Konservative Behandlung der Iliosakralgelenk-Blockade
Die ISG-Blockade ist eine funktionelle Bewegungseinschränkung des Iliosakralgelenks, ohne strukturelle Schädigung. Genau das macht sie der manuellen Behandlung gut zugänglich. Als Arzt und Wirbelsäulenspezialist mit Schwerpunkt Manualmedizin sichere ich zuerst mit spezifischen Provokationstests, dass das ISG die Schmerzquelle ist, und behandle dann gezielt. Viele Patientinnen und Patienten berichten erfahrungsgemäß schon nach der ersten Sitzung von deutlicher Linderung, das Ansprechen ist aber individuell verschieden. Abzugrenzen ist die entzündliche Sakroiliitis; einen Überblick über alle Ursachen gebe ich auf der Seite ISG-Schmerzen.
Kurzfristige Termine sind möglich, oft innerhalb weniger Tage. Eine Überweisung ist nicht erforderlich.
Welche Beschwerden im Vordergrund stehen, gibt Hinweise auf die Lokalisation der Blockade. Das sind Anhaltspunkte und kein Ersatz für eine Untersuchung.
Eine ISG-Blockade ist eine funktionelle Bewegungseinschränkung des Iliosakralgelenks. Das Gelenk ist in seiner Mikrobeweglichkeit eingeschränkt oder leicht verkantet, ohne strukturelle Schädigung. Welche Verfahren ich kombiniere, entscheide ich anhand klinischer Tests und des aktuellen Beschwerdebildes.
Vor jeder Behandlung sichere ich die Blockade klinisch mit spezifischen Provokationstests und einer Bewegungsanalyse des Beckenrings. Anschließend löse ich die Hypomobilität mit einer gezielten Manipulation und stelle die normale Beweglichkeit des Gelenks wieder her. Je nach Befund und Konstitution nutze ich unter anderem die Thompson-Drop-Technik mit absenkbarem Behandlungstisch, die die nötige Impulskraft minimiert und besonders gelenkschonend ist. Erfahrungsgemäß bessern sich akute Blockaden nach wenigen Sitzungen, der Verlauf ist aber individuell.
Ist die Blockade von muskulären Dysbalancen, Beckenschiefstand oder Verspannungen begleitet, ergänze ich osteopathische Techniken. Sie entspannen die Umgebungsmuskulatur und stabilisieren den gesamten Beckenring.
Bei hartnäckigen oder wiederkehrenden Blockierungen mit Reizzuständen der Gelenkkapsel oder der umgebenden Bänder kann eine gezielte Infiltration des Iliosakralgelenks sinnvoll sein. Die Neuraltherapie mit einem Lokalanästhetikum kann das Schmerzgedächtnis unterbrechen und einen regulierenden Impuls setzen. Über Nutzen und Risiken einer Injektion kläre ich Sie vorher auf.
Bei ausgeprägter Schmerzempfindlichkeit oder reflektorischer Schutzspannung der Muskulatur ergänzt Akupunktur die Behandlung. Sie kann schmerzlindernd wirken, die Begleitmuskulatur entspannen und die anschließende manuelle Behandlung erleichtern.
Nach der Behandlung ist eine gezielte Kräftigung der Rumpf- und Hüftmuskulatur wichtig, um erneuten Blockaden vorzubeugen. Ich erkläre Ihnen individuelle Übungen, die zu Ihrem Befund und Ihrem Alltag passen.
Das Iliosakralgelenk (ISG, auch Sakroiliakalgelenk) verbindet auf beiden Seiten das Kreuzbein (Sakrum) mit dem Darmbein, also die Wirbelsäule mit dem Beckengürtel. Eine ISG-Blockade (auch ISG-Blockierung, Iliosakralgelenk-Dysfunktion oder ISG-Syndrom) ist eine funktionelle Bewegungseinschränkung dieses Gelenks: Die normale Mikrobeweglichkeit geht verloren, es entsteht eine schmerzhafte Hypomobilität.
Schätzungen zufolge sind etwa 15 bis 30 Prozent der mechanischen Rückenschmerzen auf eine ISG-Dysfunktion zurückzuführen. Die Diagnose wird oft übersehen, weil die Symptome einem LWS-Syndrom oder Bandscheibenvorfall ähneln. Abzugrenzen ist die Sakroiliitis, eine echte Entzündung des Gelenks, etwa bei Morbus Bechterew.
Eine ISG-Blockade hat oft mehrere Auslöser, die zusammenwirken:
Das Iliosakralgelenk ist eine Amphiarthrose, ein straffes Gelenk, das nur minimale Bewegung zulässt (wenige Grad Rotation, wenige Millimeter). Gerade diese geringe Mobilität macht es anfällig für funktionelle Blockaden, schon kleine Verschiebungen der Gelenkflächen können erhebliche Schmerzen auslösen. Das ISG ist zudem reich mit Schmerzrezeptoren versorgt und über Nervenfasern der Wurzeln L3 bis S3 angebunden. Deshalb können Schmerzen weit in Gesäß, Oberschenkel und Leiste ausstrahlen und leicht mit einer Ischiassymptomatik verwechselt werden. Eine präzise klinische Diagnostik ist der Schlüssel.
Die ISG-Blockade stelle ich klinisch fest, denn bei einer funktionellen Blockierung zeigt die Bildgebung meist keinen krankhaften Befund. Röntgen oder MRT sind wichtig, um strukturelle Ursachen wie Fraktur, Sakroiliitis oder Tumor abzugrenzen. Zu den Tests gehören FABER- und FADIR-Test, Kompressions- und Distraktionstest des Beckens, Gaenslen-Test und Thigh-Thrust-Test, dazu Beinlängenvergleich und Bewegungsanalyse. Fallen mehrere dieser Tests positiv aus, spricht das für das ISG als Schmerzquelle. Eine akute Blockade kann sich auch ohne Behandlung über Wochen bessern; bleibt sie bestehen, kann sie chronisch werden und Ausweichhaltungen sowie sekundäre Beschwerden nach sich ziehen.
Im Vordergrund steht die gezielte manuelle Behandlung des Iliosakralgelenks durch einen erfahrenen Arzt für Manuelle Medizin. Die funktionelle Blockierung wird gelöst und die Beweglichkeit wiederhergestellt, der Schmerz lässt erfahrungsgemäß oft rasch nach. Ergänzend helfen gezielte Übungen zur Stabilisierung der Rumpfmuskulatur, um Rückfällen vorzubeugen. Wärme und kurzfristig Schmerzmittel unterstützen.
Eine akute ISG-Blockade kann sich nach gezielter Behandlung schon nach wenigen Sitzungen deutlich bessern. Ohne Behandlung können die Beschwerden Wochen bis Monate andauern und chronisch werden. Wie schnell Sie wieder voll belastbar sind, hängt von der Dauer der Blockierung, begleitenden Verspannungen und Ihrer Konstitution ab.
Eine ISG-Blockade ist eine rein funktionelle Störung und lässt sich in aller Regel ohne Operation behandeln. Die Manuelle Medizin ist das Mittel der ersten Wahl. Operationen am Iliosakralgelenk sind nur in seltenen Ausnahmefällen ein Thema, etwa bei schwerer struktureller Instabilität oder nach Trauma.
Nach einer behandelten Blockade sind Übungen sinnvoll, die Hüft- und Gesäßmuskulatur (Gluteus medius und maximus) sowie die tiefe Rumpfmuskulatur kräftigen: Beckenbodentraining, sanfte Brückenübungen und kontrollierte Hüftstreckungen. In der akuten Phase sollten forcierte Dehnungen, schweres Heben und ruckartige Rotationen vermieden werden. Konkrete Empfehlungen gebe ich nach der Untersuchung.
Lassen Sie sich untersuchen, wenn die Schmerzen im unteren Rücken oder Gesäß länger als drei bis fünf Tage anhalten oder sich verschlechtern. Dringend abzuklären sind Beschwerden mit Taubheit, Kribbeln oder Kraftverlust im Bein. Auch Fieber, Gewichtsverlust oder nächtliche Ruheschmerzen sind Warnsignale, die eine entzündliche Ursache wie eine Sakroiliitis ausschließen lassen sollten.
Beide können sich ähnlich anfühlen. Bei einer ISG-Blockade sind die Schmerzen typischerweise einseitig direkt über dem Gesäß, verstärken sich beim Einbeinstand, Treppensteigen und Drehen im Bett und bessern sich oft bei Bewegung. Ein Bandscheibenvorfall verursacht elektrisierende, in Unterschenkel oder Fuß ausstrahlende Schmerzen, häufig mit Kribbeln oder Schwäche. Sicher unterscheiden lässt sich das durch eine klinische Untersuchung mit Provokationstests.
Bei der funktionellen ISG-Blockade ist die gezielte manuelle Manipulation eine der wichtigsten Behandlungsoptionen. Die Studienlage ist begrenzt und beruht auf kleinen Untersuchungen, die eine Besserung von Schmerz und Funktion nahelegen. In meiner Praxis verbinde ich eine präzise klinische Diagnose mit der gezielten Chirotherapie.
Nicht geeignet ist die Manipulation als alleinige Therapie bei aktiver Sakroiliitis im Rahmen rheumatischer Erkrankungen, bei akuten Beckenfrakturen, bei akuter Nervenwurzelkompression mit neurologischen Ausfällen oder bei fortgeschrittener Osteoporose. In der Schwangerschaft kommen ausschließlich besonders schonende Techniken zum Einsatz. Die richtige Einordnung gehört zur Erstuntersuchung.
Die ISG-Blockade ist eine funktionelle Störung des Iliosakralgelenks. Die Evidenz für die manuelle Behandlung ist begrenzt und stützt sich auf kleine Studien. In einer randomisierten Untersuchung von Kamali und Shokri (2012) besserten sich Schmerz und Funktion nach gezielter ISG-Manipulation. Eine Überlegenheit gegenüber aktiver Übungstherapie ist damit nicht bewiesen. Ich setze die Manipulation deshalb als einen Baustein ein, kombiniert mit Stabilisationsübungen.
In meiner Praxis sehe ich viele Patientinnen und Patienten, deren einseitiger Kreuzschmerz zuvor als Bandscheibenvorfall oder hartnäckiges LWS-Syndrom gedeutet wurde. Eine präzise Diagnostik mit klinischen Provokationstests identifiziert das ISG als Schmerzquelle, eine gezielte manuelle Behandlung löst die Blockade. Aus Sendling, Laim, Schwanthalerhöhe, Obersendling, Thalkirchen und dem gesamten Münchner Süden finden Patientinnen und Patienten in meine Praxis. Sie liegt am Heimeranplatz in Sendling-Westpark, direkt an der U-Bahn (U4/U5). Eine Tiefgarage im Haus erleichtert die Anfahrt.
Schulmedizin mit Blick aufs Ganze, angewandt in Form von Manueller Medizin
Ausgewählte Google-Bewertung im Originalwortlaut.

Ein Chiropraktiker nutzt vor allem Techniken, bei denen er seine Hände einsetzt, um Gelenke oder Körperpartien zu mobilisieren, die eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung aufweisen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin basiert Akupunktur auf der Annahme, dass Kanäle lebenswichtiger Energie in regelmäßigen Mustern im Inneren des Körpers und über dessen Oberfläche verlaufen.

Die Neuraltherapie ist eine Injektionstherapie, bei der mit einem Lokalanästhetikum die körpereigenen Selbstheilungskräfte angeregt werden, um akute und chronische Beschwerden zu behandeln.

Bei einer Funktionsstörung der Kopfgelenke behandle ich ausschließlich manuell, mit osteopathischen Techniken und Chirotherapie, ohne Geräte und ohne standardisiertes Schema.
Kontaktadresse
Dr. med. Jonas Putzhammer
Hansastraße 27e
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