Konservative Therapie von Bursitis trochanterica in München

Was ist eine Bursitis trochanterica?

Bursitis trochanterica (Trochantersyndrom): Schmerzhafte Schleimbeutel-Entzündung am Hüftgelenk, häufig bei Frauen oder Sportlern (z. B. Langstreckenläufer). Die Entzündung wird meistens durch Überbelastung ausgelöst. Weitere Ursachen sind ein Sturz auf die Hüfte oder ein verändertes Gangbild, zum Beispiel durch unterschiedliche Beinlängen.

Nach dem Lesen dieses Artikels wissen Sie:

  • Welche Symptome bei der Bursitis trochanterica auftreten
  • Was die Entzündung am Hüftschleimbeutel auslöst
  • Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
  • Wie der Arzt eine Diagnose stellt
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen
  • Welche Therapien der Bursitis trochanterica ich empfehle
  • Wie Sie der Bursitis trochanterica vorbeugen können

Was sind die Symptome einer Bursitis trochanterica?

Typischerweise treten folgende Beschwerden auf:

  • Schmerzen an der Außenseite der Hüfte, die verstärkt werden beim
    • Gehen oder bei Bewegungen, die die Gesäßmuskulatur belasten (z. B. Treppensteigen)
    • Langen Stehen, aber auch langem Sitzen
    • Abspreizen oder nach außen Drehen des Beins (z. B. im Schneidersitz)
    • Liegen auf der betroffenen Seite
  • In das Gesäß und bis in die Wade ausstrahlende Schmerzen
  • Manchmal Schwellung und Rötung an der Außenseite der Hüfte
  • Schmerzbedingtes Hinken

Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen:

  • Verspannung der Hüftmuskulatur mit degenerativen Veränderungen der Muskelansätze (Periarthritis coxae)
  • Erkrankung des Sehnenansatzes des mittleren Gesäßmuskels (Enthesopathie des Musculus gluteus medius)
  • Hüftarthrose (Coxarthrose)
  • bakterielle Entzündung des Hüftgelenks (bakterielle Coxitis)
  • „schnappende Hüfte“ (Coxa saltans)
  • Enge im Hüftgelenk (Hüftimpingment)
  • Erkrankungen des Beckenknochens

Was löst die Bursitis trochanterica aus?

Anatomie
Das Hüftgelenk ist nach dem Kniegelenk unser zweitgrößtes Gelenk und verbindet den Rumpf mit den Beinen. Gebildet wird es von der Hüftgelenkspfanne (Acetabulum) und dem Kopf des Oberschenkelknochens (Caput femoris). Da es sich um ein Kugelgelenk handelt, lässt sich das Bein in alle Richtungen bewegen und drehen. Stabilisiert wird das Hüftgelenk hauptsächlich von drei starken Bändern sowie von der umgebenden Hüftmuskulatur.

Bursitis
Zwischen den Muskeln und Knochen der Hüfte liegen Schleimbeutel, die ein reibungsarmes Gleiten der Muskelsehnen und dadurch einen ungestörten Bewegungsablauf ermöglichen. Werden die Schleimbeutel überlastet, z. B. durch häufig wiederholte Bewegungsmuster, reagieren sie mit einer sehr schmerzhaften Schleimbeutelentzündung (Bursitis). Häufig entzünden sich dabei auch die umliegenden Sehnen (Tendinopathie).

Ursachen

Meistens ist die Bursitis trochanterica die Folge einer Überlastung oder Fehlbelastung. Insbesondere Sportler sind betroffen, z. B. Langstreckenläufer. Aber auch Fehlbelastungen lösen eine Entzündung aus. Häufig sind dann Gangfehler die Ursache, beispielsweise durch unterschiedliche Beinlängen oder durch Schmerzen im Knie bzw. im unteren Rücken. Eine weitere Ursache ist die „schnappende Hüfte“ (Coxa saltans), bei der eine über den Schleimbeutel gleitende Faszie den Schleimbeutel reizt.

Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Innerhalb eines Tages bei:

  • Sehr starken Schmerzen in der Hüfte bzw. Leiste und/oder starker Bewegungseinschränkung, z.B. nach Unfällen
  • Rötung, Schwellung und Überwärmung im Bereich der Hüfte, ggf. mit zusätzlich auftretendem Fieber

In den nächsten Tagen bei:

  • Länger anhaltenden Schmerzen in Hüfte, Leiste oder am äußeren Oberschenkel (über einige Wochen)
  • Schmerzen im Bereich des Hüftgelenks bei Bewegungen, z.B. beim Laufen
  • Zunehmender Bewegungseinschränkung

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Zuerst erfragt der Arzt in einem Patientengespräch die genaue Art, Lokalisation, Dauer, Häufigkeit und Auslöser der Beschwerden. In einer körperlichen Untersuchung tastet er die Hüfte auf der Suche nach dem Ursprung der Schmerzen ab. Verschiedene Funktionstests dienen zur Einschätzung der Kraft und Beweglichkeit des Hüftgelenks und der Muskulatur. Häufig besteht danach schon der Verdacht auf eine Schleimbeutelentzündung. Gelegentlich führt der Arzt bildgebende Untersuchungen durch, wie z. B. Röntgen, Ultraschall oder MRT, in denen das Gelenk und die umgebenden Strukturen detailliert dargestellt werden. Hierüber können andere Erkrankungen ausgeschlossen und die Krankheiten voneinander unterschieden werden. Auch durch Injektion eines Betäubungsmittels in das betroffene Gebiet kann eine Bursitis diagnostiziert werden, wenn der Schmerz durch die Injektion nachlässt.

Wie wird die Hüftgelenksarthrose allgemein behandelt?

  • Ruhigstellung: Um eine weitere Belastung des Schleimbeutels zu vermeiden, wird die Hüfte in der akuten Entzündungsphase vorübergehend geschont. Das bedeutet, dass Bewegungen vermieden werden, die Schmerzen bereiten. Eine weitere Belastung erhöht das Risiko, dass die Entzündung nicht abklingt und vielleicht sogar chronisch wird. Dennoch ist es wichtig, auch während der Schonungsphase in Bewegung zu bleiben. Leichter Sport ist erlaubt, solange er keine Schmerzen bereit.
  • Physiotherapie: Sind Schmerzen und Entzündung unter Kontrolle, sollte möglichst frühzeitig mit einer Physiotherapie begonnen werden. So bleibt die Hüftmuskulatur beweglich und die umgebende Muskulatur verkürzt oder versteift sich nicht.
  • Medikamentöse Schmerztherapie: Gut geeignet sind nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen, da sie schmerzstillend und zusätzlich entzündungshemmend wirken.
  • Injektionen: Reichen orale Schmerzmittel nicht aus, wird ein lokales Betäubungsmittel (wirkt schmerzlindernd) oder Kortison (wirkt entzündungshemmend) direkt dort gespritzt, wo die Schmerzen entstehen.
  • Stoßwellentherapie: Durch Stoßwellen, die in den Schleimbeutel gesandt werden, wird entzündetes Gewebe zerstört und der Heilungsprozess beschleunigt.
  • Ganganalyse und Gangschulung: Wird ein Gangfehler als Ursache angenommen, eignet sich die genaue Beurteilung der individuellen Bewegungsabläufe, um das Problem zu finden. In einer Gangschulung lässt sich erlernen, wie der Gangfehler ausgeglichen werden kann.
  • Operation: Wenn sich nach 6 Monaten Behandlungserfolg einstellt, kann eine Operation in Betracht gezogen werden. Dabei wird der Schleimbeutel entweder in einer offenen Operation entfernt oder nur die entzündete Schicht im Schleimbeutel mit Hilfe der Schlüssellochchirurgie (Endoskopie) abgetragen.

Welche Therapieoptionen empfehle ich Ihnen?

Bei einer Bursitis trochanterica stehen zu Beginn der Behandlung eine Reihe von konservativen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Um Schmerzen zu reduzieren und die Funktion zu verbessern, ist eine Kombination aus medikamentöser bzw. naturheilkundlicher Therapie mit manueller Medizin und Bewegungsübungen, der Einstieg in die Therapie. Bei fortgeschrittenen Verschleiß oder anhaltenden Nacht- und Bewegungsschmerzen stehen verschiedene Injektionstherapien, Akupunktur oder physikalische Anwendungen zur Verfügung.

Was können Sie selbst zur Vorbeugung und Schmerzlinderung tun?

  • Bewegung: Trotz Schonung der Hüfte sollten Sie in Bewegung bleiben, beispielsweise durch moderates Radfahren. Es sind alle Bewegungen erlaubt, die keine Schmerzen bereitet. 
  • Kräftigungs- und Dehnübungen: Dehnen und kräftigen Sie Ihre Hüftmuskulatur, um Schon- und Fehlhaltungen zu verhindern. Das beugt einer zukünftigen Bursitis trochanterica vor. Lassen Sie sich geeignete Übungen von ihrem Arzt oder Physiotherapeuten zeigen.
  • Normalgewicht halten: Jedes Kilo Übergewicht belastet das Hüftgelenk zusätzlich, und begünstigt somit eine Schleimbeutelentzündung. Streben Sie daher ein normales Gewicht an, um eine Überlastung zu verhindern.
  • Kälte: Das Kühlen der Hüfte, zum Beispiel mit Kühlpads, lindert die Schmerzen. Achten Sie darauf, ein Stück Stoff zwischen Kühlpad und Haut zu legen, um Erfrierungen auf der Haut zu verhindern. Wärme sollte bei Bursitis trochanterica vermieden werden.
    Einlagen: Bei unterschiedlich langen Beinen eignen sich Schuheinlagen, die die Längenunterschiede ausgleichen. Fehlhaltungen werden so vermieden und der Entstehung einer Bursitis trochanterica vorgebeugt.
 
 

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