Was tun bei einem Meniskusriss?

Was ist ein Meniskusriss oder eine Meniskusruptur?

Meniskusriss (Meniskusruptur): Einriss einer hallmondförmigen Knorpelscheibe im Kniegelenk. Der Meniskusriss ist eine typische Sportverletzung, die vor allem bei schnellen Drehbewegungen mit fixierten Füßen auftritt. Ab dem 40. Lebensjahr begünstigen Abnutzungserscheinungen die Entstehung von Meniskusrissen, die dann auch bei trivialen Bewegungen auftreten, wie beispielsweise dem Aufstehen aus der Hocke.

Nach dem Lesen dieses Artikels wissen Sie:

  • welche Symptome auftreten
  • was einen Meniskusriss auslöst
  • wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
  • wie der Arzt die Diagnose sichert
  • welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen
  • welche Therapien des Meniskusriss ich empfehle
  • wie Sie dem Meniskusriss vorbeugen könnenwelche Symptome auftreten

Was sind die Symptome eines Meniskusrisses?

Schmerzen

  • Nach Verletzung:
    - akute, stechende Schmerzen am Gelenkspalt des Knies
    - vor allem bei oder nach Belastung sowie beim Überstrecken und kraftvollen Beugen des Knies
    - bei Verletzung des äußeren Meniskus: Schmerzen beim Drehen des Knies nach innen und Druckschmerz außen
    - bei Verletzung des inneren Meniskus: Schmerzen beim Drehen des Knies nach außen und Druckschmerz innen
  • Bei Degeneration:
    - Schmerzen, die über einen längeren Zeitraum langsam stärker werden
    - häufig auch gar keine Schmerzen

Verminderte Belastbarkeit des Knies durch Verlust der dämpfenden und stabilisierenden Funktion der Menisken
Hinken am betroffenen Bein
Eingeschränkte Beweglichkeit des Knies (Streck oder Beugehemmung)
Fühlbares Schnappen über dem Gelenkspalt
Gelenkergüsse

Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen:

  • andere Sportverletzungen

   - Fraktur von Oberschenkel- oder Unterschenkelknochen oder der Kniescheibe
   - Knochenödem (Bone Bruise)
   - Verletzungen von Bändern des Kniegelenks

  • ohne vorliegende Sportverletzung

   - Kniearthrose (Gonarthrose)
   - Retropatellararthrose
   - u.v.a.m.

Wodurch wird ein Meniskusriss hervorgerufen?

Anatomie. Der Meniskus ist eine C-förmige Scheibe aus Faserknorpel, die zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein im Kniegelenk liegt. An jedem Bein gibt es einen Außenmeniskus und einen Innenmeniskus. Die Menisken gleichen Unebenheiten zwischen den Knochen aus und sorgen für eine gleichmäßige Druckverteilung auf den Knorpel des Kniegelenks. Zusätzlich begrenzen sie die Verschieblichkeit der Knochen gegeneinander und wirken als eine Art Bremsblock. Die Menisken sind beweglich: Beim Beugen des Knies wandern sie ein Stück nach hinten, beim Strecken wieder nach vorne. Der Innenmeniskus ist stärker fixiert als der Außenmeniskus, dadurch ist er weniger verschieblich.

Riss. Durch Sportverletzungen oder altersbedingte Abnutzung können sich Risse im Meniskus bilden. Diese haben unterschiedliche Formen, am häufigsten sind der Korbhenkelriss und der Radiärriss. Der Korbhenkelriss verläuft parallel zum Seitenrand des Meniskus, das vordere und hintere Meniskusende sind intakt. Der Radiärriss verläuft quer von innen nach außen. Wenn abgerissene Meniskusteile das Gelenk blockieren, schränken sie die Beweglichkeit des Knies ein.

Sportverletzung. Der Innenmeniskus ist durch seine geringe Beweglichkeit besonders anfällig für Verletzungen. Eine typische Situation, in der es zu einer Verletzung kommt, ist das nach außen Drehen des Beines bei gebeugtem Knie, da der Innenmeniskus in dieser Stellung besonders stark belastet wird. Eine solche Bewegung kommt z. B. beim Skifahren zustande, wenn die Skispitze nach außen verlagert wird. Schädlich ist auch das schnelle Stoppen bei verdrehtem Knie und fixiertem Fuß (häufig bei Tennis oder Handball). Bei diesen Bewegungen reißen häufig zusätzlich das vordere Kreuzband und das Innenband (‚unhappy triad‘).

Degeneration. Durch zunehmenden Verschleiß dünnt der Meniskus aus, bis er zerreißt. Die Abnutzung wird begünstigt durch Faktoren wie Übergewicht oder langjährige, berufliche Belastung der Knie durch Tätigkeiten in kniender oder gebückter Haltung.

Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

  • Innerhalb eines Tages bei sehr starken Schmerzen im Knie und/oder starker Bewegungseinschränkung, die nach einem Unfall oder einer Verletzung aufgetreten sind.
  • In den nächsten Tagen bei Schmerzen oder Bewegungseinschränkung im Knie, die sich über einen langen Zeitraum (über mehrere Wochen oder Monate) entwickelt haben.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Zuerst erfragt der Arzt in einem Patientengespräch die genaue Art, Lokalisation, Dauer, Häufigkeit und Auslöser der Beschwerden, insbesondere ob eine typische Sportverletzung vorliegt. In einer körperlichen Untersuchung tastet er das Knie auf der Suche nach dem Ursprung der Schmerzen ab. Hier ist typisch, dass der Schmerz bei Druck auf den Gelenkspalt ausgelöst wird. Verschiedene Funktionstests dienen zur Einschätzung der Kraft und Beweglichkeit des Kniegelenks und der Muskulatur. Auch spezielle Bewegungstests für den Meniskus lösen charakteristische Schmerzen aus. Bildgebende Untersuchungen sichern die Diagnose: Im Röntgenbild lassen sich Verletzungen des Knochens ausschließen. Der Meniskus selbst ist hier nicht sichtbar. Zur Planung der Behandlung wird ein MRT durchgeführt, in denen Meniskus, Gelenk und Bänder detailliert dargestellt werden.

Wie wird ein Meniskusriss allgemein behandelt?

Die Behandlung ist abhängig von vielen Faktoren wie Alter, Leidensdruck, Aktivität, Form und Größe des Risses. Bei jüngeren Patienten und größeren Verletzungen wird eher operiert als bei älteren Patienten und kleineren Verletzungen.

Bei einer konservativen Behandlung wird das betroffene Knie entlastet, damit der gerissene Meniskus heilen kann. Nach einigen Wochen der Schonung wird mit Kräftigungsmaßnahmen wie der Physiotherapie begonnen. Wichtig ist auch eine konsequente Schmerztherapie. Die konservative Behandlung besteht im Einzelnen aus:

  • Unterarmgehstützen: Sie entlasten das Knie nach einer Verletzung.
  • Krankengymnastik: Übungen zum Muskelaufbau sowie zur Verbesserung von Koordination, Gleichgewicht und Bewegungsempfinden erhöhen die Stabilität im Kniegelenk und schonen so den Meniskus.
  • medikamentöse Schmerztherapie: Gut geeignet sind nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen, da sie schmerzstillend und zusätzlich entzündungshemmend wirken. Sie werden als Tablette eingenommen oder als Salbe auf das Knie gegeben.
  • Injektionen: Reichen orale Schmerzmittel nicht aus, wird ein lokales Betäubungsmittel (wirkt schmerzlindernd) oder Kortison (wirkt entzündungshemmend) direkt dort gespritzt, wo die Schmerzen entstehen.
  • Kniebandagen und Orthesen: Sie drücken die Kniescheibe an das Kniegelenk. Durch die vergrößerte Kontaktfläche vermindert sich der Druck auf das Gelenk, wodurch auch der Meniskus entlastet wird.
  • Behandlung von Begleiterkrankungen: Bei Vorliegen einer Kniearthrose ist die konsequente Behandlung der Arthrose essenziell für die Gesundheit des Meniskus.

Operativ: Alle Operationen werden mit Schlüsselloch-Chirurgie durchgeführt (Arthroskopie oder Kniespiegelung). Dabei werden über einen kleinen Hautschnitt eine Kamera sowie Arbeitsinstrumente in das Kniegelenk eingeführt.

  • Meniskusnaht: Bei Verletzungen im äußeren Drittel des Meniskus wird ein Riss üblicherweise genäht, da die Durchblutung an dieser Stelle gut ist und die Nähte schnell verheilen.
  • Meniskusteilresektion: Falls eine Naht nicht möglich oder nicht sinnvoll ist, wird verletztes Gewebe mit einer kleinen Zange entfernt. Anschließend wird der Meniskus geglättet. Die Prognose ist bei diesem Eingriff allerdings schlechter als bei der Meniskusnaht.
  • Meniskusimplantat: In Spezialfällen wird bei großflächiger Zerstörung des Meniskus ein Implantat eingesetzt, das den Meniskus ersetzt. Dieses kann aus verschiedenen Materialien bestehen, z. B. aus Kollagen.

Welche Therapieoptionen empfehle ich Ihnen?

Bei einem Meniskusriss steht zu Beginn der Behandlung eine Entlastung und  Schonung und ggf. die Verordnung einer Bandage oder Orthose zur Stabbilisierung. Begleitend erfolgen eine Reihe von physiotherapeutischen  Behandlungsmöglichekiten möglichkeiten zur Verfügung, deren Ziel Abschwellung und und Funktionsverbesserung ist. Um Schmerzen zu reduzieren und die Funktion zu verbessern, ist eine Kombination aus manueller Medizin und Therapien, die Heilungsfördernd wirken sehr vielversprechend. Bei großen Rissen oder komplexen Läsionen sollte dennoch eine Operation bei einem Spezialisten diskutiert werden.

Was können Sie selbst bei einem Meniskusriss tun?

Sofortmaßnahmen bei akut aufgetretener Verletzung

Schonung: Knie komplett ruhig stellen, insbesondere sind Hinknien und Kniebeugen zu vermeiden.
Hochlagern: Das Hochlegen des Beines sorgt für eine Entlastung des Meniskus.
Kühlen: Das Kühlen mit Eis wirkt schmerzlindernd. Alle 2 bis 4 Stunden sollte für ca. 15 Minuten ein Kühlbeutel auf das Knie gelegt werden. Eine lokale Unterkühlung wird vermieden, indem der Kühlbeutel z. B. in einen Kissenbezug eingewickelt wird.

Maßnahmen zur Vorbeugung und bei chronischer Erkrankung

Muskelaufbau: Gut ausgebildete Muskulatur nimmt größere Kräfte auf und vermindert so den Druck auf den Meniskus. Regelmäßige Übungen zu Hause oder beim Sport stärken Ihre Muskulatur. Fragen Sie Ihren Physiotherapeuten oder Ihren Arzt nach geeigneten Übungen.
Schonend bewegen: Bewegen Sie sich knieschonend: Vermeiden Sie beispielsweise ruckartige Bewegungen in den Beinen und nutzen Sie beim Aufstehen aus dem Stuhl die Armlehnen zum Abstützen.
Gewicht halten: Jedes Kilo Übergewicht ist eine Belastung für Kniegelenk und Meniskus. Halten Sie Ihr Normalgewicht, um den Meniskus vor Überlastung zu schützen.
Geeignetes Schuhwerk: Gut gepolsterte, stabile Schuhe entlasten den Meniskus und beugen so einem Riss vor. Bei geschädigtem Innenmeniskus wird durch eine Erhöhung des Schuhaußenrandes die Belastung gemindert und der Verschleiß verlangsamt. Bei einem geschädigtem Außenmeniskus hilft eine Erhöhung des Schuhinnenrandes.

 
 

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