Behandlung einer Schleimbeutelentzündung in München

Schleimbeutelentzündung der Schulter

Schleimbeutelentzündung der Schulter (Bursitis subacromialis): Entzündung des Schleimbeutels zwischen Schultergelenk und Schulterdach, die zu starken Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkungen führt. Ursache für die Schleimbeutelentzündung ist meist eine Überbelastung des Schultergelenks, z.B. nach exzessivem Tennisspiel oder längerem Überkopfarbeiten.

Nach dem Lesen dieses Artikels wissen Sie:

  • Welche Symptome eine Schleimbeutelentzündung verursacht
  • Was die Erkrankung auslöst
  • Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
  • Wie der Arzt die Diagnose stellt
  • Wie die Schleimbeutelentzündung allgemein behandelt wird
  • Welche Therapiemöglichkeiten ich Ihnen empfehle
  • Wie Sie selbst einer Schleimbeutelentzündung vorbeugen können

Welche Symptome verursacht eine Schleimbeutelentzündung der Schulter?

Typische Beschwerden sind:

  • In der frühen Phase leichte Schulterschmerzen, vor allem beim Anheben des Armes
  • Später auch stärkere Ruhe- und Bewegungsschmerzen
  • Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Schulter
  • Rötung, Schwellung und Überwärmung im Bereich der Schulter
  • Schmerzbedingte Bewegungseinschränkung im Schultergelenk bis zur Bewegungsunfähigkeit

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Was löst die Schleimbeutelentzündung aus?

Anatomie
Das Schultergelenk wird von Muskeln und Sehnen umschlossen, mit deren Hilfe der Arm in alle Richtungen bewegt, gehoben und gesenkt wird. Dazu zählt auch der Musculus supraspinatus, welcher zwischen dem Oberarmkopf und der Schulterhöhe liegt.

Damit Muskeln und Knochen der Schulter nicht aneinanderreiben, liegt zwischen ihnen ein Schleimbeutel, die Bursa subacromialis. Ein Schleimbeutel lässt sich gut vergleichen mit einem Flüssigkeit gefüllten Kissen, das als Puffer zwischen Muskeln und Knochen liegt.


Entzündung
Wird die Schulter stark belastet, kommt es zu Entzündungsreaktionen im Schleimbeutel. Das passiert zum Beispiel bei Überkopfarbeiten, wie dem Deckestreichen, oder schulterbelastenden Sportarten wie Golf und Tennis. Als Folge der Entzündung strömt vermehrt Flüssigkeit in den Schleimbeutel, so dass dieser anschwillt. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern engt auch die umgebenden Strukturen ein und verringert die Beweglichkeit der Schulter.

Eine andere Ursache für Schleimbeutelentzündungen ist die Infektion. Dann dringen – meist nach einer Schulteroperation – Bakterien in das Innere des Schleimbeutels ein und vermehren sich dort.


Risikofaktoren
Schulterbelastende Sportarten (z.B. Handball, Tennis) und berufliche Überlastungen (z.B. bei Malern) sind in den meisten Fällen die Auslöser für eine Schleimbeutelentzündung der Schulter. Einige Faktoren begünstigen die Erkrankung zusätzlich:

  • Alter: In höherem Lebensalter tritt eine Bursitis aufgrund des schon stärker vorgeschädigten Schleimbeutels häufiger auf.
  • Verletzungen: Bei Stürzen oder Unfällen mit Beteiligung der Schulter wird der Schleimbeutel häufig mitverletzt und damit anfälliger für eine Entzündung.
  • Kalkschulter: Verkalkungen im Musculus supraspinatus bei einer Kalkschulter greifen auch manchmal auf den Schleimbeutel über und führen zu einer Bursitis.
  • Impingement-Syndrom: Das Impingement-Syndrom verkleinert die kritische Engstelle unter dem Schulterdach noch weiter. Dadurch wird der Schleimbeutel bei Bewegungen zusätzlich komprimiert und belastet.
  • Rotatorenmanschettenruptur: Risse in der Rotatorenmanschette – also den Muskeln um das Schultergelenk – führen zu einer ungleichmäßigen Belastung der Schulter. Dadurch wird häufig auch der Schleimbeutel überlastet und entzündet sich schneller.

Wann sollten Sie zum Arzt?

  • Noch am selben Tag bei Schulterschmerzen nach Verletzungen, z.B. durch Unfälle oder Stürze
  • In den nächsten Tagen bei Schulterschwellungen und -schmerzen, die sich nicht spontan bessern
  • In den nächsten Tagen bei leichten bis mäßigen Schmerzen im Bereich der Schulter bei Bewegungen des Armes

Wie sichert der Arzt die Diagnose?

Meist sind ein ausführliches Patientengespräch und eine gründliche Untersuchung der Schulter auf Schwellungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen für die Diagnosestellung ausreichend.

Bei Bedarf wird zusätzlich eine Ultraschall-, Röntgen- oder MRT-Untersuchung der Schulter durchgeführt, um Schleimbeutel, Muskulatur und Knochen genauer zu beurteilen.

Manchmal ist es nötig, den Schleimbeutel zu punktieren, um die Flüssigkeit auf Bakterien zu untersuchen und eine gezielte antibiotische Therapie einzuleiten.

Wie wird die Schleimbeutelentzündung der Schulter allgemein behandelt?

Konservative Therapie
Die Behandlung einer Schleimbeutelentzündung der Schulter erfolgt in der Regel konservativ:

  • Ruhigstellung: Um eine weitere Belastung des Schleimbeutels zu vermeiden, wird die Schulter in der akuten Entzündungsphase vorübergehend ruhiggestellt und somit geschont. Dazu eignen sich z.B. Schulterorthesen.
  • Kühlung: Schulterschmerzen und -schwellungen werden häufig durch kalte Umschläge oder Kühlpacks gelindert. Achten Sie aber darauf, Kühlpacks aus der Tiefkühltruhe nicht direkt auf die Haut zu legen, sondern vorher in ein Tuch einzuschlagen, um eine Schädigung der Haut zu verhindern.
  • Medikamentöse Schmerztherapie: Gut geeignet sind nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen, da sie schmerzstillend und zusätzlich entzündungshemmend wirken.
  • Injektionen: Reichen orale Schmerzmittel nicht aus, wird ein lokales Betäubungsmittel (wirkt schmerzlindernd) zusammen mit Kortison (wirkt entzündungshemmend) in den Schleimbeutel gespritzt.
  • Antibiotika: Ist die Flüssigkeit des Schleimbeutels zusätzlich mit Bakterien infiziert, werden Antibiotika eingenommen, um diese zu bekämpfen.
  • Stoßwellentherapie: Durch Stoßwellen, die in die Schulter gesandt werden, soll entzündetes Gewebe zerstört und der Heilungsprozess beschleunigt werden.
  • Physiotherapie: Sind Schmerzen und Entzündung unter Kontrolle, sollte möglichst frühzeitig mit einer Physiotherapie begonnen werden. So bleibt die Schulter beweglich und die umgebende Muskulatur verkürzt oder versteift sich nicht.


Operative Therapie
Nur in seltenen Fällen, wenn die konservative Therapie keine Besserung verschafft, wird die Schleimbeutelentzündung operativ behandelt. Über kleine Hautschnitte im Bereich der Schulter lässt sich eine Kamera und Arbeitsinstrumente einführen, mit denen der Schleimbeutel freigelegt und dann entfernt wird. Nach der Operation ist die Schulter wieder normal beweglich, auch wenn sie auf Grund des fehlenden Schleimbeutels nun weniger geschützt ist.

Welche Therapiemöglichkeiten empfehle ich Ihnen?

Die Schleimbeutelentzündung der Schulter (Bursitis subacomialis) ist den konservativen Behandlungsmethoden sehr gut zugänglich. Ihr liegen meist einseitige Belastung durch die Arbeit am Bildschirm in Verbindung mit unzureichender sportlicher Aktivität, und Schwäche der Schultermuskulatur zugrunde.

  • Die Erweiterung des Raumes unter dem Acromion ist möglich über passive Kaudalisierung des Oberarmkopfes (nach unten mobilisieren)
  • Kräftigung und Beübung des großen Rückenmuskels und der Aussenrotatoren des schmerzhaften Schultergelenks
  • Die Aufdehnung der Kapselbandstruktur durch regelmäßige Dehnübungen zu Hause
  • Die Anwendung therapeutischer Lokalanästhesie, oder die lokale Injektion von entzündungshemmenden Wirkstoffen
  • Eine zusätzliche Reduktion der Schmerzen durch eine Funktionsverbesserung des Schulterblattes und der angrenzenden Rippen sowie Wirbelsäule
  • Physikalische Therapie: Bei einer Schleimbeutelentzündung besonders bewährt haben sich Muskeltaping oder Eisauflagen



Wie können Sie einer Schleimbeutelentzündung der Schulter vorbeugen?

Da Fehl- oder Überbelastung der Schulter die häufigsten Auslöser einer Schleimbeutelentzündung sind, gilt es, diese zu vermeiden:
  • Schulterschonendes Verhalten: Lange Überkopfarbeiten, z.B. Decke streichen, und auch schulterbelastende Sportarten, z.B. Handball oder Tennis, setzen dem Schleimbeutel zu. Übertreiben Sie es daher nicht und legen Sie zwischendurch ausreichend lange Pausen ein, damit sich der Schleimbeutel wieder erholt.
  • Training der Schultermuskulatur: Besser geeignet sind Sportarten, wie z.B. Schwimmen, bei denen die Schulter entlastet und sanft trainiert wird. Eine gleichmäßig aufgebaute Schultermuskulatur entlastet den Schleimbeutel effektiv.
  • Dehnung: Gerade, wenn Sie schon unter Schmerzen leiden, droht durch die eingenommene Schonhaltung eine Verkürzung und Versteifung der Schultermuskeln. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt Übungen zeigen, mit denen Sie die Schultermuskulatur regelmäßig dehnen, entspannen und damit langfristig beweglich halten.
 
 

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