Behandlung einer Schulterarthrose in München

Schultergelenkarthrose

Schultergelenkarthrose (Omarthrose): Beschädigung und Abnutzung der Knorpelflächen des Schultergelenks. Reiben die „nackten“ Knochen bei Bewegungen aneinander, kommt es zu starken Schmerzen. Meist tritt die Schultergelenkarthrose erst im Alter, ab ca. 65 Jahren, durch die langjährige Belastung und Abnutzung des Knorpels auf. In jüngerem Alter ist eher eine Verletzung der Schulter die Ursache.

Nach dem Lesen dieses Artikels wissen Sie:

  • Welche Symptome bei der Erkrankung auftreten
  • Was die Arthrose im Schultergelenk auslöst
  • Wann Sie zum Arzt sollten
  • Wie der Arzt die Diagnose stellt
  • Wie die Schultergelenkarthrose allgemein behandelt wird
  • Welche Therapiemöglichkeiten ich Ihnen empfehle
  • Was Sie selbst zur Vorbeugung und Schmerzlinderung tun können

Was sind die Symptome einer Schultergelenkarthrose?

Patienten, die von einer Schultergelenkarthrose betroffen sind, beschreiben:

  • Im Frühstadium:
    • Schmerzen bei Bewegungen im Schultergelenk. Typischerweise sind zuerst Überkopfbewegungen schmerzauslösend, z.B. Haare waschen oder in ein hohes Regal greifen
    • Kraftverlust bei Bewegung des Oberarmes
    • Morgensteifigkeit und Anlaufschmerzen, also Schmerzen zu Beginn einer körperlichen Aktivität, z.B. nach dem morgendlichen Aufstehen.
  • Im Spätstadium:
    • Zunehmende, diffuse Ruheschmerzen in der Schulter
    • Zunehmende Bewegungseinschränkungen des Oberarms
    • Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Schulter.

Ein durch die Arthrose vorgeschädigtes Gelenk kann sich zusätzlich entzünden, Ärzte sprechen dann von einer aktivierten Arthrose. Dabei kommt es zu Rötung, Schwellung, Überwärmung, zunehmenden Schmerzen und noch stärkerer Bewegungseinschränkung des Schultergelenks.

Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen:

Was löst die Schultergelenkarthrose aus?

Anatomie
Das Schultergelenk (Gleno-humeral-Gelenk) wird von zwei Knochen gebildet: dem Kopf des Oberarmknochens (Humerus) und der Gelenkpfanne (Cavitas glenoidalis) des Schulterblattes (Scapula). Die Flächen beider Knochen sind mit Knorpel überzogen, um einen geschmeidigen und reibungsarmen Bewegungsablauf zu gewährleisten.


Arthrose

Durch langjährige Belastungen werden die Knorpelflächen abgenutzt, bis die Knochen schließlich frei liegen. Das Aneinanderreiben der „nackten“ Knochenflächen führt zu sehr starken Schmerzen und folglich zu Bewegungseinschränkungen.


Ursachen
Viele Faktoren spielen eine Rolle in der Entwicklung einer Schultergelenkarthrose:

  • Alter: Die Abnutzung der Knorpelflächen ist ein normaler Prozess nach langjähriger Belastung.
  • Über- oder Fehlbelastung: Ständiges Überkopfarbeiten, z.B. bei Malern, oder einige Überkopfsportarten, z.B. Handball, belasten das Schultergelenk stark und führen somit zu einem beschleunigten Knorpelverschleiß.
  • Gelenknahe Verletzungen: Frakturen des Oberarmkopfes, Schulterblattes oder Knorpelschäden, z.B. durch Unfälle, begünstigen die Entwicklung einer Arthrose. 
  • „Auskugeln“ der Schulter: Springt der Oberarmkopf aus seiner normalen Position, werden häufig die Knorpelflächen beschädigt.
  • Schäden der Rotatorenmanschette: Durch Schäden der stabilisierenden Muskulatur rund um die Schulter, z.B. beim Impingement-Syndrom, kommt es zu einer Gelenkfehlstellung und damit zur Fehlbelastung des Knorpels. Dieser verschleißt daraufhin schneller.
  • Gelenkentzündungen: Bakterielle Entzündungen, z.B. nach Injektionen oder Operationen, oder nicht-bakterielle Entzündungen, z.B. Rheuma, schädigen den Knorpel stark.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Innerhalb eines Tages bei:

  • Sehr starken Schulterschmerzen nach Unfällen
  • Rötung, Schwellung und Überwärmung der Schulter, ggf. mit zusätzlich auftretendem Fieber.


In den nächsten Tagen oder Wochen bei:

  • Chronischen Schulterschmerzen (länger als drei Monate andauernd), die langsam zunehmen
  • Seit einigen Wochen eingeschränkter Beweglichkeit im Schultergelenk
  • Schmerzen in der Schulterregion bei Bewegungen des Oberarmes, z.B. beim Haare waschen.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Zunächst erfragt der Arzt in einem Patientengespräch die genaue Art, Lokalisation, Dauer und Häufigkeit der Schulterschmerzen. In einer körperlichen Untersuchung tastet er die Schulter auf der Suche nach dem Ursprung der Schmerzen ab. Es folgen verschiedene Funktionstests, in denen die Beweglichkeit und Kraft der Schulter und des Armes überprüft werden.

Besteht der Verdacht auf eine Schultergelenkarthrose, führt der Arzt bildgebende Untersuchungen durch, da Röntgen- oder MRT-Untersuchungen die Verdachtsdiagnose bestätigen können.

Wie wird die Schultergelenkarthrose allgemein behandelt?

Konservative Therapie
Erster Schritt in der Behandlung der Schultergelenkarthrose ist die Kombination mehrerer konservativer Methoden:

  • Physiotherapie: Durch verschiedene Übungen wird die stabilisierende Schultermuskulatur gestärkt und somit das Gelenk entlastet. Dehnübungen halten die Schulter beweglich und verhindern eine Verkürzung und Versteifung der Muskulatur, wenn der Arm länger in Schonhaltung getragen wird.
  • Bandagen: Schulterbandagen stützen und entlasten die Schulter. Außerdem regen sie durch leichte Kompression, Massage und Wärme die Durchblutung an und tragen so zur Schmerzreduktion bei.
  • Physikalische Therapie: Mittels Wärme oder elektrischen Reizen wird die Durchblutung des Schultergelenks und der umgebenden Muskulatur angeregt. Dies lockert die Muskeln und trägt zur Schmerzlinderung bei. Kälteanwendungen bieten sich für eine aktivierte Arthrose an, da sie abschwellend und entzündungshemmend wirken.
  • Medikamentöse Schmerztherapie: Im Vordergrund steht eine effektive Behandlung der Schmerzen. Medikamente, wie z.B. Ibuprofen, lindern die Beschwerden und wirken zusätzlich entzündungshemmend.
  • Injektionen: Eine andere Möglichkeit der Schmerztherapie ist das Spritzen eines lokalen Betäubungsmittels (wirkt schmerzlindernd) zusammen mit Kortison (wirkt entzündungshemmend) in das Schultergelenk.


Operative Therapie
Bestehen trotz der konservativen Therapieoptionen weiterhin starke Schmerzen, kommt meist nur noch eine Operation in Frage:

  • Arthroskopie (Gelenkspiegelung in Schlüsselloch-Technik): Über kleine Hautschnitte im Bereich der Schulter werden eine Kamera und Arbeitsinstrumente in das Schultergelenk eingeführt. So lassen sich das Gelenk spülen, geschädigter Knorpel abtragen und bei Bedarf auch Schäden an der umgebenden Muskulatur reparieren.
  • Endoprothese: In einer offenen Operation wird das Schultergelenk durch ein künstliches Gelenk ersetzt.

Welche Therapiemöglichkeiten empfehle ich Ihnen?

Ich bin davon überzeugt, dass die Schulterprothese bzw. ein Gelenkflächenersatz immer der letztmögliche Schritt bei einer fortgeschrittenen Schulterarthrose sein sollten. Dazu ist eine sorgfältige Befunderhebung, mit konsequenter manueller Therapie sowie das Erlernen und Ausführen von regelmäßigen Eigenübungen notwendig. Dies beinhaltet therapeutische Maßnahmen wie:

  • Die Aufdehnung der Kapselbandstruktur durch regelmäßige Dehnübungen zu Hause
  • Die Erweiterung des Raumes unter dem Acromion ist möglich über passive Kaudalisierung des Oberarmkopfes (nach unten mobilisieren)
  • Aktive und passive Beübung der Rotatorenmanschette (Schultermuskulatur)
  • Die Anwendung therapeutischer Lokalanästhesie, oder die lokale Injektion von entzündungshemmenden Wirkstoffen
  • Eine zusätzliche Reduktion der Schmerzen durch eine Funktionsverbesserung des Schulterblattes und der angrenzenden Rippen sowie Wirbelsäule
  • Physikalische Therapie: Bei einer Schulterarthrose besonders bewährt hat sich Akupunktur und Magnetfeldtherapie.

Was können Sie selbst zur Vorbeugung und Schmerzlinderung tun?

Sie selbst können mit Hilfe einiger Verhaltensweisen einer Schultergelenkarthrose vorbeugen und auch die Behandlung einer Arthrose effektiv unterstützen:

  • Schulterschonendes Verhalten: Überkopfarbeiten, z.B. die Decke streichen, oder auch Sportarten wie Handball oder Tennis sind starke Belastungen für unser Schultergelenk. Natürlich müssen Sie nicht jede Überkopfbewegung vermeiden, aber bedenken Sie, dass Fehl- und Überlastungen eine Arthrose verursachen können. Legen Sie regelmäßig ausreichend lange Pausen ein, damit sich die Schulter auch bei Belastungen angemessen erholt.
  • Muskeltraining: Empfehlenswert sind dagegen alle Sportarten, die die Schultermuskulatur entlastet und gleichzeitig trainieren, also z.B. Brustschwimmen. Auch viele Gymnastikübungen, z.B. mit einem Fitnessband, helfen beim Muskelaufbau und tragen damit zur Entlastung des Gelenks bei.
  • Bewegung: Lassen Sie sich von Ihrem Arzt Bewegungen zeigen, mit denen Sie die Muskulatur regelmäßig dehnen. Das Schultergelenk sollte mäßig, aber regelmäßig beschäftigt werden, damit das Gelenk aktiv bleibt, sich ausreichend Gelenkflüssigkeit bildet und damit quasi selbst „schmiert“. Dies beugt einer Verkürzung und Versteifung der Muskulatur vor, wenn die Schulter schmerzbedingt in eine Schonhaltung gebracht wird und erhält die Beweglichkeit im Gelenk. Die meisten Übungen lassen sich einfach und regelmäßig im Alltag einbauen.
  • Wärme: Viele Patienten berichten über eine Schmerzlinderung durch Wärmeanwendungen, da so die Durchblutung des Schultergelenks und der Muskulatur gefördert wird. Geeignet sind z.B. Wärmekissen oder Wärmflaschen. Aber Achtung: Ist das Gelenk im Rahmen einer aktivierten Arthrose akut entzündet, ist Kälte die richtige Wahl, um die Entzündung nicht zusätzlich „anzuheizen“.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Zurzeit werden viele Nahrungsergänzungsmittel, z.B. Chondroitinsulfat oder Glucosaminhydrochlorid, angeboten, die einer Arthrose vorbeugen oder die Symptome lindern sollen. Ihre Wirkung ist allerdings umstritten und konnte in Studien bisher nicht belegt werden.
 
 

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Behandlungsmethoden

Arthrosetherapie

Chiropraktik


Ein Chiropraktiker nutzt vor allem Techniken, bei denen er seine Hände einsetzt, um Gelenke oder Körperpartien zu mobilisieren, die eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung aufweisen.

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Kontaktadresse

Dr. med. Jonas Putzhammer
Hansastraße 27e | 81373 München
Telefon: 089 / 620 21 99 - 0 | E-Mail: nfjnsptzhmmrd

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