Behandlung von Nackenschmerzen in München

Nackenschmerzen

Nackenschmerzen: Akute oder chronische Schmerzen im hinteren Halsbereich, unter denen fast alle Erwachsenen zumindest gelegentlich leiden. Hinter dem Leitsymptom Nackenschmerz stecken verschiedene körperliche, aber auch psychische Ursachen. Die häufigste Ursache ist eine muskuläre Verspannung durch langanhaltende Fehl- und Überbelastungen. Im jüngeren Alter sind Verletzungen und im höheren Alter eher degenerative Prozesse an den Bandscheiben und Wirbelkörpern der Halswirbelsäule oft für Nackenschmerzen verantwortlich.

Nach dem Lesen dieses Artikels wissen Sie:

  • Welche Arten von Nackenschmerzen es gibt
  • Was den Nackenschmerz auslöst
  • Wann Sie zum Arzt gehen sollten
  • Wie der Arzt die Diagnose stellt
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten ich Ihnen empfehle
  • Was Sie selbst gegen Nackenschmerzen tun können

Welche Arten von Nackenschmerzen gibt es?

Akute Nackenschmerzen dauern bis zu 3 Wochen an. Sie entspringen entweder einem Teufelskreis aus Überlastung und Verspannung (dazu weiter unten mehr) oder sind Folge einer Verletzung. Typisch sind dumpf-ziehende, beidseitige Schmerzen im Nacken, die oft in den Hinterkopf oder die Schultern ausstrahlen. Die Nackenmuskulatur ist verhärtet und druckschmerzhaft.

Chronische Nackenschmerzen bestehen seit mindestens 3 Monaten und haben sehr viele verschiedene Ursachen. Entsprechend ist auch der Charakter des Schmerzes variabel. Chronisch degenerative Prozesse wie die Arthrose oder Wirbelkanalverengung etwa zeigen sich durch kurze, einschießende Schmerzmomente, vor allem bei Bewegungen oder Belastungen.

Was löst Nackenschmerzen aus?

Anatomie
Der Nacken als hinterer Anteil des Halses umgibt die sieben Halswirbelkörper. Er ist in alle Richtungen sehr beweglich. Dies ermöglicht es uns, schnell den Blick zu wenden, um die gesamte Umgebung im Auge zu behalten, führt jedoch auch zu schnellen Verschleißerscheinungen und Verletzungen bei Überlastung.

Funktionelle Ursachen

Überlastung und Verspannung
Der häufigste Grund für Nackenschmerzen sind Fehlhaltung, Überlastung und die darauffolgende Verspannung von Schulter- und Nackenmuskulatur. Begünstigt oder ausgelöst werden diese durch:

  • Langes, unergonomisches Sitzen am Schreibtisch
  • Kühle Zugluft
  • Muskelzerrungen bei Überlastung
  • Verspannung durch ungünstige Liegepositionen in der Nacht
  • Langanhaltender Blick nach unten auf das Smartphone („Handynacken“)
  • Arbeiten mit überstreckter Halswirbelsäule, z.B. bei Handwerkern, aber auch Sportarten, bei denen der Kopf überstreckt gehalten werden muss wie Brustschwimmen und Rennradfahren
  • Belastender Stress, insbesondere ungelöste Konflikte im privaten oder beruflichen Bereich, die die Anspannung der Muskeln erhöhen (auch ohne dass der Betroffene dies bemerkt)

Wirbelblockierungen
Durch falsche Bewegungen können die Gelenke der Halswirbelsäule „eingeklemmt“ werden. Dies führt zu Schmerzen sowie einer Verspannung der Nackenmuskulatur, die wiederum Wirbelblockierungen begünstigt.

In der ärztlichen Praxis ist dieser Teufelskreis zwischen Überbelastung oder Fehlbelastung auf der einen und Schmerz, Wirbelblockierung und Muskelverspannung auf der anderen Seite sehr häufig zu beobachten.

Strukturelle Ursachen

Erkrankungen der Knochen und Nerven
Besonders in höherem Alter kommt es durch verschleißbedingte Veränderungen der Wirbelsäule zu Nackenschmerzen bis hin zur Unbeweglichkeit des Kopfes. Ursachen sind zum Beispiel:

  • Arthrose: Im Laufe der Jahre nutzen sich die Wirbelkörper ab und es kommt zur Arthrose der kleinen Wirbelgelenke. Dies führt zu einer Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule. Außerdem wachsen kleine Knochenanbauten (Spondylophyten) an der Wirbelsäule, die die Nerven komprimieren und somit zu Schmerzen führen.
  • Wirbelkanalverengung (Spinalkanalstenose): Durch die Abnutzungserscheinungen (degenerative Prozesse) der Wirbelkörper und Bandscheiben werden Wirbelkanal (hier verläuft das Rückenmark) und Zwischenwirbellöcher (hier treten Nerven aus dem Rückenmark aus) eingeengt. Die Kompression der Nerven führt zu Schmerzen, z.B. in Oberarm, Schulter oder Nacken.
  • Osteoporose (Knochenschwund): Der gestörte Knochenstoffwechsel mit vermehrtem Knochenabbau zeigt sich unter anderem an der Halswirbelsäule mit Nackenschmerzen. Betroffen von der Osteoporose sind vor allem Frauen in den Wechseljahren.
  • Bandscheibenvorwölbung und Bandscheibenvorfall von Bandscheiben der Halswirbelsäule sind relativ selten. Dem Druck auf die Nerven folgen Nackenschmerzen, die (je nach Lage des Vorfalls) bis in den Ober- oder Unterarm ausstrahlen und dort Taubheit oder Kribbeln verursachen.

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen
Bei der Fibromyalgie sind Schmerzen in Schulter und Nacken sehr häufig, beim Morbus Bechterew führen die entzündlichen Prozesse zu einer kompletten Versteifung der Wirbelsäule.
Eine Vielzahl weiterer Erkrankungen kann sich durch Nackenschmerzen bemerkbar machen. Dazu zählen:

  • Meningitis: eine Infektion der Hirnhäute führt zu starken Nackenschmerzen, Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen und Fieber.
  • Migräne: Eine Migräne verursacht in einigen Fällen auch Nackenschmerzen
  • Metastasen: Tumorabsiedlungen verschiedener Krebserkrankungen in der Wirbelsäule führen zu starken Nackenschmerzen z.B. durch Brüche eines Halswirbelkörpers oder Zusammendrücken von Nerven.
  • Verletzungen: Bei Autounfällen mit Schleudertrauma oder Stürzen kommt es oft zu einer Schädigung von Muskeln, Bändern oder Knochen der Halswirbelsäule mit zum Teil starken Nackenschmerzen sowie Bewegungseinschränkungen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei starken akuten, sturz- oder unfallbedingten Nackenschmerzen sollten Sie am selben Tag zum Arzt oder ins Krankenhaus.

Bei chronischen Nackenschmerzen (seit mindestens 3 Monate bestehend) sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen. Ein Arztbesuch ist sinnvoll, um auszuschließen, dass Sie eine schwerere Erkrankung übersehen oder die Beschwerden immer weiter zunehmen.

Zusätzliche Symptome
neben den Nackenschmerzen weisen auf einen eventuell schwerwiegenden Verlauf hin. Wenn diese auftreten, sollten Sie möglichst rasch zum Arzt gehen:

  • Einseitige Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen in Schulter und Arm weisen auf eine Kompression (Zusammendrücken) eines Nervs oder sogar einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule hin
  • Nachlassende Schmerzen bei zunehmenden Lähmungen treten bei starker Nervenschädigung auf
  • Fieber, Nachtschweiß oder Gewichtsverlust in Verbindung mit Nackenschmerzen sind Zeichen einer sehr ernsten Grunderkrankung wie z.B. einen Tumor

Wie stellt der Arzt eine Diagnose?

Zunächst befragt der Arzt den Patienten über Art und Häufigkeit des Nackenschmerzes. Es folgt die körperliche Untersuchung mit dem Abtasten des Nackens auf der Suche nach dem Maximum oder Ursprung der Schmerzen, verschiedene Beweglichkeitsprüfungen der Halswirbelsäule sowie das Testen von Berührungsempfinden und Muskelreflexen.

Meist sind Anamnese und gründliche körperliche Untersuchung ausreichend, um akute Nackenschmerzen und ihre Auslöser zu diagnostizieren.

Sind die Nackenschmerzen jedoch chronisch, oder bessern sich die akuten Nackenschmerzen nicht mit der ersten Behandlung, folgen weitere Untersuchungen wie etwa Bluttests, Röntgen, CT- oder MRT-Untersuchungen.

Welche Behandlungen empfehle ich Ihnen bei Nackenschmerzen?

Ich bin davon überzeugt, dass eingreifende operative Therapien am Schultergelenk durch intensive, konservative Maßnahmen fast immer zu vermeiden sind. Dazu ist eine sorgfältige Befunderhebung, mit konsequenter manueller Therapie sowie das Erlernen und Ausführen von regelmäßigen Eigenübungen notwendig.

Was können Sie selbst gegen Nackenschmerzen tun?

Nicht verletzungsbedingte Nackenschmerzen, die aus Überlastung und Verspannung entstanden sind, verschwinden am besten durch Maßnahmen, die den beschriebenen Teufelskreis durchbrechen:

  • Eine bessere Ergonomie am Arbeitsplatz. Dazu gehören der geeignete Bürodrehstuhl, die korrekte Haltung am Schreibtisch, die richtigen Position von Tastatur und Bildschirm, die richtige Beleuchtung und vieles mehr
  • Bessere Kissen für den Nachtschlaf wie z.B. Nackenstützkissen
  • Rückenschule, Yoga und progressive Muskelrelaxation
  • Lösen quälender psychischer Probleme mit der Chefin oder Kollegen, in der Beziehung oder mit Familienmitgliedern
  • Krankengymnastik und Training der stabilisierenden Muskulatur
  • Regelmäßige Übungen und Bewegung im Alltag

Die Therapie verletzungsbedingter sowie chronischer Nackenschmerzen hängt von ihrer Ursache ab.

Was Ihnen am besten hilft, erkläre ich gerne in einer individuellen Beratung.

 
 

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Telefon: 089 / 620 21 99 - 0 | E-Mail: nfjnsptzhmmrd

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