Behandlung einer Sakroliliitis in München

Was ist eine Sakroiliitis?

Sakroiliitis: Chronische Entzündung des Iliosakralgelenkes (ISG) mit oftmals fortschreitendem Verlauf, die starke Schmerzen im Bereich des Kreuzbeins verursacht und längerfristig zu Arthrose führen kann. Sie tritt bei Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) oder als Begleiterkrankung bei anderen rheumatischen oder autoimmunen Erkrankungen auf. Durch eine frühe, konsequente Behandlung werden Spätschäden verringert.

Nach dem Lesen dieses Artikels wissen Sie:

  • Welche Symptome auftreten
  • Was die Sakroiliitis auslöst
  • Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
  • Wie der Arzt die Diagnose sichert
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen
  • Welche Therapien der Sakroiliitis ich empfehle
  • Was Sie selbst bei Sakroiliitis tun können

Was sind die Symptome einer Sakroiliitis?

  • Stechende oder pochende Schmerzen im unteren Rücken und Kreuz, die
    • Vor allem nachts oder frühmorgens auftreten
    • Meistens beidseitig sind, wobei eine Seite stärker schmerzt 
    • Sich bei Bewegung bessern (im Unterschied zu Rückenschmerzen mit einer anderen Ursache)
    • Typischerweise beim Treppensteigen stärker sind
    • Gelegentlich in den Oberschenkel ausstrahlen
    • Bei fortgeschrittener Erkrankung auch im Sitzen, Stehen oder Gehen vorkommen
  • Steifigkeit des ISG, die vor allem morgens ausgeprägt ist, sich im Tagesverlauf aber bessert
  • Bei länger dauernder Erkrankung Haltungsschäden, z. B. ein nach vorne gebeugter Rücken beim Gehen

Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen:

  • Unspezifischer Rückenschmerz
  • Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule
  • Blockierungen oder Funktionsstörungen der LWS
  • Aktivierte Wirbelgelenksarthrose
  • Bakterielle Entzündung der Wirbelsäule (z. B. durch Tuberkulose)

Was löst eine Sakroiliitis aus?

Anatomie
Die beiden Iliosakralgelenke (ISG) sind die Verbindung zwischen dem unteren Teil der Wirbelsäule, genauer gesagt dem Kreuzbein (Os sacrum), und den beiden Beckenschaufeln (Darmbeine, Os ilium). Sie übertragen das Gewicht des Rumpfes über die Wirbelsäule auf das Becken und die Beine. Die ISG werden durch viele starke Bänder sehr straff gehalten und sind kaum beweglich. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gelenken des Körpers lässt sich das ISG nicht aktiv bewegen.

Entzündung
Die Sakroiliitis ist eine sehr schmerzhafte Entzündung des Iliosakralgelenks. Sie tritt im Rahmen eines Morbus Bechterew oder bei anderen rheumatischen Erkrankungen wie einer Psoriasis-Arthritis, dem Morbus Behcet oder einer reaktiven Arthritis auf. Auch Autoimmunerkrankungen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen verursachen eine Sakroiliitis. Selten sind Entzündungen durch Bakterien der Auslöser. In diesem Fall ist meistens das ISG nur einer Seite betroffen. Da die anhaltende Entzündung das Gelenk schädigt, kommt es zu arthroseartigen Veränderungen. Neben den Schmerzen führt das zu einer eingeschränkten Beweglichkeit, z. B. der typischen Bechterew-Haltung mit nach vorne gebeugtem Oberkörper.

Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Noch am selben Tag bei:

  • Sehr starken, akuten Schmerzen im unteren Rücken
  • In die Beine ausstrahlenden Schmerzen und Empfindungsstörungen

In den nächsten Tagen bei:

  • Chronischen Schmerzen im Bereich der Iliosakralgelenke (>12 Wochen)
  • Zunehmender Bewegungseinschränkung im unteren Rücken

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Zunächst erfragt der Arzt in einem ausführlichen Patientengespräch die genaue Art, Lokalisation, Dauer und Häufigkeit der Schmerzen, sowie potenzielle Auslöser. Danach erfolgt eine körperliche Untersuchung mit Inspektion und Abtasten des unteren Rückens, insbesondere des Iliosakralgelenks. Außerdem wird der Arzt die Beweglichkeit der unteren Wirbelsäule überprüfen. Zur Sicherung der Diagnose folgen bildgebende Untersuchungen. Besonders früh sichtbar ist die Erkrankung im MRT. Da der Sakroiliitis häufig eine rheumatische Erkrankung zugrunde liegt, wird auch eine Blutuntersuchung durchgeführt.

Wie wird die Sakroiliitis allgemein behandelt?

Die Sakroiliitis ist eine fortschreitende Erkrankung, die im Verlauf Spätfolgen wie Gelenkverschleiß und Haltungsschäden verursacht. Durch eine möglichst frühe und konsequente Behandlung lassen sich diese Schäden deutlich verringern. Das Ziel der Behandlung ist, eine gute Beweglichkeit zu erhalten, Gelenkverschleiß zu verringern und Schmerzen zu stillen.

  • Behandlung der Grunderkrankung: Die Behandlung der auslösenden Erkrankung steht im Vordergrund. Dies erfolgt je nach Erkrankung mit unterschiedlichen Medikamenten.
  • Medikamentöse Schmerztherapie: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen wirken schmerzstillend und entzündungshemmend.
  • Injektionen: Reichen orale Schmerzmittel nicht aus, wird ein lokales Betäubungsmittel (wirkt schmerzlindernd) oder Kortison (wirkt entzündungshemmend) direkt in das Gelenk gespritzt. Dadurch werden Schmerzen dort gelindert, wo sie entstehen.
  • Gelenkversteifung: Als letzte Alternative wird in sehr schweren Fällen das Gelenk versteift (Arthrodese).

Welche Therapieoptionen empfehle ich Ihnen?

Bei einer akute Sakroiliitis muss sehr sorgfältig nach der Ursache der Entzündung gesucht werden. Vor allen Dingen muss ein zugrundeliegender Morbus Bechterew ausgeschlossen oder mitbehandelt werden. Dazu sind häufig rheumatologische Parameter im Blut zu bestimmen und es kommen MRT-Untersuchungen und Röntgen zum Einsatz. Sanfte osteopathische Techniken sind der Einstieg in die Behandlung. Schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente müssen häufig begleitend eingesetzt werden. Physiotherapie und Eigenübungen helfen die Schmerzen einer Sakroiliitis in den Griff zu bekommen.

Was können Sie selbst tun?

  • Physiotherapie: Mittels verschiedener Übungen, die Sie auch regelmäßig in den Alltag einbauen können, wird die Muskulatur von Bauch und unterem Rücken gestärkt, um das Iliosakralgelenk zu stabilisieren und zu entlasten.
  • Training: Auch bei Beschwerden ist körperliche Bewegung sehr wichtig. Sie erhält die Beweglichkeit, vermindert die Steifheit und mindert Schmerzen. Somit beugt sie einem schweren Krankheitsverlauf vor. Spezielle Übungen lassen sich inn Rückenschulen oder Rückensportgruppen erlernen. 
  • Dehnung: Verschiedene Dehnübungen auf der Gymnastikmatte oder einer Faszien-Rolle lösen verspannte Muskeln und Faszien. Durch regelmäßige, kurze Übungen wird die Beweglichkeit erhalten.
  • Wärme/Kälte: Wärme durch Wärmflaschen oder Kirschkernkissen oder Kälte durch Kühlpacks wirken schmerzlindernd, allerdings nicht bei jedem Patienten. Probieren Sie aus, ob Ihnen Kälte oder Wärme guttut. Achten Sie jedoch darauf, ein Tuch auf die Haut zu legen, um Verbrennungen oder Verkühlungen zu vermeiden. Und Achtung: Im akuten Stadium einer Entzündung sollten Sie auf eine Wärmebehandlung verzichten, da sie in diesem Stadium die Schmerzen verstärken kann.
  • Elektrotherapie: Schwache, kurze Stromstöße, zum Beispiel durch transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS), regen die Durchblutung an und mindern Schmerzen.
 
 

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