Schmerzen, die ins Bein ziehen, sind ein Symptom und keine Diagnose. Es gilt, die Ursache zu finden, und gezielt zu behandeln. Die erste Frage ist also, woher das Ziehen kommt.
Ich bin Arzt für konservative Orthopädie und Wirbelsäulentherapie in München-Sendling-Westpark. In der Erstuntersuchung kläre ich, ob eine Bandscheibe, der Ischias , das Iliosakralgelenk, oder die Hüfte den Schmerz erzeugen.
Die Behandlung richtet sich nach dem Befund und nicht nach dem Symptom. Ein Ziehen aus einer gereizten Nervenwurzel behandle ich anders als ein Ziehen aus dem Iliosakralgelenk und anders als ein Ziehen aus der Hüfte. Deshalb steht die Untersuchung am Anfang, und danach entscheide ich, welche Therapien ich einsetze.
Bei einer Blockade in den Segmenten der Lendenwirbelsäule oder am Iliosakralgelenk, behandle ich manuell. Ich arbeite mit Mobilisation, mit Muskelenergietechniken und ggf. mit einer Manipulation. Dazu kommt die Behandlung der beteiligten Muskulatur am Rücken, in der Beckenregion und in den Beinen. Verspannte Muskulatur trägt oft wesentlich zum Schmerz bei.
Ob damit auch das Ziehen im Bein nachlässt, zeigt sich in den Tagen danach. Bei einer nachgewiesenen Reizung einer Nervenwurzel ist die manuelle Behandlung eine begleitende Maßnahme und nicht die tragende. Wie ich in dieser Situation vorgehe, beschreibe ich ausführlicher auf meiner Seite zum Bandscheibenvorfall.
Bei einer deutlichen Reizung einer Nervenwurzel setze ich Injektionen ein, die ein Lokalanästhetikum und einen entzündungshemmenden Wirkstoff in unmittelbare Nähe der gereizten Struktur bringen. Je nach Befund geschieht das an ein kleines Wirbelgelenk, an die Nervenwurzel oder über einen Zugang in den Epiduralraum.
Das Ziel ist eine Senkung des Schmerzniveaus, die Bewegung und Übungstherapie überhaupt erst wieder möglich macht. Der Effekt setzt bei einem Teil der Behandelten rasch ein, er ist zeitlich begrenzt, und er ersetzt die aktive Behandlung nicht. Ich verwende Infiltrationen deshalb, um eine Phase zu überbrücken, und nicht als Dauerbehandlung.
Beim Quaddeln bringe ich kleine Mengen eines Lokalanästhetikums oberflächlich in die Haut über dem betroffenen Segment ein, ergänzend auch an druckschmerzhafte Punkte in der Gesäß- und Lendenmuskulatur. Je nach Indikation kommen naturheilkundliche Wirkstoffe dazu. Ziel ist es, einen sich selbst unterhaltenden Schmerzkreislauf zu durchbrechen und die örtliche Durchblutung anzuregen.
Akupunktur setze ich bei begleitender Muskelverspannung und bei länger bestehenden Verläufen ein. Für die Behandlung von Kreuzschmerz liegen dazu Untersuchungen vor, für das ausstrahlende Ziehen in das Bein ist die Datenlage dünn. Ich verwende sie deshalb als Begleitmaßnahme und nicht als eigenständige Behandlung des Beinschmerzes.
Den größeren Teil des Ergebnisses trägt die aktive Behandlung, gerade bei ausstrahlenden Beinschmerzen. Ich leite Übungen an, die die Lendenwirbelsäule und die Hüften beweglich halten, die Rumpfmuskulatur belastbarer machen und den Nerv in seiner Gleitfähigkeit ansprechen. Welche Bewegungsrichtung entlastet, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und ergibt sich aus der Untersuchung.
Zur Belastung im Alltag sage ich dasselbe wie die Leitlinien: Bettruhe verzögert die Erholung. Sinnvoll ist es, in Bewegung zu bleiben und die Belastung in dem Maß zu steigern, in dem die Beschwerden es zulassen. Zur beruflichen Belastung, zum Sitzen und zum Heben bespreche ich das Vorgehen individuell, weil sich pauschale Regeln hier selten bewähren.
Vor jeder manuellen Behandlung und vor jeder Injektion kläre ich über den Ablauf und die möglichen Reaktionen auf. Nach einer manuellen Behandlung an der Lendenwirbelsäule sind eine vorübergehende Zunahme des Schmerzes, ein Muskelkatergefühl und Müdigkeit häufig und harmlos. Ernsthafte Ereignisse sind bei sachgerechter Anwendung selten, auszuschließen sind sie nicht.
Bei Injektionen an der Wirbelsäule gehören lokale Blutergüsse, ein vorübergehendes Schwere- oder Taubheitsgefühl im Bein und ein kurzzeitiger Blutdruckabfall zu den häufigeren Reaktionen. Selten sind eine Infektion, eine Verletzung von Nervengewebe und eine Blutung, die bei gerinnungshemmender Behandlung besondere Beachtung braucht. Werden entzündungshemmende Wirkstoffe verwendet, kommen deren bekannte Wirkungen auf Blutzucker und Hormonhaushalt hinzu. Diese Punkte bespreche ich vor der Behandlung im Einzelnen.
Gegen eine manuelle Behandlung sprechen unter anderem zunehmende neurologische Ausfälle, der Verdacht auf ein Cauda-equina-Syndrom, eine ausgeprägte Osteoporose, entzündliche oder tumoröse Prozesse, frische Verletzungen und Wirbelbrüche. Eine höhergradige Enge des Wirbelkanals und eine Durchblutungsstörung der Beinarterien behandle ich nicht chirotherapeutisch, weil die Ursache dort an anderer Stelle liegt. Diese Einordnung gehört für mich zur Erstuntersuchung.
Ziehende Beinschmerzen bezeichnen ein Schmerzgefühl, das vom unteren Rücken, vom Gesäß oder aus der Hüftregion in den Oberschenkel, die Wade oder den Fuß läuft. Der Begriff beschreibt eine Empfindung und benennt keine Ursache.
Fachlich wird zwischen zwei Formen unterschieden. Der radikuläre Schmerz geht von einer gereizten Nervenwurzel aus. Der übertragene Schmerz stammt aus Gelenken, Bändern oder Muskeln und wird über gemeinsame Verschaltungen im Rückenmark als Beinschmerz empfunden, obwohl im Bein selbst keine Schädigung vorliegt.
Diese Unterscheidung hat praktische Folgen. Radikulärer Schmerz reicht typischerweise bis unter das Knie, folgt einem schmalen Streifen und geht mit Gefühls- oder Kraftstörungen einher. Übertragener Schmerz ist flächiger, endet meist am Oberschenkel und tritt ohne neurologische Zeichen auf. Beides kann gleichzeitig vorliegen, und genau das macht die Zuordnung im Einzelfall anspruchsvoll.
Von Ischialgie wird gesprochen, wenn der Ischiasnerv oder die zu ihm beitragenden Nervenwurzeln betroffen sind. Im Alltag wird der Begriff deutlich weiter verwendet, als es medizinisch gerechtfertigt ist.
Zuerst die Fragen, die nicht warten.
Dann suche ich den Nerv. Kraft, Reflexe, Berührung. Daran sehe ich, ob eine Wurzel eingeengt ist, eventuell eine Bandscheibe beteiligt ist und in welcher Höhe.
Ist dort nichts, suche ich weiter unten. Iliosakralgelenk, Hüfte, Knie. Jedes davon zieht ins Bein und fühlt sich für Sie nach Nerv an. Das Iliosakralgelenk prüfe ich mit mehreren Handgriffen, ein einzelner sagt zu wenig.
Kommen Sie nur noch eine kurze Strecke weit, taste ich die Fußpulse. Eine verengte Beinarterie macht dasselbe Bild wie ein enger Wirbelkanal und benötigt eine gänzlich andere Behandlung. Der Griff dauert zehn Sekunden. Ich lasse ihn nie weg.
MRT nur, wenn es die Therapie ändert. Also bei den Warnzeichen oben, bei Ausfällen, vor einer Injektion an die Wurzel, wenn die Behandlung nicht greift. Ein Bandscheibenvorfall im Bild ohne passenden Befund erklärt nichts. Solche Bilder haben auch Menschen, die nichts spüren. Alte Aufnahmen und Befunde bringen Sie bitte mit.
Der Ischiasnerv ist der dickste und längste Nerv des menschlichen Körpers. Er entsteht aus den Nervenwurzeln L4 bis S3, verlässt das Becken durch die große Sitzbeinöffnung, verläuft unter der tiefen Gesäßmuskulatur und an der Rückseite des Oberschenkels und teilt sich oberhalb der Kniekehle in seine beiden Endäste für Unterschenkel und Fuß. Eine Reizung an einer beliebigen Stelle dieses Verlaufs kann Beschwerden erzeugen, die weit entfernt vom Reizort empfunden werden.
Für die Entstehung des radikulären Schmerzes gilt nach heutigem Verständnis, dass mechanischer Druck allein selten ausreicht. Hinzu kommt eine entzündliche Reaktion um die Nervenwurzel herum, ausgelöst durch den Kontakt mit Bandscheibengewebe. Das erklärt, warum ein Bandscheibenvorfall im Bild und die tatsächlichen Beschwerden so schlecht zusammenpassen, und es erklärt, warum entzündungshemmende Maßnahmen in der akuten Phase eine Rolle spielen.
Für den übertragenen Schmerz gilt eine andere Erklärung. Reize aus Gelenkkapseln, Bändern und Muskeln treffen im Rückenmark auf dieselben Nervenzellen wie Reize aus dem Bein. Das Gehirn kann die Quelle dann nicht mehr eindeutig zuordnen und projiziert die Empfindung in ein größeres Gebiet. Der Schmerz wird im Bein wahrgenommen, obwohl die Quelle im Rücken oder im Becken liegt.
Eine sichere Zuordnung gelingt nicht in jedem Fall. Für die Beteiligung einer Nervenwurzel liefern der neurologische Befund und die Verteilung des Schmerzes brauchbare Anhaltspunkte. Für die Unterscheidung zwischen Iliosakralgelenk, kleinen Wirbelgelenken und Gesäßmuskulatur gibt es keinen einzelnen Test, der für sich genommen beweisend wäre. Ich verlasse mich deshalb auf die Zusammenschau mehrerer Befunde und auf das Ansprechen der Behandlung.
Praktisch heißt das: Ich lege eine Arbeitsdiagnose fest, behandle gezielt und überprüfe nach zwei bis drei Terminen, ob sich etwas verändert hat. Bleibt jede Veränderung aus, spricht das gegen die Annahme, und ich überdenke die Zuordnung, statt dieselbe Behandlung fortzusetzen.
Zum Verlauf lässt sich mehr Verlässliches sagen als bei vielen anderen Beschwerdebildern. Ein akuter Beinschmerz aus einer Nervenwurzelreizung bildet sich bei einem großen Teil der Betroffenen über Wochen bis wenige Monate von selbst zurück, auch ohne Eingriff. Diese günstige Grundtendenz ist ein Argument für Zurückhaltung bei invasiven Maßnahmen, und sie ist zugleich der Grund, warum sich der Nutzen einzelner Behandlungen in Studien so schwer nachweisen lässt.
Nicht jedes Ziehen im Bein kommt aus dem Rücken. Gegen einen Ursprung in der Wirbelsäule sprechen unter anderem:
Ein Teil dieser Bilder gehört in gefäßmedizinische, internistische oder neurologische Hand, und ich sage das dann auch. Häufig liegt außerdem eine Kombination vor, bei der die Grunderkrankung behandelt gehört und die muskuläre Komponente ergänzend behandelt werden kann.
In der akuten Phase gilt für die meisten Betroffenen: in Bewegung bleiben, Bettruhe vermeiden und die Belastung so weit steigern, wie die Beschwerden es zulassen. Wärme wird von vielen als angenehm erlebt und schadet nicht. Für die Schmerzbehandlung stehen entzündungshemmende Schmerzmittel zur Verfügung. Welches Präparat in welcher Dosierung in Frage kommt, hängt von Vorerkrankungen und weiteren Medikamenten ab und gehört deshalb in ärztliche Hand oder zumindest in eine Beratung in der Apotheke.
Bestehen die Beschwerden länger als wenige Tage, gehen sie mit Gefühls- oder Kraftstörungen einher oder treten Warnzeichen auf, ist eine Untersuchung angezeigt, bevor weiter abgewartet wird. Was danach sinnvoll ist, hängt davon ab, woher das Ziehen kommt.
Bei einer akuten Reizung einer Nervenwurzel bessern sich die Beschwerden bei einem großen Teil der Betroffenen innerhalb von vier bis zwölf Wochen deutlich. Das ist überwiegend der natürliche Verlauf, und eine Behandlung kann diesen Verlauf begleiten und erträglicher machen. Beschwerden aus Gelenken oder Muskulatur sprechen oft schneller an, neigen dafür aber eher zum Wiederauftreten.
Verläufe, die sich über Monate oder Jahre aufgebaut haben, brauchen mehr Zeit und ein Vorgehen in Stufen. Wie lange es dauert, hängt von der Ursache ab, von Begleiterkrankungen, von der beruflichen Belastung und davon, wie regelmäßig die Übungen umgesetzt werden.
Ohne Kraftverlust und ohne Gefühlsstörung ist ein konservatives Vorgehen der übliche erste Weg. Dazu gehören Bewegung und Übungstherapie, manuelle Behandlung, eine angemessene Schmerzbehandlung und, wo angezeigt, gezielte Infiltrationen. Angesichts der günstigen Grundtendenz des Verlaufs ist es in nicht dringlichen Situationen vertretbar, diesen Weg zunächst auszuschöpfen.
Eine Operation kommt in Betracht, wenn neurologische Ausfälle zunehmen oder wenn die Beschwerden trotz konsequenter konservativer Behandlung über Wochen unverändert stark bleiben. Sofortiger Handlungsbedarf besteht bei einer rasch zunehmenden Lähmung, bei einer Gefühlsstörung im Reithosenbereich und bei einer neu aufgetretenen Störung der Blasen- oder Darmfunktion. Diese Situationen gehören ohne Verzögerung in die Klinik.
Sofort und notfallmäßig gehören folgende Zeichen abgeklärt: eine Gefühlsstörung im Reithosenbereich, also im Bereich von Damm, Gesäß und Innenseite der Oberschenkel; eine neu aufgetretene Störung der Blasen- oder Darmfunktion, einschließlich unbemerktem Harnverlust oder der Unfähigkeit, Wasser zu lassen; sowie eine rasch zunehmende Schwäche im Bein. Diese Zeichen können auf ein Cauda-equina-Syndrom hinweisen, bei dem die Nervenfasern am unteren Ende des Wirbelkanals bedrängt werden. Hier zählen Stunden, und der Weg führt in die Notaufnahme.
Rasch, aber ohne Notfallcharakter, gehören abgeklärt: eine einseitig geschwollene und überwärmte Wade, Fieber zusammen mit Rückenschmerz, nächtlicher Ruheschmerz, ungewollter Gewichtsverlust, eine Tumorerkrankung in der Vorgeschichte sowie ein Beinschmerz nach einem Sturz bei bekannter Osteoporose.
Für ausstrahlende Beinschmerzen liegt eine kontrollierte Studie vor, die eine manuelle Behandlung zusätzlich zu Heimübungen mit Heimübungen allein verglichen hat. Nach zwölf Wochen war die Kombination beim Beinschmerz überlegen, nach zwölf Monaten war dieser Unterschied nicht mehr nachweisbar. Das deckt sich mit meiner Erfahrung: Die manuelle Behandlung hilft, eine Phase zu überbrücken und die Bewegung wieder in Gang zu bringen. Was langfristig trägt, ist die aktive Behandlung.
Sinnvoll ist das Vorgehen vor allem dann, wenn die Untersuchung eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung an Lendenwirbelsäule oder Iliosakralgelenk zeigt oder wenn die Muskulatur den Schmerz mit unterhält. Nicht in Frage kommt es bei zunehmenden neurologischen Ausfällen, bei Verdacht auf ein Cauda-equina-Syndrom, bei einer höhergradigen Enge des Wirbelkanals, bei ausgeprägter Osteoporose und bei einer Durchblutungsstörung der Beinarterien.
Ziehende Beinschmerzen sind ein Symptom und beschreiben die Empfindung. Ischialgie ist eine Zuordnung und benennt eine Reizung des Ischiasnervs oder der zu ihm beitragenden Nervenwurzeln. Jede Ischialgie erzeugt ein Ziehen im Bein, umgekehrt gilt das nicht.
Für die Zuordnung als Ischialgie sprechen ein Schmerz, der bis unter das Knie reicht, ein schmaler streifenförmiger Verlauf, eine Verstärkung beim Husten oder Pressen sowie begleitende Gefühls- oder Kraftstörungen. Fehlen diese Merkmale und endet das Ziehen am Oberschenkel, kommen das Iliosakralgelenk, die kleinen Wirbelgelenke, die Gesäßmuskulatur oder das Hüftgelenk als Quelle in Betracht.
Eine allgemeingültige Übung gibt es nicht, weil die entlastende Richtung von der Ursache abhängt. Häufig hilfreich sind eine sanfte Mobilisation der Lendenwirbelsäule im Vierfüßlerstand, eine Dehnung der Hüftbeuger und der Gesäßmuskulatur sowie Übungen, die den Nerv in seiner Gleitfähigkeit ansprechen, etwa das langsame Strecken des Knies im Sitzen bei gleichzeitiger Bewegung des Kopfes.
Vorsicht ist bei einer akuten Reizung der Nervenwurzel geboten. Eine kräftige Dehnung der Oberschenkelrückseite belastet den bereits gereizten Nerv zusätzlich und verstärkt die Beschwerden bei einem Teil der Betroffenen. Ich lege die Übungen deshalb erst nach der Untersuchung fest und zeige sie in der Praxis, statt sie hier allgemein zu empfehlen.
Zur manuellen Behandlung bei ausstrahlendem Beinschmerz liegt eine kontrollierte Studie von Bronfort und Mitarbeitern aus dem Jahr 2014 vor, veröffentlicht in den Annals of Internal Medicine. Eingeschlossen wurden 192 Erwachsene mit seit mindestens vier Wochen bestehenden Beinschmerzen. Verglichen wurde eine zwölfwöchige manuelle Behandlung zusammen mit Heimübungen und Beratung gegen Heimübungen und Beratung allein.
Nach zwölf Wochen war die Kombination beim Beinschmerz überlegen, der Unterschied betrug zehn Prozentpunkte. Nach zweiundfünfzig Wochen war er nicht mehr statistisch nachweisbar. Von den weiteren Zielgrößen blieben nur die selbst eingeschätzte Gesamtbesserung, die Zufriedenheit und der Verbrauch an Schmerzmitteln langfristig zugunsten der Kombination. Schwerwiegende behandlungsbezogene Ereignisse traten nicht auf. Zu den Einschränkungen gehört, dass Behandelnde und Behandelte nicht verblindet werden konnten und dass gegen eine aktive Vergleichsbehandlung verglichen wurde und nicht gegen eine Scheinbehandlung.
Für die Behandlung von Kreuzschmerzen allgemein fasst eine Übersicht internationaler Leitlinien von Oliveira und Mitarbeitern aus dem Jahr 2018 den Stand zusammen, erschienen im European Spine Journal. Für den akuten Verlauf empfohlen werden dort Aufklärung über die günstige Prognose, die Rückkehr zu normaler Aktivität, das Vermeiden von Bettruhe sowie entzündungshemmende Schmerzmittel für kurze Zeit. Bei der Wirbelsäulenmanipulation weichen die einzelnen Leitlinien voneinander ab. Zu beachten ist außerdem, dass sich diese Übersicht ausdrücklich auf unspezifische Kreuzschmerzen bezieht und Patientinnen und Patienten mit radikulärem Syndrom nicht einschließt.
Zusammengefasst: Für die manuelle Behandlung bei ausstrahlendem Beinschmerz gibt es einen Beleg für einen kurzfristigen Zusatznutzen. Einen Beleg für einen dauerhaften Vorteil gegenüber einem gut angeleiteten Übungsprogramm gibt es nicht. Ich halte das für einen guten Grund, die Übungen von Anfang an ernst zu nehmen.
Bronfort G et al.: Spinal Manipulation and Home Exercise With Advice for Subacute and Chronic Back-Related Leg Pain. Annals of Internal Medicine 2014;161(6):381-391
Oliveira CB et al.: Clinical practice guidelines for the management of non-specific low back pain in primary care. European Spine Journal 2018;27(11):2791-2803
Die Behandlung kann nur privat abgerechnet werden. Gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten können gerne ebenfalls behandelt werden, erhalten jedoch eine Selbstzahlerrechnung, die üblicherweise nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird.
Ich rechne nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Die Höhe der Kosten richtet sich nach den individuell erforderlichen und erbrachten Leistungen. Bei einem üblichen Termin mit Beratung, Untersuchung und Behandlung liegt der Rechnungsbetrag für Selbstzahler erfahrungsgemäß bei etwa 175 €. Bei aufwendigerer Diagnostik, zusätzlichen Leistungen oder verwendeten Medikamenten kann der Betrag darüber liegen. Auf Wunsch informiere ich Sie vor der Behandlung über die voraussichtlichen Kosten.
Eine Überweisung benötigen Sie nicht. Bringen Sie zum ersten Termin bitte vorhandene Befunde mit, insbesondere Aufnahmen der Lendenwirbelsäule und Berichte aus einer bereits erfolgten Abklärung. Nützlich ist außerdem eine Liste Ihrer Medikamente, weil sie für die Frage nach gerinnungshemmender Behandlung und für die Auswahl der Schmerzbehandlung wichtig ist.
Meine Praxis liegt in München-Sendling-Westpark am Heimeranplatz, erreichbar mit der U-Bahn (U4/U5, Haltestelle Heimeranplatz) oder über den Mittleren Ring. Patientinnen und Patienten kommen unter anderem aus Sendling, Laim, Schwanthalerhöhe, Obersendling und Thalkirchen.
Schulmedizin mit Blick aufs Ganze, angewandt in Form von Manueller Medizin
Ausgewählte Google-Bewertung im Originalwortlaut.

Ein Chiropraktiker nutzt vor allem Techniken, bei denen er seine Hände einsetzt, um Gelenke oder Körperpartien zu mobilisieren, die eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung aufweisen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin basiert Akupunktur auf der Annahme, dass Kanäle lebenswichtiger Energie in regelmäßigen Mustern im Inneren des Körpers und über dessen Oberfläche verlaufen.

Die Neuraltherapie ist eine Injektionstherapie, bei der ein Lokalanästhetikum an gezielt ausgewählte Stellen eingebracht wird, um Schmerzmuster zu unterbrechen und die Durchblutung im Gewebe zu verbessern.

Bei einer Funktionsstörung der Kopfgelenke behandle ich ausschließlich manuell, mit osteopathischen Techniken und Chirotherapie, ohne Geräte und ohne standardisiertes Schema.
Kontaktadresse
Dr. med. Jonas Putzhammer
Hansastraße 27e
81373 München
Telefon: 089 62021990 | E-Mail: nfjnsptzhmmrd