine Beinlängendifferenz das ISG einseitig, so dass Muskelverspannungen auftreten. Häufiger steckt hinter der Fehlbelastung aber ein ungünstiger Lebensstil mit Bewegungsmangel und langem Sitzen. 
  • Falsche Bewegung: Schnelle „falsche“ Bewegungen können dazu führen, dass die Gelenkflächen in ihrer Position verrutschen. Da das ISG ein straffes Gelenk ist, wird das Gelenk dann in dieser falschen Position festgehalten oder verkantet. Ein typisches Beispiel für eine solche Fehlbewegung ist der Tritt ins Leere auf unebenem Gelände oder das Verfehlen einer Treppenstufe.
  • Heben schwerer Lasten: Das Tragen schwerer Lasten stellt immer eine Belastung für das ISG dar. Besonders strapazierend ist das falsche Heben aus dem Rücken anstatt aus den Beinen oder ein ruckartiges Anheben.
  • Schwangerschaft: Unter dem Einfluss von Hormonen werden die Beckenbänder flexibler, um den Geburtskanals zu erweitern. Dabei lockern sich auch die eigentlich straffen Bänder des ISG, wodurch eine Blockade durch Verschiebung der Gelenkflächen begünstigt wird.

Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Noch am selben Tag bei:

  • Sehr starken Schmerzen oder akut auftretenden Schmerzen, z. B. nach einem Unfall oder Sturz

In den nächsten Wochen bei:

  • Anhaltenden, leichten Schmerzen
  • Zunehmender Bewegungseinschränkung im unteren Rücken

Zur weiteren Abklärung können spezielle Tests durchgeführt werden, um eine ISG-Blockade gezielt zu diagnostizieren.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Zunächst erfragt der Arzt in einem ausführlichen Patientengespräch die genaue Art, Lokalisation, Dauer und Häufigkeit der Schmerzen, sowie potenzielle Auslöser. Danach erfolgt eine körperliche Untersuchung mit Inspektion und Abtasten des unteren Rückens, insbesondere des Gelenkspaltes des Iliosakralgelenks. Zusätzlich kann der Arzt spezielle klinische Test wie den Patrick-Test oder Mennell-Test durchführen, um einen Hinweis auf eine ISG-Blockade oder andere Krankheiten zu erhalten. Außerdem wird der Arzt die Schmerzhaftigkeit in unterschiedlichen Körperstellungen überprüfen, z. B. beim Vorbeugen des Oberkörpers. In manchen Fällen führt der Arzt bildgebende Untersuchungen durch: Röntgen- und MRT-Untersuchungen zeigen detailliert die Region des Iliosakralgelenks und mögliche Erkrankungen von ISG, Knochen, Bändern und Muskeln. Mit Hilfe einer Blutuntersuchung lassen sich außerdem rheumatische Erkrankungen ausschließen.

Wie wird die ISG-Blockade allgemein behandelt?

  • Manuelle Therapie: Ihr Arzt wird versuchen, Blockierungen durch gezielte manuelle Techniken zu lösen. Dazu zählen Manipulationen, bei denen kräftige, kurze Impulse das Gelenk wieder in seine richtige Position verlagern sollen. Bei der Mobilisation dehnt und bewegt der Arzt das Gelenk leicht, wodurch die Blockade gelöst wird. Patienten erhalten häufig detaillierte Anleitungen für spezielle Übungen, die sie zu Hause durchführen können, um die Mobilität des Iliosakralgelenks zu verbessern. Die regelmäßige Übung dieser Bewegungs- und Dehnübungen ist entscheidend, um die Beweglichkeit zu fördern und Beschwerden langfristig zu lindern. Zur Unterstützung stehen Videos und Video-Anleitungen zur Verfügung, die die korrekte Durchführung der Übungen anschaulich demonstrieren. Gut aufbereitete Inhalte, wie medizinische Texte und verständliche Anleitungen, sind dabei essenziell, um Patienten fundiert aufzuklären und den Behandlungserfolg zu sichern.
  • Medikamentöse Schmerztherapie: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen wirken schmerzstillend und entzündungshemmend.
  • Injektionen: Reichen orale Schmerzmittel nicht aus, wird ein lokales Betäubungsmittel (wirkt schmerzlindernd) oder Kortison (wirkt entzündungshemmend) direkt in das Gelenk gespritzt.

Physiotherapie bei ISG-Blockade

Die Physiotherapie spielt eine entscheidende Rolle bei der Behandlung einer ISG-Blockade. Durch gezielte Übungen und Dehnungen kann die Beweglichkeit des Iliosakralgelenks verbessert und die Schmerzen effektiv gelindert werden. Ein erfahrener Physiotherapeut analysiert zunächst die individuellen Fehlhaltungen und entwickelt darauf abgestimmte Trainingspläne. Besonders wichtig ist die Stärkung der Muskulatur im Becken- und Rückenbereich, um das ISG zu stabilisieren und erneuten Blockaden vorzubeugen. Typische Übungen umfassen Dehnungen des Iliopsoas-Muskels, des Piriformis-Muskels sowie des Gluteus Maximus. Diese Übungen helfen, Verspannungen zu lösen und die Beweglichkeit im Gelenk zu fördern. Regelmäßige physiotherapeutische Behandlung unterstützt nicht nur die akute Schmerzlinderung, sondern trägt auch langfristig zur Verbesserung der Körperhaltung und zur Vermeidung von Fehlbelastungen bei.

Schmerzmanagement bei ISG-Blockade

Ein effektives Schmerzmanagement ist bei einer ISG-Blockade unerlässlich, um die Lebensqualität der Patienten zu erhalten. Je nach Ausprägung der Schmerzen kommen verschiedene Maßnahmen zum Einsatz. Neben klassischen Schmerzmitteln können auch physikalische Therapien wie Wärme- oder Kälteanwendungen zur Linderung beitragen. In manchen Fällen empfiehlt der Arzt ergänzend Akupunktur oder gezielte physiotherapeutische Maßnahmen, um die Beschwerden zu reduzieren. Bei besonders hartnäckigen Schmerzen kann eine Infiltration mit schmerzlindernden oder entzündungshemmenden Medikamenten direkt ins ISG notwendig sein. Die Auswahl der geeigneten Behandlung erfolgt immer individuell und orientiert sich an den Bedürfnissen und dem Gesundheitszustand des Patienten. Ziel ist es, die Schmerzen nachhaltig zu lindern und die Beweglichkeit im Alltag wiederherzustellen.

Operation bei ISG-Blockade

In den meisten Fällen ist eine Operation bei einer ISG-Blockade nicht erforderlich. Nur wenn konservative Behandlungsmaßnahmen wie Physiotherapie, Schmerzmittel und Injektionen keine ausreichende Besserung bringen oder wenn eine schwerwiegende Verletzung oder Erkrankung des Iliosakralgelenks vorliegt, kann ein operativer Eingriff in Erwägung gezogen werden. Hierbei wird individuell abgewogen, ob eine Operation zur Lösung der Blockade oder zur Stabilisierung des ISG sinnvoll ist. Der behandelnde Arzt bespricht mit dem Patienten alle Möglichkeiten und wägt Nutzen und Risiken sorgfältig ab. Eine Operation bleibt jedoch immer die letzte Option und wird nur in Ausnahmefällen durchgeführt..

Meine Empfehlungen zur Behandlung von ISG-Blockierung:

Eine ISG-Blockierung kann in vielen fällen gut mit Chiropraktik oder osteopathischen Techniken behoben werden. Zur Vermeidung von Rezediven kann das Erlernen und Ausführen von regelmäßigen Eigenübungen sehr gut beitragen.

Was können Sie selbst tun?

  • Physiotherapie: Mittels verschiedener Übungen, die Sie auch regelmäßig in den Alltag einbauen können, wird die Muskulatur von Bauch und unterem Rücken gestärkt, um das Iliosakralgelenk zu stabilisieren und zu entlasten.
  • Training: Um einer ISG-Blockierung vorzubeugen, ist ein gezieltes Training der Rumpfmuskulatur ratsam. Neben den Rückenstreckern (bei Schmerzen am ISG vor allem der unteren Rückenmuskeln) sollten auch Bauchmuskulatur, Gesäß und Hüfte trainiert werden. Das Training nur einer Muskelgruppe führt zu einem Ungleichgewicht und damit wiederum zu Verspannungen und Schmerzen. In Rückenschulen oder Rückensportgruppen werden unterstützende Übungen demonstriert. Auch Yoga und Pilates sind geeignet.
  • Dehnung: Verschiedene Dehnübungen auf der Gymnastikmatte oder einer Faszien-Rolle lösen verspannte Muskeln und Faszien. Durch regelmäßige, kurze Übungen werden somit Schmerzen langfristig gelindert.
  • Wärme: Um Muskelverspannungen zu lösen und das Gelenk zu entspannen, ist Wärme hilfreich. Dazu geeignet sind zum Beispiel Infrarot-Licht, Wärmflaschen oder Kirschkernkissen. Achten Sie jedoch darauf, ein Tuch auf die Haut zu legen, um Verbrennungen zu vermeiden. Auch sanfte Bewegungen und Übungen im warmen Wasser unterstützen die Schmerzbekämpfung effektiv.
  • Orthesen: Bestimmte Rückenorthesen entlasten das Iliosakralgelenk, fördern die Durchblutung durch Massage, lockern Muskelverspannungen und lindern somit die Schmerzen.
  • Bürostuhl: Viele Bürostühle sind zu unflexibel, verhindern Bewegungen im ISG und fördern damit Verspannungen. Aktive „Fitness-Hocker“ sind in alle Richtungen beweglich, führen Sie in eine korrekte Sitzposition (gerader Rücken, Füße nebeneinander flach auf dem Boden, 90° Winkel in Hüft- und Kniegelenk) und halten die Iliosakralgelenke durch sanfte Schwenkbewegungen geschmeidig sowie langfristig schmerzfrei.

Prognose und Prävention

  • Die Aussichten für Patienten mit einer ISG-Blockade sind in der Regel sehr gut, sofern die Behandlung frühzeitig beginnt und konsequent durchgeführt wird. Durch regelmäßige Übungen und Dehnungen kann die Beweglichkeit des Iliosakralgelenks verbessert und erneuten Blockaden wirksam vorgebeugt werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Stärkung der Muskulatur im Becken- und Rückenbereich sowie die Korrektur von Fehlhaltungen, um die Belastung auf das ISG zu reduzieren. Auch im Alltag sollte auf ausreichend Bewegung und eine gesunde Körperhaltung geachtet werden. Wer diese präventiven Maßnahmen beherzigt, kann das Risiko für eine erneute Blockade deutlich senken und langfristig schmerzfrei bleiben. Die Kombination aus gezielter Behandlung und aktiver Prävention ist der Schlüssel zu einem gesunden Rücken und einem beweglichen Becken.

Referenzen

[1] SLIPMAN W.C. Sacroiliac Joint Syndrome. Pain Physician. Vol. 4, N° 2, p 143-152, 2001. ISSN 1533-3159
[2] OLIVER J., MIDDLEDITCH A. Functional anatomy of the spine. Elsevier Science, p 190-191; 195-198, 2004
[3] Dydyk AM, Forro SD, Hanna A. Sacroiliac Joint Injury. Available:https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK557881/
[4] Raj MA, Varacallo M. Sacroiliac (SI) Joint Pain. InStatPearls [Internet] 2019 May 12. StatPearls Publishing Availabe from:.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK470299/
[5] MONTICONE M., BARBARINO A., TESTI C. Symptomatic efficacy of stabilizing treatment versus laser therapy for sub-acute low back pain with positive tests for sacroiliac dysfunction: a randomized clinical trial with one year follow-up. Europa Medicophysica. Vol. 40, N° 4, p 263-268, 2004

 
 

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