Behandlung einer Costochondritis und des Tietze-Syndroms
Das Tietze-Syndrom ist eine schmerzhafte Entzündung der Knorpelverbindungen zwischen Rippen und Brustbein. In meiner Praxis behandle ich Patienten mit Tietze-Syndrom in einem Konzept aus präziser Diagnostik, manueller Medizin mit gleichzeitiger Behandlung blockierter Rippenwirbelgelenke, gezielter lokaler Infiltration, osteopathischen Techniken sowie entzündungshemmender Begleittherapie.
Mein Behandlungsansatz adressiert die lokale Reizung am Brustbein ebenso wie die funktionellen Störungen der Brustwirbelsäule und der Rippenwirbelgelenke, die das Beschwerdebild oft begleiten. Welche Verfahren ich kombiniere, entscheide ich nach dem klinischen Befund und dem Beschwerdebild.
Beim Tietze-Syndrom liegt das Problem selten nur am gereizten Knorpel am Brustbein. Bei der Untersuchung taste ich die betroffenen Rippen-Brustbein-Übergänge gezielt ab, prüfe, ob sich Ihr Schmerz reproduzieren lässt, und untersuche zugleich die Rippenwirbelgelenke und die Beweglichkeit der Brustwirbelsäule, die häufig mitbeteiligt sind. Zeigt sich dort eine Blockierung, löse ich sie mit gezielten manuellen Techniken und Chirotherapie und verbessere so die Beweglichkeit des gesamten Brustkorbs. Dabei behandle ich nicht nur die schmerzhafte Stelle, sondern auch die umliegenden Muskelgruppen und Gelenke.
Entzündliche Schmerzen wie beim Tietze-Syndrom sprechen oft auf eine lokale Injektionsbehandlung an. Mit der Neuraltherapie bringe ich ein Lokalanästhetikum gezielt in das gereizte Gewebe ein, um den Schmerz zu unterbrechen und die Reizung zu beruhigen. Ich setze sie ergänzend zur manuellen Behandlung ein. Über Nutzen und Risiken einer Injektion kläre ich Sie vorher auf.
Osteopathische Techniken richten den Blick auf das Zusammenspiel des Brustkorbs: Wie bewegt er sich beim Atmen, gibt es Verspannungen in der Schulter- oder Halsmuskulatur, die den Thorax mitbelasten? Mit sanften Techniken löse ich solche Gewebespannungen und verbessere die Beweglichkeit beim Atmen, sodass die gereizten Knorpelübergänge weniger belastet werden.
Ergänzend zeige ich Ihnen gezielte Übungen für die Brustwirbelsäule und den Brustkorb, abgestimmt auf Ihre Situation. Beweglichkeitsübungen, die die Brustwirbelsäule mobilisieren und die Atemtiefe fördern, entlasten die Rippenknorpel und können einem erneuten Auftreten vorbeugen. Ich erkläre Ihnen die Übungen so, dass Sie sie sicher zu Hause durchführen können.
Wo nötig, ergänze ich die manuelle und die infiltrative Behandlung durch entzündungshemmende Schmerzmittel. Ziel ist, die Reizung zu senken und Ihnen ein möglichst beschwerdearmes Zeitfenster für Bewegung und Alltag zu verschaffen. Welche Mittel infrage kommen, bespreche ich mit Ihnen und stimme sie bei Bedarf mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt und der Apotheke ab.
Das Tietze-Syndrom (auch Morbus Tietze) ist eine schmerzhafte Reizung der Knorpelverbindungen zwischen den Rippen und dem Brustbein (Sternum). Medizinisch handelt es sich um eine Chondritis, also eine Reizung des Knorpelgewebes im Bereich der costosternalen Übergänge. Charakteristisch und namensgebend für die Abgrenzung von ähnlichen Erkrankungen ist eine tastbare, manchmal auch sichtbare Schwellung an der betroffenen Stelle. Meist sind die Knorpelverbindungen der zweiten und dritten Rippe betroffen. Das Syndrom wurde 1921 erstmals vom deutschen Chirurgen Alexander Tietze beschrieben.
Die genauen Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Als mögliche Auslöser werden diskutiert:
Der Thorax, also der gesamte knöcherne Brustkorb, besteht aus der Brustwirbelsäule, den zwölf Rippenpaaren und dem Brustbein (Sternum). Die oberen sieben Rippenpaare sind direkt über Rippenknorpel mit dem Brustbein verbunden (costosternale Gelenke). Genau an diesen Übergängen liegt die Schwachstelle beim Tietze-Syndrom: Der hyaline Knorpel zwischen Rippe und Brustbein ist zwar belastbar, aber bei anhaltender Reizung anfällig für Entzündungen.
Gleichzeitig sind die Rippenwirbelgelenke an der Rückseite, also die Verbindungen der Rippen zur Brustwirbelsäule, funktionell eng mit dem gesamten System verknüpft. Blockierungen in der BWS können daher Beschwerden am Brustbein mitverursachen oder aufrechterhalten. Diese Verknüpfung erklärt, warum ich Brustkorb-Vorderseite und Brustwirbelsäule gemeinsam behandle und nicht nur die schmerzhafte Stelle am Brustbein.
Die Diagnose erfolgt in erster Linie klinisch durch eine sorgfältige körperliche Untersuchung. Der direkte Druckschmerz und die tastbare Schwellung über den betroffenen Rippenknorpeln sind die entscheidenden Befunde. Ergänzend setze ich bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen oder MRT ein, vor allem um andere Ursachen von Brustschmerzen (Herzerkrankungen, Lungenprobleme, Erkrankungen der Wirbelsäule) sicher auszuschließen. Da Brustschmerzen immer ernst genommen werden müssen, ist eine ärztliche Abklärung bei erstmaligem Auftreten zwingend empfohlen.
Der Verlauf ist in den meisten Fällen gutartig. Mit einer konservativen Behandlung bessern sich die Beschwerden meist. Allerdings kann das Tietze-Syndrom je nach Ursache und Therapie über Wochen bis Monate anhalten. Rückfälle sind möglich, wenn auslösende Faktoren nicht beseitigt werden.
Beim Tietze-Syndrom hilft eine Kombination aus manueller Therapie und Entzündungshemmung oft gut. Die Behandlung der Rippenwirbelgelenke und der Brustwirbelsäule sowie die gezielte Infiltration und entzündungshemmende Therapie bilden die Basis der Behandlung. Entscheidend ist außerdem, auslösende Faktoren wie Überlastung oder Haltungsprobleme zu beseitigen.
Bei milder Ausprägung und frühzeitiger Behandlung bessern sich die Beschwerden oft innerhalb weniger Wochen. In stark entzündlichen oder lange bestehenden Fällen können Schmerzen und Schwellung mehrere Monate anhalten. Eine konsequente und regelmäßige manuelle Behandlung in Kombination mit Injektionen und oraler Entzündungshemmung in Verbindung mit gezielten Übungen für die Brustwirbelsäule führen dann zur Linderung der Beschwerden.
Das Tietze-Syndrom ist ein orthopädisches Problem. Methoden wie Chiropraktik, Osteopathie, lokale Infiltrationen, ggf. vorübergehende Medikation und Bewegungsübungen sind die Therapien der Wahl. Ein Orthopäde oder Manualmediziner, der konservative Orthopädie beherrscht, ist ein geeigneter Arzt bei einem Tietze-Syndrom.
Das Tietze-Syndrom selbst ist vollkommen ungefährlich, wenn es sich dabei in Wirklichkeit nicht um eine Herzerkrankung oder eine andere potenziell gefährliche Erkrankung handelt. Unterschiedliche Erkrankungen können sich in Brustschmerzen äußern, die Differenzierung ist klinisch wichtig. Beim Tietze-Syndrom ist der Schmerz typischerweise punktuell druckauslösbar (durch Betasten der Rippenknorpel), tritt verstärkt beim Einatmen oder bei Bewegung auf und ist mit einer tastbaren Schwellung verbunden. Herzschmerzen strahlen häufig in den linken Arm, Kiefer oder Rücken aus, gehen mit Atemnot, Schwindel oder Schweißausbrüchen einher und sind nicht durch Druck auf den Brustkorb reproduzierbar. Bei Unsicherheit oder erstmaligen Brustschmerzen gilt: Zuerst einen Arzt aufsuchen oder im Zweifel den Notruf 112 rufen, um eine kardiale Ursache auszuschließen.
Beide Begriffe beschreiben eine Entzündung der Knorpelverbindungen zwischen Rippen und Brustbein. Der entscheidende Unterschied liegt in der Schwellung: Beim Tietze-Syndrom ist eine tastbare und manchmal sichtbare Schwellung über dem entzündeten Knorpel vorhanden, bei der Costochondritis fehlt diese Schwellung typischerweise. Beide Erkrankungen verursachen ähnliche Schmerzen und werden ähnlich behandelt, weshalb die Begriffe im klinischen Alltag manchmal synonym verwendet werden.
Die Mobilisation der Brustwirbelsäule steht im Vordergrund. Geeignet sind Drehbewegungen des Oberkörpers, vorsichtiges Aufweiten des Brustkorbs (etwa mit einer Schaumstoffrolle unter der Brustwirbelsäule) und gezielte Atemübungen. Sie verbessern die Beweglichkeit des Brustkorbs und entlasten die Rippenknorpel. Übungen, die akuten Druckschmerz auslösen, sollten zunächst vermieden werden.
Manuelle Medizin kann beim Tietze-Syndrom sinnvoll sein, weil die Rippenwirbelgelenke der Brustwirbelsäule funktionell eng mit den gereizten Knorpelübergängen am Brustbein zusammenhängen und häufig mitblockiert sind. Durch gezielte Mobilisation der Brustwirbelsäule und der Rippenwirbelgelenke verbessere ich die Beweglichkeit des Brustkorbs und entlaste die betroffene Stelle. Studien speziell zum Tietze-Syndrom sind allerdings rar, weil die Erkrankung selten ist. Der Nutzen der manuellen Behandlung ergibt sich hier vor allem aus der Behandlung der begleitenden Funktionsstörung, kombiniert mit lokaler Infiltration und entzündungshemmender Therapie.
Das Tietze-Syndrom ist eine seltene, gutartige und meist selbstlimitierende Reizung der Knorpelverbindungen zwischen Rippen und Brustbein. Hochwertige Studien speziell zur manuellen Therapie gibt es kaum, weil die Erkrankung selten ist. Fachliche Übersichtsarbeiten beschreiben den Verlauf als günstig und nennen als Basis Aufklärung, Schonung und entzündungshemmende Schmerzmittel, bei anhaltenden Beschwerden ergänzt durch eine gezielte lokale Injektion sowie Physiotherapie und Übungen. Die Behandlung der begleitenden Funktionsstörungen an Rippengelenken und Brustwirbelsäule ordne ich in dieses Vorgehen ein.
In meiner Praxis sehe ich häufig Patientinnen und Patienten mit anhaltenden Brustschmerzen, oft nachdem in der Notaufnahme eine kardiale Ursache ausgeschlossen wurde. Die typische Kombination aus Schwellung am Rippenknorpel und gleichzeitig blockierten Rippenwirbelgelenken erklärt, warum ich Brustbein-Vorderseite und Brustwirbelsäule gemeinsam behandle. Meine Praxis liegt am Heimeranplatz in Sendling-Westpark, direkt an der U-Bahn (U4/U5) und über den Mittleren Ring erreichbar. Eine Tiefgarage im Haus erleichtert die Anfahrt. Patientinnen und Patienten kommen unter anderem aus Sendling, Laim, Schwanthalerhöhe, Obersendling und Thalkirchen.
Schulmedizin mit Blick aufs Ganze, angewandt in Form von Manueller Medizin
Ausgewählte Google-Bewertung im Originalwortlaut.

Ein Chiropraktiker nutzt vor allem Techniken, bei denen er seine Hände einsetzt, um Gelenke oder Körperpartien zu mobilisieren, die eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung aufweisen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin basiert Akupunktur auf der Annahme, dass Kanäle lebenswichtiger Energie in regelmäßigen Mustern im Inneren des Körpers und über dessen Oberfläche verlaufen.

Die Neuraltherapie ist eine Injektionstherapie, bei der mit einem Lokalanästhetikum akute und chronische Beschwerden behandelt werden.

Bei einer Funktionsstörung der Kopfgelenke behandle ich ausschließlich manuell, mit osteopathischen Techniken und Chirotherapie, ohne Geräte und ohne standardisiertes Schema.
Kontaktadresse
Dr. med. Jonas Putzhammer
Hansastraße 27e
81373 München
Telefon: 089 62021990 | E-Mail: nfjnsptzhmmrd